Die Lebensenergie als Quelle des Seins

27. Januar 2017

Lebensenergie wird durch Handauflegen spürbar

Es existiert eine Kraft, die uns antreibt, die unser Sein bestimmt. Auch wenn du von dieser Kraft vielleicht noch nie etwas gehört hast, so ist sie doch präsent. In Japan heißt sie Ki, in Indien Prana, in China Qi oder Chi und in Korea Gi. All diese Begriffe stehen für die Lebensenergie, die quasi den „Treibstoff“ unseres ir-dischen Daseins darstellt. Für die fernöstlichen Kulturen ist Ki, Prana, Qi, Chi oder Gi (nachfolgend Chi) die allem Lebendigen innewohnende Lebenskraft der Natur. Chi ist Leben; sie ist fließend, in Bewegung und bringt ständig Veränderungen hervor. Jede Verlangsamung oder Stagnation dieses Fließens führt zu Störungen bei den Lebensvorgängen.

Dr. Brenda Davies[1] erklärt die Lebensenergie in ihrem Standardwerk: Chakras – Tore zur Seele, wie folgt:

„Die für unser Dasein und unser Wohlbefinden so wichtige Lebenskraft oder Energie trägt in den meisten Kulturen ihren eigenen Namen. Sei es das Chi der chinesischen oder das Prana der indischen Lehren, die angesprochene Energie ist dieselbe. Diese Kraft bildet die Grundlage des Lebens und wird in der Aura sichtbar.
Die physische Nahrung erhält das Leben des physischen Körpers, die geistige Energie aber ernährt und erhält uns über die bloße physische Form hinaus. Es ist diese Energie – diese geistige Energie – auf der sich unsere höheren Gefühle gründen: Klarheit, Mut, Güte, Liebe, Loyalität und Vertrauen, sie sind es, die uns manchmal zu mehr befähigen als unser physischer Körper überhaupt leisten könnte. Sie sind die Essenz unserer Seele.“[2]

Es stellte sich seit jeher als schwierig dar, die fernöstlichen Betrachtungen zur Lebensenergie mit den theoretischen Aspekten der modernen naturwissen-schaftlichen Lehren zu verknüpfen. Jedoch hat David Bohm[3] eine solche Verknüpfung vorgenommen. Er versteht die Lebensenergie als „Quantenpotential“, das jeder Materie innewohnt und jenseits von Raum und Zeit existent ist. Betrachtet man nun die fernöstlichen Lehren zur Lebensenergie mit Blick auf die Erkenntnisse der modernen Quantenphysik, so wird klar, dass Materie und Geist, Realität und Bewusstsein untrennbar über die Quanten als Elementar-teilchen miteinander verknüpft sind. So kann man die Quanten durchaus als den „Baustoff“ der Lebensenergie ansehen.Daher sind es diese kleinsten Teilchen und ihre quantenphysikalisch beschriebenen Eigenschaften, die nicht nur alle Bewegungen im unendlichen Weltraum bewirken, sondern auch dafür sorgen, dass sich die Erde auf einer Umlaufbahn um die Sonne bewegt, sich unser Planet um eine Achse dreht und auch wir selbst jeden Tag agieren können.

Je mehr Lebensenergie wir in uns spüren desto agiler und beglückter beginnen wir nach dem Aufwachen den Tag. Unser energetisches System funktioniert in diesem Falle optimal.

Eine Störung des energetischen Systems kann dazu führen, dass man sich unwohl fühlt, man permanent schlapp und müde ist und man gar nicht weiß, weshalb das so ist.

Was ist aber mit energetischem System gemeint?

„Der menschliche Körper ist in der Hauptsache so grobstofflich, dass wir ihn, sehen, riechen und fühlen können. Den Teil, den die meisten von uns nicht ohne Weiteres wahrnehmen – die Aura und darin die Chakras – bezeichnet man als den Ätherkörper oder als die feinstofflichen Körper. Jedes Lebewesen strahlt ein Energiefeld aus. Das menschliche Energiefeld, die Aura, wird von wirbelnden Energieströmen belebt, die in den sich unaufhörlich bewegenden Chakras entstehen. Die Chakras sind für die Aura das, was die Strömungen für den Ozean bedeuten. Sie verwandeln sie in eine lebendige und machtvolle Kraft. Über diesen erweiterten Bereich des Körpers fließt die Energie in die physische Ebene, erfüllt sie mit Lebenskraft und hält sie lebendig. Diese Energie spielt eine ebenso wesentliche Rolle in unserem Leben und unserem Wohlergehen wie Nahrung und Luft. Ohne diese Lebenskraft könnten wir nicht überleben.“[4]

Aus dieser Beschreibung von Dr. Brenda Davies ist zu entnehmen, dass das energetische System des Menschen aus der Aura[5] und den Chakras besteht.

