Reinkarnation – Eine Betrachtung zur Wiedergeburt

4. August 2010

Von Jonathan Klar – Zugegeben, der Gedanke an eine mögliche Wiedergeburt war mir früher suspekt. Wenn ich mir vorstellte, dass ich nach meinem Tod das ganze Prozedere des Lebens mit Kindheit, Schule, Ausbildung, Studium, Prüfungen, Züchtigungen, Krankheiten, Frustrationen usw. in einem neuen Körper noch einmal durchlaufen müsste, lehnte ich diese Perspektive von Grund auf ab. Auf der anderen Seite jagte mir die Vorstellung, dass mit dem Tod ein Schalter umgelegt wird, der alles dunkel macht und mein Bewusstsein auslöscht, große Angst ein. Zwischenzeitlich durfte ich jedoch erfahren, dass das eigene Bewusstein (ich sage dazu Ich-Bewusstsein) nicht an den physischen Körper gebunden ist. Das Ich-Bewusstsein, die Seele, der Geist, nennt es wie ihr wollt, ist unsterblich. Ich selbst kam zu dieser Überzeugung durch zwei Ereignisse.

Zum Einen hatte ich einmal das Glück, eine sogenannte außerkörperliche Erfahrung (AKE im Englischen: OUT OF BODY EXPERIENCE, abgekürzt OOBE) zu machen und ich sah meinen Körper von oben. Es ist etwas außerordentlich Erstaunliches wenn man plötzlich nicht mehr in seinem Körper steckt. Wenn man selbst auf sich herabblickt, dann ist das im ersten Moment so, als blickte man auf einen Fremden (diese Situation ist geradezu skurril), bis man realisiert, dass der eigene Körper da unten liegt. Es ist durchaus möglich, solche eine außerkörperliche Erfahrung selbst herbeizuführen. Hierzu verweise ich auf die gute Anleitung bei VerusLux.de im dortigen Artikel „Der Weg zur AKE“. Eine AKE ist nicht gleichzusetzen mit sogenannten Nahtoderfahrungen, welche diejenigen Erfahrungen sind, die auftreten, während der Körper in einem lebensbedrohlichen Zustand ist und der Betreffende aus Sicht der Beobachter bewusstlos erscheint. Zweifellos haben Nahtorderfahrungen regelmäßig eine Außerkörperlichkeit zur Folge, allerdings hat sie der Betroffene nicht bewusst herbeigeführt (es sei denn er wollte Selbstmord begehen). Also, wer einen Beweis dafür sucht, dass das eigene Bewusstsein nicht an den physischen Körper gebunden ist, der sollte es einmal mit der Herbeiführung einer AKE versuchen. Ich kann euch versichern, wenn ihr das einmal selbst erlebt habt, wird sich eure Einstellung zu Leben und Tod grundsätzlich ändern.

