Beseelung

29. November 2016
geburt-klein

Der beseelte Mensch kurz nach der Geburt

Ich verschiedenen Artikeln hatte ich mich bereits mit der Frage befasst: Was passiert, wenn der physische Körper stirbt? Meine Sicht der Dinge ergibt sich aus dem Lesen der vielen Bücher, die sich mit dem Phänomen Nahtod befassen und aus den Berichten von Bekannten und Freunden, welche bereits eines Nahtoderlebnis hatten. Viele Menschen mit einer derartigen Erfahrunge kommen über den Zustand der Außerkörperlichkeit hinaus. Die Außerkörperlichkeit  betrifft – wie es der Name schon sagt – das zeitweilige Verweilen des Ich-Bewusstseins außerhalb des physischen Körpers. Sie kann auch ohne eine Todesnäheerfahrung erreicht werden (das ist eine sogenannte Außerkörperliche Erfahrung). Bei der Nahtoderfahrung jedoch schwebt das Ich-Bewusstsein meist nicht nur über dem Körper, sondern wird mit nahezu magischer Kraft in einen Tunnel gezogen, an dessem Ende ein Licht leuchtet, das eine unwiderstehliche Anziehung auf den Betroffenen ausübt. Menschen mit einem solchen Tunnelerlebnis beschreiben selbiges mit signifikant ähnlichen Details. Allen gemein ist, dass das Licht am Ende des Tunnels eine allumfassende – mit Worten nicht beschreibbare Liebe – ausstrahlt, die es dem Betroffenen nahezu unmöglich macht, sich der hieraus entstehenden Anziehung bewusst zu verweigern. Viele schildern hierbei ein Gefühl des Erkennens und der Rückkehr in ein Gefilde, dass man als seine „Heimat“ wiedererkennt. So dann folgt ein kurzer Einblick in die „Heimat“ bisweilen das Gespräch mit vorverstorbenen Verwandten oder der Lebensrückblick vor einem Lichtwesen, während dessen das bisherige Leben vor dem Ich-Bewusstsein in wenigen Augenblicken „vorbeifliegt“. Zum Ende dieser Kontakte, wird dem Betroffenen eröffnet, dass er nicht verweilen darf, sondern ins Irdische zurückkehren muss, da noch eine Aufgabe zu erledigen ist. Die Betroffenen kehren in der Regel mit dem Gefühl zurück, dass sie im Diesseits nur eine zeitlich befristete Rolle zu spielen. Allen gemein ist die Sehnsucht nach der Heimat im Jenseits.
Soweit so gut. Aus diesen Erkenntnissen heraus ergibt sich jedoch die Frage: Was passiert eigentlich vor der Geburt eines Menschen? Wenn die Seele (das Ich-Bewusstsein) nach dem Tod des physischen Körpers in die Heimat zurückkehrt, dann muss es einst bei der Beseelung des kleinen Körpers im Mutterleib von dort gekommen sein. Warum aber kann man sich nicht an sein vorheriges Dasein im Jenseits erinnern? Weshalb ist man als Säugling im Zustand der Unbewusstheit? Um auf dieses Fragen zu antworten, habe ich mir eine fiktive Geschichte ausgedacht, welche hinsichtlich der wesentlichen Beschreibungen des Jenseits auf die Darstellungen des zwischenzeitlich verstorbenen Mediums Sylvia Brown zurückgehen. So könnte es im Jenseits aussehen. Viel Spaß beim Lesen …

Beseelung

Sie war bereit, ihre Heimat zu verlassen. Sie wartete am Ende des Wandelgangs, hoch oben auf dem Plateau der breiten Pyramidentreppe vor der hohen, goldenen Pforte, die das Innere der riesigen Gerechtigkeitshalle von den weiten Außenanlagen trennte. Sie betrachtete ihr Spiegelbild, das vom polierten Metall der hohen Tür reflektiert wurde. Ihr war bewusst, dass es nur die Illusion einer Reflexion war, da jeder Stein, jeder Baum, jeder Halm und jedes noch so kleine Ding in der Heimat aus purer Energie bestand und sich somit Farben, Formen und Dichtigkeiten jederzeit wandeln konnten. Sie selbst hatte sich für den feierlichen Anlass ein knielanges, indigoblaues Kleid aus hauchdünner Seide kreiert, dass ihre grazile, schlanke Figur gut zur Geltung brachte, ihre festen Brüste in leicht durchscheinenden Andeutungen offenbarte und perfekt zu ihren gleichfarbigen, leuchtenden Augen passte. Ihr hüftlanges, hellblondes Haar trug sie im klassischen Stile hochgesteckt, mit einem einfrisierten goldenen Diadem, das von zahlreichen Lapislazuli geziert wurde. Alles in allem war sie mit ihrem Aussehen sehr zufrieden, bis auf ihre Nase, die ihr in diesem Augenblick einmal wieder ein wenig zu stupsig erschien.