Das Wort Chakra stammt aus dem Sanskrit[6] und bedeutet „Kreis“ oder „Wirbel“.

Es bezeichnet die vielen feinstofflichen Energiewirbel, die die Aufgabe haben, verschiedenartige Energien von außen aufzunehmen, dem menschlichen Energiesystem zuzuführen und sie dort zu verteilen. Dies wird vom Menschen dann unter anderem in Form von Gedanken, Gefühlen oder physischen Empfindungen wahrgenommen. Es existieren sieben Hauptchakras, einund-zwanzig Nebenchakras und mehrere hundert weniger bedeutsame Chakras.

chakrenAls Hauptchakras zählen:

  1. Das Wurzelchakra: Es liegt zwischen den Sexualorganen und dem Anus.
  2. Das Sakralchakra: Es liegt auf der Bauchmitte.
  3. Das Solarplexuschakra: Es liegt hälftig zwischen dem Bauchnabel und der unteren Brustbeinkante.
  4. Das Herzchakra: Es liegt mitten auf dem Brustkorb.
  5. Das Halschakra: Es liegt am Halsansatz.
  6. Das Stirnchakra: Es liegt etwas oberhalb der Mitte der Augenbrauen.
  7. Das Kronenchakra: Es liegt ganz oben über der Mitte des Kopfes.

Diese Hauptenergiewirbel stellt man sich als trichterförmig, mehrere Zentimeter über die Körperoberfläche hinausragend, vor. Während das Wurzelchakra nach unten und das Kronenchakra nach oben ausgerichtet ist, sind die fünf anderen Chakras jeweils nach vorne und hinten ausgerichtet.

Bruno Martin[7] beschreibt die Bedeutung und Lage der Chakras als „Energiezentren“ in seinem Lexikon der Spiritualität wie folgt:

„Die Energiezentren werden durch »Lichtfasern« miteinander verbunden, sodass die Energie durch den gesamten Energiekörper fließen kann, genauso wie das Blut durch die Adern unseres physischen Körpers fließt. Gibt es Blockaden, Stockungen oder Verunreinigungen, so entstehen Krankheiten. Die Lage der Chakras entspricht den Geflechten des vegetativen Nervensystems. Dieses Nervensystem, auch Parasympathikus genannt, regelt v.a. die Vitalfunktionen (Atmung, Verdauung, Stoffwechsel, Sekretion, Wasserhaushalt u.a.) und gewährleistet das Zusammenwirken der inneren Organe.“[8]

Betrachtet man die eben erwähnten wichtigen Funktionen der Chakras, so wird klar, dass Störungen bei diesen wirbelnden Energieströmen – sogenannte Energieblockaden – zu erheblichen Beeinträchtigungen bei den Betroffenen führen. Dr. Brenda Davies erläutert dies wie folgt:

„Obwohl man im Allgemeinen von einer Blockade spricht, wenn ein Chakra nicht richtig funktioniert, beinhaltet dieser Begriff eine Vielzahl von Schwierigkeiten. Das Chakra mag sich zu langsam, in der falschen Richtung oder fast überhaupt nicht drehen, aus dem Gleichgewicht geraten oder tatsächlich beschädigt sein. Vielleicht ist es zu aktiv und spröde, so dass es sich nicht leicht deinem Willen entsprechend öffnen und schließen lässt. … Die Ursache spielt keine Rolle, jede Störung beeinflusst den gesamten Energiefluss. Da alle Chakras eng miteinander verbunden sind, wird ein blockiertes Zentrum alle anderen in der Wirkungsweise beeinträchtigen und physisches, emotionales und/oder geistiges Unbehagen hervorrufen.“[9]