Zum Anderen durfte ich die außergewöhnliche Erfahrung eines Channelings machen, bei dem ein Medium mit der jenseitigen Ebene kommunizierte. Eine sehr gute Freundin in der Schweiz hat die Gabe, mit den „Toten“ zu „sprechen“. Ich verwende jetzt mal diese nicht ganz zutreffenden Begriffe, setze sie allerdings in Anführungszeichen. Die Situation war damals nicht gesteuert, dass heißt, das Channeling kam nicht zustande, weil wir eine diesbezügliche Sitzung abhalten wollten. Wir saßen vielmehr auf der Terasse des Hotels und tranken einen Kaffee, als mir meine gute Freundin sagte, dass jemand anwesend sei. Ich begriff nicht sofort, sah ich doch außer mir, ihr und den zwei anderen anwesenden Freundinnen keinen Menschen in der Umgebung. So erläuterte sie mir kurz, dass ein Geist anwesend sei und beschrieb mir, wie er aussah. Es war eine alte Frau, gebeugt, klein, auf einen Krückstock gestützt und mit einer Brille auf der Nase, welche so starke Gläser hatte, dass sie die ihre Augen vergrößerten. Sie fragte, ob ich die Person kennen würde. Zunächst war mir nicht klar, um wen es sich handeln könne, doch dann, als mir meine gute Freundin ein paar Stichpunkte gab, die sie von dem Geist der alten Frau übermittelt bekam, dämmerte es mir. Ein Wort, das einen Ort benannte, von dem das Medium unmöglich wissen konnte, brachte mich auf den richtigen Gedanken. Diesen Ort mit dem ungewöhnlichen Namen gibt es nur drei Mal in Deutschland. Es war der Namen des kleinen Dorfes, in dem mein Vater aufgewachsen war und eingedenk einiger weiterer „Gedächtnisstützen“ die der Geist über das Medium vermittelte, kam ich darauf, dass es sich um die Tante meines Vaters handelte, die ihn an Stelle seiner Mutter großgezogen hatte. Ja. ich kannte diese Frau zu Lebzeiten; als ich ein Kind war, war ich ihr öfters begegnet. Über meine eidgenössische mediale Freundin gab sie mir einige Ratschläge, aus denen ich erkannte, dass sie mich des öfteren von der jenseitigen Ebene aus beobachtet haben musste. Auch ermutigte sie mich in meinem Tun, meine Schreiberei fortzusetzen.  Alles in allem war dieser Kontakt eine der erstaunlichsten Erfahrungen für mich, die ich jemals gemacht habe. Ich durfte dann noch zwei weiteren „Sitzungen“ beiwohnen, die jedoch die „Verstorbenen“ meiner beiden anderen Reisebegleiterinnen betrafen. Diese Channelings waren nicht minder überraschend, zumal in ihnen den „Lebenden“ Botschaften der „Toten“ überbracht wurden, die unzweifelhaft bewiesen, dass es die jenseitige Dimension gibt.

Ausgehend von diesen Erfahrungen steht für mich fest, dass das Bewusstsein unsterblich ist und das es eine Fortexistenz desselben im sogenannten Jenseits gibt.

Kommen wir nun aber zum eigentlichen Thema: der Wiedergeburt.  Das in den USA bekannteste Medium ist Sylvia Browne. Sie veröffentlichte bereits zahlreiche Bücher, welche sich auch mit dem Thema Reinkarnation befassen. Als Hypnosemeisterin praktizierte sie seit den 1970er-Jahren unzählige sogenannte Rückführungen, bei denen ein Klient unter Hypnose ihr im Unterbewusstsein verstecktes Wissen über ihre früheren Leben hervorholen. Sylvia Browne sieht diese Rückführungen nicht nur als Selbstzweck, um etwa die Neugier des betreffenden Klienten zu befriedigen sondern als Therapie um bestimmte Befindlichkeitsstörungen, die bis dato von keinem Arzt therapiert werden konnten, aufzulösen. In ihrem Buch „Phänomene“ schreibt sie unter dem Stichwort „Rückführungshypnose“ hierzu unter Anderem folgendes:

