Die Märchen des Relotius

22. Dezember 2018

DerSpargelDer 19.12.2018 war für die Chefredaktion des Nachrichtensmagazins „Der Spiegel“ ein dunkler Tag. Man musste die Hosen runterlassen und zugeben, dass ein Journalist des Magazins, Herr Claas-Hendrik Relotius, welcher ob seiner Reportagen in der Vergangenheit mit hohen Auszeichnungen dekoriert worden war, eher als würdiger Nachfolger der Gebrüder Grimm gelten sollte, als als ehrwürdiges Mitglied der Gilde der Journalisten. Was unterschwellig bereits dem allgemeinen Nimbus des Mainstream anhaftete und bereits von Teilen des Volkes mehrfach auf Demos mit der Bezeichnung „Lügenpresse“ artikuliert wurde, bekommt nun – leider – eine Bestätigung. Ich konnte es mir diesbezüglich nicht verkneifen und habe „In Satira Veritas“ dem Spiegel ähm Spargel ein passendes Titelbild verpasst. Danke an Larisa Koshkino für das wunderschöne Märchenmotiv, das bei Pixabay.com eingestellt ist.
Nachtrag vom 24.12.2018:
Nach einem Bericht in der Welt hat der „Spiegel“ einen ersten Bericht aus der Feder von Claas-Hendrik Relotius „aus dem Netz genommen“. Dort wo man eigentlich den Text des Berichts „In einer kleinen Stadt“ aufrufen können müsste, steht nun:
„Hinweis: An dieser Stelle stand der Text „In einer kleinen Stadt“ von Claas Relotius über die US-Kleinstadt Fergus Falls. Der Text hat sich als Fälschung herausgestellt. Der SPIEGEL hat sich nach eingehender Prüfung und auf Bitten der falsch dargestellten und falsch zitierten Protagonisten dazu entschlossen, den Artikel zu sperren. …“
Nun, das finde ich sehr schade, da unsere junge Generation Z neuer Märchen bedarf, da die alten der Gebrüder Grimm, Andersens usw. etwas eingestaubt sind. Da das Internet nichts vergisst und es die Wayback-Machine gibt, bleibt uns dieser Märchen-Bericht als neues fundamentales Kulturgut erhalten und ihr könnt das Märchen „In einer kleinen Stadt“ von Relotius hier lesen. Es ist eine kurzweilige Geschichte und macht Lust auf mehr …

Rechtlicher Hinweis:
Bei der obigen Abbildung handelt es sich um selbständiges Werk im Sinne von § 24 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz der BRD. Die Verwendung wird ohne Nennung meiner Urheberschaft gestattet.