Bist du vielleicht selbst von einer solchen Blockade betroffen? Trägst du möglicherweise tief in deinem Inneren ein Problem mit dir herum? Ist es eventuell ein altes Problem, das du vor langer Zeit mal versenkt hast, tief begraben in den Katakomben deines Ichs? Die meisten Betroffenen scheuen sich davor, das alte Problem herauszuholen, denn dann müssten sie sich ihrer Angst von damals stellen. Davor aber haben sie Angst. Sie haben vielleicht nicht einmal die Ursachen für das Problem gesetzt, fühlen sich aber trotzdem schuldig. Sie wollen sich einreden, dass sie versagt haben. Sie fühlen sich beschämt, wenn die Erinnerungen an das damalige Ereignis wieder hochkommen. Da sie ihr altes Problem schön begraben aber eben nicht eliminiert haben, gibt es auch viele Jahre nach dem Damals heute immer wieder Situationen, die wie ein Blitz einschlagen und sie an ihre damalige Lage erinnern. Sie reagieren dann meistens heftig, was ihr Partner, ihre Partnerin oder ihre Freunde vielleicht nicht verstehen können. Die Betroffenen wollen es ihren Liebsten aber nicht sagen und dieses Nichtverstehen ihrer Situation macht sie noch verzweifelter. Auch wollen sie ihren Liebsten gar nicht wehtun; sie tun es aber trotzdem, denn irgendwas treibt sie dazu. Oder man gewöhnt sich an ihre von Zeit zu Zeit etwas aus der Bahn geratene Verhaltensweise. Die Anderen sollten es akzeptieren oder werden es akzeptieren, wenn nicht, dann können sie bleiben, wo der Pfeffer wächst. Was ist das Problem? Der jeweils Betroffene wird es am besten wissen! Vielleicht wissen es auch einige Vertraute. Sie raten ihm, etwas zu tun; aber er kann sich nicht überwinden. Letztlich bleiben die Betroffenen mit ihrem Problem allein und es macht sie unglücklich!

Was ich da beschreibe das sind die Traumata, welche sich in der menschlichen Psyche eingenistet haben. Diese ausgelöst durch Ereignisse, welche so heftig waren, dass das Opfer von damals nicht darüber reden mag. Da sind solche entsetzlichen Dinge wie sexueller Missbrauch, körperliche Gewalt, ein Unfall, der Verlust eines geliebten Menschen usw., die etwa in jungen Jahren erlebt wurden und noch viele Jahrzehnte nach dem Ereignis auf den Betroffenen wirken. Manche stellen sich dem Problem, lassen sich von erfahrenen Psychologen therapieren; ein durchschlagender Erfolg stellt sich aber meist nicht ein.

Die Betroffenen wissen meist nicht wirklich, warum sie so sind, wie sie sind und warum sie so reagieren. Die Ursache liegt in ihrem energetischen System, dass durch bestimmte Ereignisse – oder auch nur ein einschneidendes Ereignis – durcheinandergeraten ist. Ein Blick in das Aura-Chakra-System würde einiges klären. Die Beseitigung von Blockaden der Chakras bringt nicht nur eine einfache Verbesserung der Lebensqualität. Nein, es ist wie ein Auftauchen aus dem Nebel, plötzlich wird alles klar und leicht. Da ich auch eine Zeit blockierter Chakras hatte und eine erfahrene Reiki-Meisterin mir helfen konnte, diese Störungen der Energiewirbel zu beseitigen, weiß ich, wovon ich schreibe. Allerdings war meine eigene Blockade nicht langwierig und allumfassend, gleichwohl verspürte ich nach deren Auflösung eine unheimlich starke Verbesserung meiner psychischen und physischen Situation. Daran gemessen ist die Auflösung einer Jahrzehnte langen Totalblockade bei bestimmten Chakras zu vergleichen mit einer krassen Wetterveränderung von einem absoluten Sturm mit dunklen Wolken und kaltem Regen, Blitz und Donner zu einem makellosen Sonnentag.

Den Betroffenen kann man nur raten, ihre Situation bei erfahrenen Therapeuten, die sich der ganzheitlichen Heilung zugewandt haben, analysieren zu lassen, um mit der richtigen Behandlung endlich ihren inneren Frieden zu finden.

Eine solche Behandlung konnte ich im Juni 2007 erfahren. Ich suchte die oben bereits erwähnte Reiki-Meisterin auf. Noch im Frühjahr 2007 hätte ich auf die Frage: “Kennst du Reiki?”, nur die Gegenfrage gestellt, ob das eine neue Sportart ist? Zu deutsch, ich hatte keinen blassen Schimmer.

Die Bezeichnung „Reiki“ stammt aus Japan und setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Rei steht für: Geist, Seele, Ki für: Energie, Herz, Natur und Gefühl.