“ Der Saal war zum Brechen voll. Ich hatte für dieses Experiment mehr Freiwillige, als ich zählen konnte. Perverserweise suchte ich mir den aus, der am skeptischsten von allen aussah, einen konservativ wirkenden Mann in den Dreißigern. Er stellte sich als Neil, Hypothekenbroker aus Texas, vor. Ich erklärte kurz den Hypnosevorgang, und bevor wir anfingen, fragte ich ihn noch, ob er irgendwelche körperlichen oder seelischen Probleme habe, denen wir auf den Grund gehen sollten. Ihm fielen zwei ein: chronische Schmerzen im rechten Fuß, die sein Orthopäde nicht diagnostizieren konnte, und die Angst, liebe Menschen trotz all seiner Anstrengungen und Bemühungen zu enttäuschen. Er war intelligent und ehrlich, und das sind mir die liebsten Kandidaten. Ich entspannte ihn, bis er in Hypnose war, und leitete ihn langsam erst durch dieses Leben zurück, dann durch seinen Tod in einem früheren Leben und schließlich in dieses Leben hinein. Er atmete einmal tief durch und schien in sich zusammenzusinken. Seine Stimme wurde brüchig und war kaum noch zu hören. Sein rechter Fuß drehte sich nach innen. Ich bat ihn, mir etwas über sich zu erzählen. Er sagte mir, sein Name sei Calvin. Er war zwölf Jahre alt und lebte auf einer Farm in Virginia. ‚Welches Datum ist heute?‘, wollte ich von ihm wissen. ‚Der 10. Juni 1821.‘ ‚Was ist mit deinem rechten Fuß nicht in Ordnung‘, fragte ich. Calvin hatte von Geburt an einen Klumpfuß, und deshalb war er für seine Eltern eine Last; sie hatten mit einem gesunden Sohn gerechnet, der auf den Feldern mitarbeiten konnte. Calvin war nicht mehr zur Schule gegangen, weil alle sich über ihn lustig machten. Seine Zeit verbrachte er damit, dass ers ich um die Tiere auf dem Bauernhof kümmerte. Sie liebten ihn und schienen nicht der Ansicht zu sein, dass mit ihm und seinem Fuß etwas nicht stimmte. Inzwischen hatte der ganze Saal Tränen in den Augen. Ich holte ihn langsam in die Gegenwart zurück, und bevor er vollständig aufweckte, fiel es mir ein, zu sagen: ‚Und ganz gleich, welchen Schmerz, welche Angst oder Negativität du aus einem früheren Leben mitgebracht haben magst, lass sie jetzt los. Lass zu, dass das weiße Licht des heiligen Geistes sie auflöst.‘ Er richtete den Oberkörper auf, der Fuß kehrte in die normale Position zurück, und Neil stammelte ein abwesendes ‚Dankeschön, während er die Bühne verließ. Ein paar Wochen später rief er mich in meinem Büro an und berichtete, die Schmerzen im Fuß seien weg, und seit der Hypnose sei es mit seinem Selbstvertrauen sehr viel besser geworden.“

Dieses Beispiel einer Rückführungshypnose zeigt, dass derartige Erfahrungen für die Betroffenen sehr tiefgehend sind und sich ihre vorher skeptische Sichtweise verändert. Nun mögen sich wieder die Kritiker zu Wort melden und behaupten, dass das, was Neil in Sylvia Brownes Rückführung geäußert habe, alles erfunden sein könnte. Diesen Kritikern sei die Sendung „Mein früheres Leben“, welche auf RTL ausgestrahlt wurde, empfohlen. Personen wie du und ich, welche gegenüber der Reinkarnationstheorie teilweise sehr abweisend gegenübertraten, stellten sich einem gleichartigen Experiment, einer Rückführung wie bei Sylvia Browne. Dieses Mal verfolgten die Kameras der Produktionsgesellschaft das Experiment, zeichneten jede Aussage aus dem früheren Leben auf, was die betreffenden Personen unter Hypnose beschrieben und forschten an Hand der beschriebenen Örtlichkeiten nach, ob sie heute noch existieren und ob die Aussagen durch stichhaltige Fakten belegt werden könnten. Ich empfehle einfach, dass ihr euch mal diese Sendung anschaut.

Ein anderes Phänomen, welches auf ein früheres Leben hinweisen könnte, ist das des sogenannten Dèjà-vu. Das sind Fälle, wenn man plötzlich mit dem überwältigenden Gefühl konfrontiert wird, man kenne einen Ort den man gerade aufsucht, an welchem man jedoch nachweislich noch nie zuvor gewesen war. Plötzlich überwältigt einen ein Gefühl unbändiger Angst oder des Glücks, ohne dass man sich diese Gefühle erklären kann. Manche Menschen kennen sich unvermittelt in alten historischen Gebäuden aus, die sie jedoch in diesem Leben noch nie zuvor betreten haben. Eine gute Freundin, die mich auf einer Reise in die Schweiz begleitete, hatte ein solches Dèjà-vu Erlebnis als wir die Burg Lenzburg im Kanton Aargau besuchten. Sie kannte sich so gut in den Räumlichkeiten der Burg aus, dass mir der Mund offen stand. Irgendwann verriet sie mir ganz unverhohlen, dass sie sich sicher sei, dass sie hier schon einmal gelebt habe. Alles sei so vertraut, als habe sie gerade erst gestern dort gewohnt. Sie nannte mir auch Einzelheiten, die in keinem Prospekt vermerkt waren, ging ganz unbefangen bis in Nebennischen der gut erhaltenen Räumlichkeiten. Oh, ich kam ganz schnell zu der Überzeugung, dass sie nicht das erste Mal an diesem Ort weilte, wenn es auch nicht in diesem Leben war.