Pinnwand 2018

19. Dezember 2018

PinnwandDieses Jahr 2018 war ereignisreich. Und so präsentiere ich an Hand von Collagen in Posterform (siehe unten nach Text) eine bunte Auswahl an Bild und Prosa, passend zu einzelnen Themen in DE, die uns dieses Jahr über Presse, Funk und Fernsehen erreichten und uns beschäftigten. Im Januar waren die Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Großen Koalition zwischen SPD und Union in aller Munde, wo die SPD für ein wenig Macht ihre Ab-morgen-kriegen-die-in-die-Fresse-Strategie aufgab und nebenbei von den Sondierern die Flüchtlingskrise für beendet erklärt wurde. Im Februar dann sowohl SPD-Mitgliederabstimmung als auch CDU-Parteitag zum Koalitionsvertrag stattfanden und dem Werk zustimmten (wobei man bei der CDU einfach mal vergaß die Stimmenthaltungen abzufragen), derweil große Teile der SPD als auch konservative Teile der CDU die GroKo ablehnten. Im März die öffentliche Diskussion zu Dieselfahrverboten und Grenzwerten in Innenstädten richtig in Fahrt kam, wobei der brave deutsche Autokäufer -und fahrer auch mit jungen Dieseln plötzlich auf bestimmten Fahrstecken ausgeschlossen bleibt und damit der Depp der Nation ist. Im April die CDU Brandenburg plötzlich einen Tabubruch begeht und für die Zeit nach der nächsten Landtagswahl 2019 eine Koalition mit den Linken nicht mehr ausschließt, was einmal mehr belegt, dass die Sozialdemokratisierung der CDU unter Mutti Merkel weiter vorangeschritten ist, was mich dazu animierte, dass berühmte SED Abzeichen etwas umzugestalten. Im Mai in den Medien weiterhin die Frage hochkochte, ob eine bestimmte Religion zu Deutschland gehöre oder nicht. Hinsichtlich der Beantwortung dieser Frage halte ich mich bedeckt und stelle lieber stattdessen fest, dass Wackeldackel auf jeden Fall zu Deutschland gehören. Im Juni sich immer mehr herauskristallisierte, dass der Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hinsichtlich der Flüchtlingspolitik sehr nahe beeinander sind und bisweilen schon mal zusammen die Raute zeigen, während der Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) im Anbetracht der anstehenden Landtagswahl in Bayern den Opportunisten mimen muss. Die Linken im Juli mit einem geschmacklosen Plakat gegen Bundesinnenminister Horst Seehofer schießen und damit auch gleichzeitig das Glashaus, in welchem sie als Nachfolgepartei der SED sitzen, kräftig malträtieren. Im August mein Fokus auf die fast täglichen Messerstechereien gerichtet war, über welche die Medien berichteten und mich dazu brachte ein etwas provokatives Plakat zu entwerfen (ich hatte ein Google Alert mit dem Suchwort „Messerstecherei“ gesetzt und war dann erschrocken, wieviele Meldungen dann in meinem Postfach eingingen). Im September die Causa Maaßen hochkochte, was die GroKo beinahe zum platzen brachte, weil der Verfassungsschutzchef der offiziellen Variante der Bundesregierung zu den „Hetzjagden“ auf Migranten in Chemnitz widersprach. Das alles animierte mich dazu, die Ereignisse in Reimform für die Ewigkeit festzuhalten. Im Oktober war der überraschend neu gewählte Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag Ralph Brinkhaus in aller Munde, der sich unerwartet Ende September bei der Wahl des Fraktionsvorsitzenden der Unionsfraktion gegen den Merkeljünger und Mehrheitenbeschaffer Volker Kauder durchgesetzt hatte. Manche sahen darin bereits eine Palastrevolution in der Union. Brinkhaus selbst beeilte sich zu betonen, dass zwischen ihn und Merkel kein Blatt Papier passen würde, was mich dazu brachte eine Collage mit meiner Sicht dieser Aussage zu kreieren. Der November gehörte der Diskussion zum UN-Migrationspakt, der laut Kanzlerin Merkel unverbindlich verbindlich ist, was natürlich Quatsch ist, aber ihrem Naturell als Physikerin entspricht, jedoch arge Wissenslücken hinsichtlich juristischer Wirkungen von Verträgen offenbart.
Da das öffentliche Misstrauen bezüglich eines Heimlich-Still-und-Leise-Vertrages geweckt worden war und wie Pech an der Bundesregierung haftete, schickten sich die Parteien der Großen Koalition Ende November flugs an, einen Entschließungsantrag in den Bundestag einzubringen, mit welchem klargestellt werden soll, dass der Migrationspakt keinerlei Einfluss auf die nationale Souveränität Deutschlands haben darf und wird. Dieser wurde so dann von der Mehrheit der MdB angenommen, was uns alle sehr beruhigen sollte, weil nun ja nichts mehr passieren kann. So konnte die Bundeskanzlerin dem M-Pakt am 10.12.2018 unterschriftlich zustimmen und wir müssen uns nicht mehr fürchten, da der Vertrag (=Pakt [vertragliche] Vereinbarung, Übereinkunft) ja vom Bundestag das Schleifchen „unverbindlich“ bekommen hat. Allerdings sehe ich das als Jurist etwas kritischer und ein Panzer mit einem Schleifchen wirkt zwar gefälliger ist deshalb aber nicht weniger eindringlich, wenn es darum geht, die als symbolische Mauer stehende nationale Souveränität einzureißen. Mein Gedicht zum November und meine Collage zum Dezember spiegeln meine Bedenken in satirischer Form wieder. Wie sich zwischenzeitlich zeigt, ist die Aussage der Bundeskanzlerin, der M-Pakt sei für Deutschland unverbindlich, ein Fake und ist der Entschließungsbeschluss des Bundestages zur „Unverbindlichkeit“ nur Makulatur, da der UNO-Sprecher auf einer Pressekonferenz in Marrakesch offiziell mitteilte, dass der Pakt rechtlich bindend sei.