Sehr frei interpretiert kann man Reiki mit „die Energie des Lebens“ übersetzen. Darüber hinaus steht Reiki heute als Synonym für die fernöstliche Heilkunst, durch Handauflegen die Lebensenergie zu übertragen. Dabei wirkt der Reiki-Anwender als Kanal, der die Lebensenergie durchleitet und im energetischen System des Betroffenen ordnend und regulierend eingreift. Er überträgt also keine eigene Energie auf den Klienten. Reiki wirkt auf der energetischen, der körperlichen, der psychischen und der seelischen Ebene gleichzeitig.

Meine erste Bekanntschaft mit dem Begriff Reiki machte ich, nachdem ich einige Wochen das Karatetraining ausfallen lassen musste, weil ich an einer hart-näckigen Wadenzerrung im linken Bein laborierte. Als ich bei meiner Rückkehr zum Training dann dem Karatemeister von meiner Verletzung erzählte, sagte dieser, dass ich doch gleich zu ihm hätte kommen sollen, weil er das binnen 10 Minuten durch Handauflegen geheilt hätte. „Wie das?“, fragte ich. Er antwortete darauf: „Ich kann durch Handauflegen solche körperlichen aber auch psychische Beeinträchtigungen heilen.“ Kaum zu glauben! Da ich meine Wadenzerrung auskuriert hatte, konnte ich es nicht einmal ausprobieren. Der Meister erklärte mir noch, dass er erst gestern eine Frau von einem jahrelangen Hüftleiden durch das Handauflegen befreit habe. Gerade habe sie ihn angerufen, um ihm begeistert und überschwänglich zu danken. Gut, erzählen kann man viel! Der Mensch ist ja von Natur aus skeptisch – man glaubt nur, was man selbst sieht, hört und fühlen kann. So kam es bei mir, dass ich wegen eines Problems, welches ich hier nicht näher erläutern will, selbst zu besagter Reiki-Meisterin ging. Eine gute Freundin hatte sie mir aus eigenem Erleben empfohlen. Ich wurde sehr freundlich empfangen; man erkannte gleich, dass die Reiki-Meisterin sehr ausgeglichen war. Sie strahlte Ruhe aus. Sie sah aber völlig normal aus, nichts Mystisches oder Außergewöhnliches, was man da vielleicht erwartet. Einfach nur eine nette Frau und so ganz ohne Glaskugel und schwarzer Katze auf dem Rücken. Ein Vorgespräch, das mein Problem zum Inhalt hatte, war vor der Behandlung obligatorisch. Dann sollte ich mich auf eine Liege legen. Ich wurde zugedeckt. So dann bekam ich verschiedene Heilsteine (Amethyst, Bergkristall, Aventurin, Rosenquarz) auf die Brust, den Bauch und den Kopf gelegt. Dann erläuterte sie, dass sie mich in eine Halbhypnose versetzen werde, ich sehr entspannt sein würde, gleichwohl aber alles mitbekäme. Das mit der Entspannung konnte ich wirklich gut gebrauchen. Sie führte ihre Hände vom Kopf bis zu den Füßen über meinen Körper, ohne ihn zu berühren. Kurz darauf sagte sie: „Herr Vogler, ihre Chakras sind zu sehr geöffnet. Da fließt ja ihre ganze Energie raus!