Abschließend möchte ich betonen, dass ich nicht gedenke, Irgendjemandem den Glauben an die Reinkarnation „einzuprügeln“. Jeder mag glauben, was er will. Allerdings plädiere ich immer dafür, dass man sein Bewusstsein für neue Erfahrungen offen halten sollte, denn nur so hat man vielleicht die Chance, über seinen von Glaubensdoktrin und  „wissenschaftlichen Gewissheiten“ festgebundenen Schatten zu springen.

© 2010 by Jonathan Klar

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Der Weg zur AKE

19. März 2009

oobe250x219Vor einiger Zeit hatte ich mit meinem Artikel „Der Test für die Unsterblichkeit“ erläutert, dass man durch eine so genannte außerkörperliche Erfahrung (AKE) selbst erleben kann, dass das Bewusstsein nicht an den Körper gebunden ist. Ich hatte angekündigt, zu erklären, wie man eine außerkörperliche Erfahrung bewusst herbeiführen kann. Vorwegzunehmen ist, dass dieses Experiment eine Menge Selbstbeherrschung und Geduld erfordert. Wer schon einmal eine außerkörperliche Erfahrung – hier möchte ich von den außerkörperlichen Zuständen während eines Nahtoderlebnisses abgrenzen – gemacht hat, weiß dass dies ein völlig faszinierendes Erlebnis ist. Die Methode ist sehr schön in Robert Peterson’s Buch „Praxis der außerkörperlichen Erfahrung“ erläutert. Ich fasse diese umfangreiche Erläuterung hier zusammen.

Wie führe ich eine außerkörperliche Erfahrung herbei?

Physische Vorbereitung

Robert Peterson empfiehlt als beste Zeit für eine außerkörperliche Erfahrung den Morgen, nachdem man allein (ohne Wecker) wach geworden ist. Da man in der Woche regelmäßig nicht genug Zeit hat, da man ja arbeiten geht, empfiehlt es sich, die Samstage oder Sonntage zu nutzen. Dem Körper ist vor der AKE viel Ruhe zu gönnen. Der Trick besteht darin, dass der Körper auf der einen Seite ausreichend müde sein muss um in einen entspannten Zustand zu kommen, auf der anderen Seite aber nicht zu müde um nicht wieder einzuschlafen. Vor einer AKE sollte man also ausreichend geschlafen haben. Zu Beginn der Übung, nachdem man aufgewacht ist, sollte man zunächst herausfinden, wie müde man noch ist. Wenn man noch müde ist, dann räkelt man sich am besten ein wenig im Bett oder schüttelt den Schlaf ab. Faustregel: Der Körper sollte gut ausgeruht und entspannt und der Geist munter sein. Man vermeide im Übrigen alle akustischen, visuellen oder körperlichen „Störfaktoren“ (Empfehlungen z.B. Handy und Telefon ausschalten, Fenster schließen, Blase entleeren).

1. Schritt: Entspannung

Ein vollkommen entspannter Körper ist für die Herbeiführung einer AKE sehr wichtig. Wenn man nicht entspannt ist, dann ist das eigene Bewusstsein zu sehr auf den Körper fixiert. Wie entspannt man den Körper?

Man entspannt den Körper Glied für Glied und arbeitet sich dabei von den Füßen zum Kopf hoch. Wenn man keine spezielle Entspannungstechnik beherrscht, empfiehlt Robert Peterson, jeden Muskel systematisch anzuspannen bis sich in ihm eine leichte Ermüdung einstellt um dann abrupt loszulassen. Dies soll man gegebenenfalls wiederholen. Wichtig ist, dass man um so entspannter ist, je weniger man seinen Körper „spürt“. Anschließend soll das Gesicht vollkommen entspannt werden. Eine Möglichkeit dazu funktioniert so, dass man mit geschlossenen Augen tiefer und tiefer in die Schwärze starrt, wobei man sehr langsam die Augenbrauen anspannen und die Augäpfel leicht nach oben rollen muss. Dies so lange bis die Augenbrauenmuskeln sehr müde werden. Dann soll die Anspannung gelockert werden und die Gesichtsmuskeln etwa 15 Sekunden entspannt werden. Das sollte etwa sechs bis sieben Mal wiederholt werden.