Nicht mehr lange, und sie wäre an der Reihe und würde die Gelegenheit haben, ihren Plan vor dem Hohen Rat zu verteidigen. Sie hatte ihren Entschluss gefasst, die nächste Reise anzutreten und keiner konnte sie mehr umstimmen. Zweifellos, ihre Heimat war so wunderschön und erfüllte sie unablässig mit dieser Allglückseligkeit, die man mit Worten nicht beschreiben konnte; dennoch war ihre Entscheidung endgültig. Es würde ihr schwerfallen, von hier fortzugehen, denn dieser Ort war unvergleichlich und vollkommen. Sein denkwürdigstes und schönstes Kennzeichen waren seine endlosen, sich weithin erstreckenden prachtvollen Gärten, die sie so sehr liebte. Sie waren zwischen den langen Wandelgängen angelegt, die die gewaltigen Gebäudekomplexe der Gerechtigkeitshalle, der Weisheitshalle und der Archivhalle miteinander verbanden. Soweit das Auge reichte, entfaltete sich dort in jeder Himmelsrichtung eine anmutige Fülle aus leuchtenden Blumen, plätschernden Bächen und rauschenden Wasserfällen, hohen Bäumen mit breiten Kronen, Moosteppichen und Farnen zwischen gepflasterten Wegen und hölzernen Brücken, ausgedehnten Wiesen und steinernen Obelisken, hinter denen sich die lichtumfluteten Kuppeln der majestätischen Triade hervortaten.

Noch heute morgen war sie in den Parks spazieren gegangen, hatte sich auf einer der kühlen, weißen Marmorbänke vor einem der schönen Springbrunnen mit den goldenen Wasserspeiern von Meerjungfrauen niedergelassen und den Augenblick in sich eingesogen. Vielleicht würde sie sich auf ihrer Reise an die Pracht und Lieblichkeit ihrer Heimat erinnern, vielleicht auch nicht. Sie hoffte jedenfalls, dass ihr ein Fünkchen Erinnerung blieb. Dieser Ort, der ihre Heimat war und es auch immer bleiben würde, war ein jedes Mal der Ausgangspunkt und das Ziel ihrer Reisen gewesen, von denen sie bereits die notwendige Anzahl hinter sich gebracht hatte, um den höchsten Grad der Weisheit zu erlangen. Sie müsste also gar nicht mehr fort von hier. Niemand könnte sie wegschicken, niemand ihr diesbezüglich Weisung erteilen. Die Gestandenen ihres neunten Hauses, die denselben hohen Grad wie sie innehatten, hatten mit Erstaunen reagiert, als sie ihnen von ihrer Absicht berichtete, dass sie nun eine weitere Reise unternehmen wollte. Wie kann man nur die Heimat verlassen und sich Unbewusstheit und Körperlichkeit freiwillig antun?

Vermutlich würden sie es nie verstehen, aber das rührte sie nicht. Es kam nur darauf an, dass der Hohe Rat ihren Entschluss und einen ihrer Reisepläne billigte. Vor sechs Mondzyklen hatte sie ihrer Seelenpartnerin ihre Absichten offenbart. Auch sie stammte aus dem neunten Haus. Sie kannten sich schon sehr lange, wenn man die Dauer dieser Bekanntschaft überhaupt in Zeiteinheiten messen konnte, denn so etwas wie Zeit existierte hier nicht. Sie ähnelten sich wie ein Ei dem Anderen und das nicht nur äußerlich sondern auch in ihren Neigungen und bei ihren Interessen. Nun, nach einer halben Ewigkeit gemeinsamer Zyklen würden sie für eine Weile durch die Existenz in unterschiedlichen Dimensionen getrennt sein. Nicht vollständig, denn ihre Seelenpartnerin würde ihr während eines Abschnittes ihrer Reise beistehen, die Verbindung zu ihr halten, ihr helfen und sie beraten. So war es vorgesehen. Ihre treue Freundin hatte ihre Entscheidung respektiert und sich auf ihre Bitte bereit erklärt, ihre Geistführerin zu sein. Jedoch mussten die geistigen Berater wechseln, weil auch die Lebensabschnitte mit ihren unterschiedlichen Anforderungen wechselten. Und so kam es, dass sie sich noch acht weitere geistige Berater erwählte, die alle aus ihrem Hause stammten.