“ Sie kündigte an, diesen Fehler zu korrigieren. Dann fing sie an, mit ruhiger und sonorer Stimme eine Meditation vorzusprechen, die ich gedanklich verinnerlichen sollte. Ich sollte mir vorstellen, über eine Sommerwiese zu laufen, die an einem Bächlein liegt. Dann sollte ich mir einen großen alten Baum mit weiter Krone vorstellen, der unweit des Bächleins steht. Dort sollte ich mich niederlassen und mit dem Rücken an den breiten Stamm anlehnen. So dann sollte ich mit dem Baum „verschmelzen“. Ich imaginierte all diese Ansagen erstaunlich gut und driftete langsam in einen sehr entspannten Zustand ab, der mich irgendwie „schweben“ ließ. Obwohl ich noch jedes Wort und jede Erklärung vernehmen konnte, sah ich Bilder vor meinem geistigen Auge und Farben, die wechselten. Es war sehr angenehm. Die Reiki-Meisterin legte ihre Hände die ganze Zeit methodisch nacheinander auf verschiedene Körperbereiche. Ich spürte die Wärme, die von ihren Händen ausging. Gleichzeitig erfasste ich auch einen angenehmen Energiefluss, der durch meinen Körper strömte. Plötzlich sagte sie leise, „Haben Sie Probleme mit Ihren Knien?“ Ich antwortete; „Ja, manchmal beim Joggen oder Karatetraining.“ Sie erwiderte, „In Ordnung, das mache ich gleich mit!“, worauf sie auch meine Knie durch Handauflegen behandelte. Gegen Ende der Behandlung – ich befand mich in vollkommener Entspannung – sagte die Reiki-Meisterin, dass ich nun den Baum wieder verlassen solle. So verließ ich gedanklich den Baum und lehnte mich wieder an seinen Stamm. So dann kündigte sie an, dass ich nun einem Krafttier[10] meine Sorgen übergeben solle. Hierbei könne ich zwischen einem Adler und einem Wolf auswählen. Ich wählte den Adler, was sie für gut befand. Nun sollte ich mir vorstellen, wie ein Adler mit einem Rucksack im Schnabel über mir erscheine und sich mit sanften Flügelschlägen vor mir niederlassen würde. Ich imaginierte diesen Adler, der vor mir niederging und den Rucksack mit seinem Schnabel gepackt hielt. Nun wurde ich aufgefordert, den Rucksack an mich zu nehmen und ihn aufzuschnüren. Gesagt, getan. Die Reiki-Meisterin hieß mich nun, all meine Sorgen und Ängste symbolisch in den Rucksack zu stecken, ihn zu verschließen und danach dem Adler zurückzugeben. Ich überlegte kurz und vor meinem geistigen Auge erschienen die Wörter: Angst, Einsamkeit, Neid, Krankheit, Ehrgeiz, Egoismus und Sucht, die ich aus der Luft fischte und in den Rucksack beförderte. Dann schnürte ich den Rucksack zu und hielt ihn in Richtung des Adlers, der ihn sofort wieder mit seinem Schnabel packte. Unvermittelt erhob sich der Adler mit kräftigen Flügelschlägen in die Lüfte und verschwand nach wenigen Sekunden aus meiner Sicht. Ich öffnete die Augen und sah die Reiki-Meisterin lächeln. Sie wies mich an, mich nun langsam wieder aufzurichten. Mein T-Shirt hatte keine trockene Stelle mehr und die Naturheilsteine, die sie von meinem Körper nahm, waren fast heiß. Sie kündigte an, dass bei mir gleich spontan die Tränen fließen würden. Ich solle dies nicht unterdrücken, ich könne es auch gar nicht. Ich konnte das nicht glauben, denn ich fühlte mich großartig. Trotzdem kamen, wie sie es gesagt hatte, auch sofort die Tränen, obwohl ich gar nicht traurig oder bedrückt war. Ich fühlte mich wie neugeboren und hatte keinerlei Probleme mehr und nach dem Aufstehen waren meine Knie völlig schmerzfrei. Meine innere Spannung war wie weggeblasen. Mir ging es einfach gut. Von da an konnte ich Reiki nicht nur unbedingt weiterempfehlen; ich absolvierte bereits im August 2007 einen Reiki-Kurs und legte den 1. Reiki-Grad ab, um mich seither selbst zu behandeln.