2. Schritt: Den Geist ruhig stellen und sammeln

Robert Peterson nennt fünf Schlüsselfaktoren um den Geist erfolgreich auf das Induzieren einer AKE auszurichten: geistige Verfassung, Realismus, Bewegung, Empfänglichkeit und Passivität.

a) Geistige Verfassung

Wenn man versucht, seinen Körper zu verlassen, ist die geistige Verfassung sehr wichtig. Sie sollte so sein, dass man ein stiller, vollkommen passiver und zielgerichteter Beobachter ist. In diesem Zustand geht der Geist nicht auf Wanderschaft, was sehr wichtig ist um Bilder längere Zeit zu visualisieren.

b) Realismus

Man sollte lernen, den eigenen Fokus auf den Bereich außerhalb des Körpers zu richten und zwar so intensiv, dass alles real wird. Man soll den Geist zu einem einzigen Bewusstseinsfaden bündeln.

c) Bewegung

Hiermit ist die Schwingungsbewegung gemeint, die man im eigenen Körper spürt. Man soll sich vorstellen, dass der eigene Körper sanft und gleichmäßig vor und zurück oder von links nach rechts schwingt. Dieses Pendelgefühl sollte man sich so lebhaft wie möglich vorstellen.

d) Aufnahmebereitschaft

Ein empfänglicher Geisteszustand ist wichtig, um die Schwingungen hervorzurufen oder zu induzieren.

e) Passivität

Je passiver man ist, um so leichter ist es einen AKE-Zustand zu erreichen. Man sollte, so verlockend das Verlangen auch ist, sich genau auf die Abläufe zu fokussieren, versuchen, zu einer Haltung zu gelangen, in der es einem völlig gleichgültig ist, was passieren wird.

Man muss unbedingt den Teil des Bewusstseins ausschalten, der ein Eigeninteresse am Geschehen hat. Man verlangsame den Gedankenstrom und versetze sich in einen passiven und empfänglichen Geisteszustand und reinige seinen Geist von allen Gedanken.

3. Schritt: An der Schwelle des Bewusstseins umherschweifen

Diesen Schritt kann man ganz kurz damit umreißen, dass man die Grenze zwischen Wachen und Schlafen erforschen soll. Es ist ein ganz bestimmter Grenzzustand, den es zu erreichen gilt. Dazu lässt man zunächst zu, dass man einschläft, sich dann aber wieder „fängt“ indem man sich selbst wieder weckt. Danach lässt man sich wieder in den Schlaf fallen und zwar ein wenig näher als vorher um sich anschließend wieder zu wecken. Das muss man mehrere Male tun, bis der Körper tief entspannt und der Geist in der oben beschriebenen „passiven“ Verfassung ist.

4. Schritt: Ein Objekt visualisieren

Dann visualisiere man einen kleinen Gegenstand, wie einen kleinen Würfel, der sich knapp zwei Meter vor bzw. über dem Gesicht befindet. Man visualisiere ihn so deutlich wie man es kann. Man soll erst fortsetzen man den visualisierten Gegenstand klar vor dem geistigen Auge sehen kann.

5. Schritt: Das Objekt ein wenig schaukeln lassen

Dann beginne man damit, das Objekt auf und ab zu bewegen, so dass es einem ein wenig näher zu kommen scheint und sich dann wieder in seine ursprüngliche Position zurückbewegt. Man visualisiere zunächst nur eine kaum nennenswerte Bewegung. Man halte jedoch das Objekt ständig in Schwung und lässt seine Bewegung nicht zum Stillstand kommen.