„Due to the legally binding nature of the document it’s for the participating states to implement the GCM at the national level.
Wegen der rechtlich bindenden Natur des Paktes ist es jetzt an den Mitgliedsstaaten, den GCM auf nationaler Ebene umzusetzen.“

Rechtlicher Hinweis:
Bei allen Abbildungen handelt es sich um selbständige Werke im Sinne von § 24 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz der BRD. Die Verwendung wird ohne Nennung meiner Urheberschaft gestattet.

Januar „Sondierung“

Februar„GROKO? NEIN DANKE!“

März „Dieselverbote NEIN DANKE!“

April „SEUD“

Mai „Wackeldackel gehören zu Deutschland“

Juni „#Raute Einigkeit!“

Juli „Demagogie“ August „Deutschland einig Messerland“
September „Der Zeckenschiss“ Oktober „Das Brinkhauspapier“
November„Der Michel hat nichts zu melden.“ Dezember „Gefahr gebannt!“

Aschermittwoch 2018

14. Februar 2018

Aschermittwoch450ASCHERMITTWOCH 2018
Frau Merkel, es wäre doch zu schön,
wenn Sie an diesem Aschermittwoch gehn.
Den Vorstandsplatz im Bundeskarnevalsverein zu räumen,
davon konnte man bislang nur träumen.
Das Game of Thrones, war ihre Welt,
in vielen Fragen gings ums Geld,
um Macht und Hinterzimmerpolitik,
derweil des Volkes Stimmung machte einen Knick,
verursacht durch Selbstherrlichkeit,
die Staatsauflösung nicht mehr weit.
Die Vollmachten vom Volk geborgt,
das Grundgesetz faktisch entsorgt,
durch Order: „Lasst sie alle rein!“,
Die Schlepperbanden fanden‘s fein.
So kamen sie in großer Zahl,
der deutsche Michel hatte keine Wahl.
Asylverfahren, ohne Unterlass,
keiner sagt mehr: „Wir schaffen das!“
Wird Zeit, dass Sie von der Bühne gehn,
sie werden keine Tränen sehn!
Zum Schluss gibt es noch einen Tusch,
nur gehn´se endlich, husch, husch, husch!

Die Karnevalssession 2017/2018 ist vorbei … ich konnte mir aber eine letzte Büttenrede nicht verkneifen … Hinweis: Das ist Satire! Warnung an alle CDU Mitglieder: Das Liken dieses Artikels könnte ihrer politischen Karierre schaden!

Rechtlicher Hinweis:
§ 24 (1) Urheberrechtsgesetz regelt: „Ein selbstständiges Werk, das in freier Benutzung des Werkes eines anderen geschaffen worden ist, darf ohne Zustimmung des Urhebers des benutzten Werkes veröffentlicht und verwertet werden.“ Im vorliegenden Falle bilden die bildliche Darstellung und der Text eine Einheit, die als einheitliches Kunstwerk zu werten sind! Das Werk darf frei verwendet werden. Eine Nennung meiner Person als Urheber ist nicht nötig!

 

 


Loriot – Wir bauen uns ein Atomkraftwerk

14. März 2011


Loriot war ein Visionär. Als er 1978 die Satirefolge: „Weihnachten bei Hoppenstedts“ produzierte, war es eine urkomische aber auch zum Nachdenken anregende Persiflage auf die Energiegewinnung durch Atomkraft, welche just zur damaligen Zeit im Kommen war, weil die ersten Atommeiler auf deutschem Boden ihren Betrieb aufgenommen hatten. Zur Handlung: Opa Hoppenstedt begibt sich in der Vorweihnachtszeit auf Geschenkekauf und nach einigem Hin und Her im Geschenkeladen empfiehlt ihm die nette Verkäuferin einen Modellbaukasten mit dem Titel: „Wir bauen uns ein Atomkraftwerk“. Es ist das Modell eines Atomkraftwerks zum Selberbauen, das „Puff“ macht, wenn beim Aufbau ein Fehler unterläuft. Der Opa ist begeistert und kauft das Geschenk für seinen Enkel Dicki. Heiligabend: Nach der Geschenkezeremonie und einigen komischen Verwirrungen baut Vater Hoppenstedt zur Freude von Mutter Hoppenstedt Dickis Weihnachtsgeschenk auf, während Dicki selbst stumm in der Ecke sitzt. Vater Hoppenstedt ist mit Begeisterung beim Zusammenbau, setzt den „witzigen“ Uranstab in die Brennkammer des Modellatommeilers und danach die Sicherheitskuppel oben drauf. Mit verspielter Freude schaut er das Ergebnis seiner Aufbauaktion an und sagt zu Mutter Hoppenstedt: „Wenn wir was falsch gemacht haben, dann soll es jetzt ´Puff`machen!“.  Zunächst scheint es so, als ob alles in Ordnung sei, doch dann macht es „Puff“. Kühe, Gebäude und Teile des Modellatomkraftwerkes fallen um.  Vater Hoppenstedt nimmt die Sicherheitskuppel vom Modell und starrt durch ein Loch auf den Weihnachtstisch des unter Hoppenstedts wohnenden Ehepaars.  Diese blicken entsetzt nach oben. Vater Hoppenstedt wünscht den Nachbarn durch das Loch sprechend  „Frohe Weihnachten!“. Die sind genervt und fragen: „Muss das sein?“. Vater Hoppenstedt rechtfertigt sein schiefgegangenes Spiel mit dem Spruch: „Ja das muss sein! Weihnachten ist das Fest des Kindes!“