Im Sommer 2009 wurde ich von einer sehr guten Freundin gebeten, einer schwerkranken Katze eines guten Freundes Reiki zu geben. Besagter Freund ist ein Katzenliebhaber und er hat gleich vier davon; alles Siamkatzen. Es waren zwei Katzendamen und zwei Kater. Seine Lieblingskatze namens Kleopatra war so stark erkrankt, dass er schon überlegte, sie einschläfern zu lassen. Nun kann man vielleicht nicht erwarten, dass man mit Reiki quasi einen Heilungs- und Jungbrunnen aus dem Ärmel, respektive hier aus der Hand zaubert, aber durch die Zufuhr der universellen Energie kann man die körperlichen Funktionen alle mal stärken und auch stabilisieren. Was hatte er schon zu verlieren, außer sich den Weg zum Tierarzt vielleicht sparen zu können.

Also schaute ich mir seine Lieblingskatze an. Das Fell war stumpf und struppig. Sie war stark abgemagert. Die Augen waren klebrig und matt. Wahrlich hatte diese Katze schon bessere Zeiten gehabt. Einen guten Vergleich, wie sie einmal ausgeschaut hatte, bekam ich beim Betrachten der anderen Katzen. Diese sahen gesund aus und waren sehr lebhaft, wenn sie nicht gerade irgendwo lagen und dahindösten. Kleopatra aber lag fast apathisch auf ihrem Platz. Vorsichtig begann ich, ihr die Hand in Höhe der Nieren auf den Rücken aufzulegen. Sehr schnell spürte ich, wie meine Hand sehr heiß wurde und fühlte, wie die Energie floss. Das Tier regte sich nicht und ich bemerkte, dass es ihm sehr gut tat. Sehr bald legte sich die Katze auf den Rücken und ich konnte nun meine Hand direkt auf ihren Bauch auflegen. Ihre Vorderpfoten berührten dabei vorsichtig meinen Arm. Bei meinen Reikianwendungen spüre ich immer intuitiv, wo ich die Hand auflegen muss. Dort fließt die Energie potenziert und es wird viel heißer als an anderen Stellen. Das Faszinierende daran, Reiki bei Tieren anzuwenden, ist es, dass Tiere es einfach zulassen. Sie zweifeln nicht, sie stellen keine Fragen und sie haben keine anerzogene Skepsis. Als ich nun der todkranken Katze weiter Reiki gab, gesellten sich zwei weitere Katzen zu uns und machten schnurrend und schmusend auf sich aufmerksam. Sie spürten, dass da etwa passierte, was ihrer Gespielin gut tat. So legten sie sich beide daneben. Ich nahm meine freie Hand und gab einer der beiden anderen Katzen ebenso Reiki. Schnell legte sich auch dieses Tier auf den Rücken und so konnte ich meine Hand direkt auf ihren Bauch legen. Da ich nur zwei Hände habe, bat ich die Freundin, es doch auch einmal mit dem Handauflegen bei der anderen Katze zu versuchen. Sie versuchte es und war sehr erstaunt, dass es auch bei ihr funktionierte. Nun lagen vor uns drei Katzen auf dem Rücken und blieben regungslos liegen, um sich Reiki geben zu lassen.

Katzenliebhaber werden bestätigen können, dass es nicht so schnell passiert, dass sich eine Katze auf den Rücken legt und sich die Hand eines fremden Menschen auf den Bauch legen lässt. Im vorliegenden Falle wurde sehr deutlich, dass Tiere Güte und Liebe und die Wirkung der Energien spüren können. Dies ist bei Menschen bekanntermaßen anders. Der Mensch glaubt nur, was er sieht und am eigenen Leibe erfährt. Dinge, die er nicht versteht, werden schnell kleingeredet. Was könnte doch Gutes getan werden, wenn die Menschen im Krankheitsfalle sich ein klein wenig wie diese Katzen verhalten würden, einfach mal etwas Hilfe durch alternative Heilmethoden anzunehmen, ohne zu zweifeln.

 

Dies ist ein Auszug aus meinem 2014 erschienenen Buch „Vision Blue – Befreie dein Denken – Erkenntnisse über Unmöglichkeiten“ welches über folgende Links bestellt werden kann: www.morebooks.de und Amazon.de

[1]
Dr. Brenda Davies, US-amerikanische Ärztin, Psychiaterin und Heilerin, zählt zu den inter-national angesehensten Vertretern der Komplementärmedizin.

[2] Dr. Brenda Davies: Chakras – Tore zur Seele, 5. Auflage, Wilhelm Heyne Verlag München, S. 72

[3] David Joseph Bohm (1917 – 1992) war ein US-amerikanischer Quantenphysiker und Philosoph

[4] Dr. Brenda Davies: Chakras – Tore zur Seele, 5. Auflage, Wilhelm Heyne Verlag München, S. 68

[5] Siehe hierzu Kapitel 7

[6] Sanskrit bezeichnet die verschiedenen Sprachvarianten des Alt-Indischen.

[7] Bruno Martin ist ein deutscher Bewusstseinsforscher, Autor und Seminarleiter.

[8] Bruno Martin: Das Lexikon der Spiritualität – Lehren, Meister, Traditionen, 1. Auflage, Atmosphären Verlag München, S. 57

[9] Dr. Brenda Davies: Chakras – Tore zur Seele, 5. Auflage, Wilhelm Heyne Verlag München, S. 82 – 83

[10] Ein Krafttier ist im spirituellen Glauben, so vor allem im Schamanismus, ein helfendes Tiergeistwesen bzw. ein Tierbegleiter. Seine Aufgabe besteht darin, seinen Schützling durch Führung und Unterstützung körperlich, seelisch, geistig und spirituell gesund zu erhalten.

 

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