6. Schritt: Man steigere die Schaukelbewegung

Man vergrößert danach allmählich die Strecke, die das Objekt bei seinem Schwingen zurücklegt. Man lasse Objekt weiterhin auf sich zu- und dann wieder zurückschwingen, wobei es jedes Mal ein wenig näher kommt. Man achte darauf, dass die Visualisierung eine gewisse Perspektive und Tiefe hat. Jedes Mal, wenn das Objekt näher kommt, sollte es größer aussehen und jedes Mal wenn es vom Körper wegpendelt, sollte es kleiner wirken.

7. Schritt: Man schwinge gegenläufig zum Objekt

Man versuche, ein Gefühl aufzubringen, als würde man selbst in die dem Objekt entgegengesetzte Richtung wegpendeln. Man stelle sich vor, dass das Objekt eine starke Anziehungskraft ausübe, die das eigene Schwingen beeinflusst. Wenn das Objekt sich auf dich zubewegt, wirst du von ihm angezogen. Sobald es sich von dir entfernt, schwingst du in deine Ausgangsposition innerhalb deines Körpers zurück.

8. Schritt: Man „ergreife“ das Objekt und lasse sich von ihm herausziehen

Wenn das Objekt sehr lebhaft geworden ist und auf dich zuschwingt, „greife“ mit deinem Geist danach. Sobald das Objekt von dir wegpendelt, wird dein Bewusstsein ihm folgen und von deinem Körper abgezogen werden. An diesem Punkt ist man aus seinem Körper heraus. Man kann dann den reglosen Geisteszustand „loslassen“ und sein Bewusstsein ausdehnen. Man wird sich hellwach und munter fühlen. Nun steht es einem frei, die nichtphysische Welt zu erforschen.

Robert Peterson weist darauf hin, dass viel Zeit, Übung und Geduld nötig sind, um zu lernen, den Körper zu verlassen. Man soll keine Ergebnisse über Nacht erwarten. Wenn man allerdings die Schwelle überschritten hat, dann öffnet sich das Tor zu einer faszinierenden Erweiterung des Bewusstseins, welches man nie wieder schließen wird.

Praxis der außerkörperlichen Erfahrung – Originalseite von Robert Peterson


Der Test für die Unsterblichkeit

21. Juni 2008

Hast du dir schon mal die Frage gestellt, ob vielleicht doch noch etwas nach dem Tod existiert: Bewusstsein, Geist, Seele? Die Materialisten sagen, dass mit dem Tod des physischen Körpers auch das Bewusstsein stirbt. Der Schalter wird umgelegt und alles ist aus. Schlimme Vorstellung, nicht wahr?

Wer kennt die Wahrheit? „Von den Toten ist noch keiner zurückgekehrt, um zu erzählen wie das so ist mit dem Tod!“ Solche zynischen Sprüche kennen wir. Die Annahme, dass mit dem Tod des Körpers auch das Bewusstsein untergeht, basiert auf der These, dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind. Wenn ich jetzt sage, dass du den Beweis selbst finden kannst, dass dem nicht so ist, dann wird sich bei vielen eine Skepsis einstellen, welche sich bei manchen zum Mitleid mit dem armen Spinner steigern wird. OK, damit kann ich leben. Es gibt bereits eine Menschengruppe, welche meiner Behauptung, dass Körper und Geist (das Bewusstsein) nicht untrennbar miteinander verbunden sind, ohne weiteres folgen kann. Sie haben es bereits selbst erlebt. Sie wissen, dass der Tod nicht existiert. Sie haben die andere Seite gesehen. Es ist die Gruppe der Menschen, die ein Nahtoderlebnis hatten. Ich hatte bereits mit meinem Blogeintrag „Der Tod ist nicht das Ende.“  hierüber geschrieben. Es waren die Menschen, welche durch eine körperliche Grenzerfahrung auf Grund eines Unfalles oder einer Krankheit dem Tode sehr sehr nahe waren. Sie haben erlebt, dass das Ich-Bewusstsein weiter existiert, auch wenn der Körper auf dem OP-Tisch oder am Unfallort keine Lebensfunktionen mehr zeigt. Sie bekamen alles mit, die Handlungen der Ärzte, die Worte der Rettungskräfte, die Verzweiflung der Angehörigen.