Angesichts der Handlung des Sketches und dem Vergleich mit den heutigen Ereignissen wird klar, dass Loriot dieses ernste Thema bereits damals, als Atomkraft im Kommen war, mit beißendem schwarzen Humor begleitete. Traurig ist nur, dass das Thema heute so bitterernst zu betrachten ist und es in Japan mehr als nur „Puff“ gemacht hat.

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Der Schweinegrippesong

17. November 2009

Mal etwas Unernstes zum ernsten Thema, mit einem Text, der durchaus zum Nachdenken ist. Was wäre, wenn kein TV-Sender, kein Radio und keine Zeitung groß über diese „Pandemie“ berichtet hätte? Angst ist eine starke Kraft! Angst treibt Menschen zu Handlungen, die sie vielleicht im Zustand der Gelassenheit gar nicht in Erwägung ziehen würden. Warum berichten die Medien über jeden einzelnen Toten der sog. Schweinegrippe, warum tun sie es aber nicht für jeden Toten der an einer normalen Influenza gestorben ist, oder an Lungenentzündung, oder an Hepatitis oder an …. ?
Fragen über Fragen. Es lohnt sich, mal darüber nachzudenken. Und es soll doch noch tatsächlich noch Menschen auf der Welt geben, die von der Pandemie gar nichts mitbekommen haben … ob die das Überleben werden?

Nachfolgend also das Video und der Text des Songs:

Auf dem Spielplatz auf der Wippe – ist keiner wegen Schweinegrippe
Vom Büro bis zur Kinderkrippe – alle haben Schweinegrippe
Von Bayern bis nach Lippe – grassiert die Schweinegrippe

Wenn du Angst hast, geh nicht mehr raus,
Wenn du Angst hast, bleib besser zu Haus
Wenn du Angst hast, sag einfach nein,
denn sonst wirst du zum Grippeschwein

In der Disco ist ne geile Hippe – auch sie hat Schweinegrippe
Und der Coktail, an dem ich nippe – ist voll mit Schweinegrippe
Wenn ich mit den Fingern schnippe – bekommst du auch die Schweinegrippe

Wenn du Angst hast, geh nicht mehr raus,
Wenn du Angst hast, bleib besser zu Haus
Wenn du Angst hast, sag einfach nein,
denn sonst wirst du zum Grippeschwein

Teilst du dir dann eine Kippe – zack hast du die Schweinegrippe
Jede blöde Quasselstrippe – redet nur noch von der Schweinegrippe
Stürzt du von einer Klippe – bekommst du keine Schweinegrippe
 
Wenn du Angst hast, geh nicht mehr raus,
Wenn du Angst hast, bleib besser zu Haus
Wenn du Angst hast, sag einfach nein,
denn sonst wirst du zum Grippeschwein

Gott formte Eva einst aus einer Rippe – und die Bild aus Schweinegrippe
Ja der Springer und seine Sippe – spritzen heute noch mit Schweinegrippe
Wenn ich schreie und ausflippe – bekomm ich auch die Schweinegrippe

Wenn du Angst hast, geh nicht mehr raus,
Wenn du Angst hast, bleib besser zu Haus
Wenn du Angst hast, sag einfach nein,
denn sonst wirst du zum Grippeschwein

Quelle: http://www.esgibtsie.de/2009/08/03/der-schweinegrippe-song/

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