 

Nun wird sich kaum jemand freiwillig in eine Todesnähe begeben, um für sich selbst den Beweis zu finden, dass Bewusstsein und Körper nicht untrennbar miteinander verbunden sind.

Es gibt eine Methode um das herauszufinden, ohne sein Leben zu riskieren. Bei manchen Menschen passiert sie auch rein „zufällig“. Es ist die sogenannte außerkörperliche Erfahrung (AKE) oder auch Out Of Body Expierence (OOBE). Wer eine AKE schon einmal erleben durfte, weiß wovon ich rede.

 

Was ist eine AKE und was passiert dabei? Um diese Frage zu beantworten, muss man erst einmal völlig von dem „Glauben abkommen“, dass es nur den sog. physischen Körper gäbe.

 

Die wichtigste Erkenntnis, welche zum Verstehen einer AKE gewonnen werden muss, ist, dass der Körper eines jeden Menschen von der sogenannten Aura umgeben wird. James van Praagh beschreibt die Aura in seinem Buch „Die Weite zwischen Himmel und Erde“ wie folgt: „Dieses unsichtbare Energiefeld besteht aus Schichten, die alle von der universellen Lebenskraft, die immer lebendig, aktiv und mit Bewusstsein erfüllt ist, gespeist werden. Stellen sie sich die Aura vor wie eine funkelnde Glasmuschel um Ihren Körper. Vom Moment der Empfängnis an bis zu dem Augenblick, da Ihre Seele sich vom physischen Körper löst, werden in der Aura sämtliche Gedanken, Gefühle, Worte und Taten Ihres Lebens gespeichert … Ihre Aura besteht aus Schichten oder „Körpern“. … Innerhalb dieser Schichten liegen die Energiemuster, die ihr körperliches, emotionales, geistiges und spirituelles Selbst formen.“

 

Bei einer AKE passiert es nun, dass sich die Aura vom Körper löst und – da das Bewusstsein in diesem unsichtbaren Energiefeld steckt – man sich selbst aus der Perspektive eines Beobachters wahrnimmt. Ich kann versichern, dass dies ein höchst faszinierendes Erlebnis ist. Man nimmt aus einer völlig anderen Perspektive seinen eigenen Körper war, als wenn es nicht der eigene wäre. Ich habe eine AKE erfahren dürfen, ohne  diese bewusst herbeigeführt zu haben. Ich schwebte (Mein Ich-Bewusstsein) über meinem Bett und ich sah auf mich herab. Ich war überrascht und völlig verblüfft. Ich dachte: „Das kann doch gar nicht sein!“ Ich hatte diese AKE zu einer Zeit, als ich noch fest auf einem „materiellen“ Standpunkt stand. Es gab für diese AKE keinen Anlass. Sie ist passiert, als ich mich nach einer ziemlich schlaflosen Nacht im Zustand zwischen erschöpfter Schläfrigkeit und einem noch restlichen Wachzustand befand. Irgendwann war ich kurz ohne Bewusstsein und fand mich dann plötzlich schwebend über mir selbst. Ich sah mich schlafend im Bett liegen. Es war nicht so, dass ich völlig losgelöst war. Mein „schwebendes Ich“ und meinen Körper verband noch etwas. Das Erlebnis dauerte nur wenige Sekunden. Denn als ich mir dieser Sache bewusst wurde, erschrak ich so sehr, dass es mich ganz schnell wieder zu meinem Körper zog. Ich schlug meine Augen auf und dachte: „Scheiße! Was war das?“

Ich kann den Skeptikern versichern; es war bestimmt kein Traum. Ich habe über dieses Erlebnis noch lange nachgedacht. Es hat sich fest in mein Bewusstsein eingebrannt. Für mich war es der Anlass für einen Paradigmawechsel.

 

Erst Jahre später stieß ich auf ein Buch, welches mir eine Erklärung auf dieses Phänomen gab. Robert Peterson beschreibt in seinem Buch „Praxis der außerkörperlichen Erfahrung“ wie er selbst zu seiner AKE kam und vor allem, mit welchen Techniken man sie herbeiführen kann.

 

Hierzu werde ich in einem der nächsten Blogeinträge ausführliche Erläuterungen geben.