Danach hatte sie sich für das Aufstellen ihres Reiseplanes neun Orientierungshelfer ausgesucht, wobei ein jeder dieser Helfer aus einem anderen Haus stammte, so dass in ihrer Planungsgruppe alle Häuser vertreten waren. So gab es das erste Haus der Anführer, das zweite Haus der Vermittler, das dritte Haus der Sprecher, das vierte Haus der Lehrer, das fünfte Haus der Abenteurer, das sechste Haus der Ernährer, das siebte Haus der Glaubenssucher, das achte Haus der Organisatoren und schließlich ihr eigenes: das neunte Haus der Menschenfreunde. Alle Orientierungshelfer waren Experten auf ihrem Gebiet und hatten bereits zahlreiche Reisen in die niederen Dimensionen hinter sich gebracht. In schier endlosen Zyklen diskutierten sie in einem kleinen Saal in der Gerechtigkeitshalle, umgeben von weißen Marmortischen und –bänken, unter Zuhilfename der verschiedensten visuellen Hilfsmittel, von Karten und zahllosen Büchern über den einen oder anderen Aspekt der jeweiligen Eigenschaft und Begabung, der in den Reiseplan aufzunehmen wäre. Jede Einzelheit war abzuwägen. Auf das Hauptthema ihrer Reise hatte sie sich schnell festgelegt. Da gab es für sie gar auch keinen Zweifel, war es doch der eigentliche Grund, warum sie die Reise in die niederen Dimensionen antreten wollte. Sie wollte die anspruchsvolle Schule des Lebens durchlaufen und dabei anderen Reisenden helfen, ihre eigenen Lebensprüfungen zu bestehen. So wurden für ihre Lebensreise auch die Täter und die Opfer ausgesucht, was nur durch Sichtung von unzähligen Bereitschaftserklärungen anderer Seelen erfolgen konnte, um diejenigen zu finden, die dem jeweiligen Zweck eines Lernprozesses am besten dienen konnten. Ihr war bewusst, dass die Freiwilligen, die sich als Täter zur Verfügung stellten, damit große Opfer brachten. Sie würden grausam sein, ihr physischen und psychischen Schmerz zufügen und sich damit selbst belasten. Sie würde durch die Grausamkeiten der Anderen mit der ganzen Härte des Lebens konfrontiert werden. Jedoch musste sie diese Unannehmlichkeiten, Gemeinheiten und Tragödien erleben, damit sie aus diesen Situationen lernen und durch die Art ihrer Bewältigung gestärkt aus ihnen hervor gehen könnte. All diese Erlebnisse würden ihr kostbare Erkenntnisse einbringen, die sie während ihres Daseins in der Heimat niemals gewinnen konnte. Natürlich würde es auch angenehme Abschnitte geben und ihr würden andere Reisende beistehen und ihr helfen, dieses harte Trainingslager des Lebens zu überstehen. Auch sie würde in mancher Hinsicht Täterin sein müssen, denn auch andere Reisende sollten durch ihre Handlungen lernen können. All das wurde vom Orientierungsteam abgewogen und diskutiert. Ihr Reiseplan musste überdies mit den Reiseplänen der Täter- und Opferseelen synchronisiert werden. Alle Lebensbegegnungen wurden akribisch genau geplant. Als es daran ging, die schwersten Schicksalsschläge zu bestimmen, traf sie auf den Widerstand ihrer Berater, denn in deren Augen schickte sie sich an, sich in einzelnen Etappen ihrer körperlichen Existenz zu viele Schwierigkeiten aufzubürden. So stritt sie mit ihnen auf ihre unvergleichlich galante Art und warf ihre Erfahrungen aus ihren früheren Reisen in die Waagschale. Zum Schluss gab es zwei Varianten ihres Reiseplanes. Als sie schließlich den blauen Kristallspeicher in den Händen hielt, der die kompletten Pläne enthielt, war sie erleichtert und stolz zugleich.

Das plötzliche Ächzen des schweren Metalls der hohen Pforte riss sie aus ihren Gedanken, als sich die Torflügel öffneten. Sogleich drang eine laute Aufforderung in ihr Bewusstsein. Es war der Herold des Hohen Rates, dessen Aufruf ihren Geist erreichte: Tritt ein, der Hohe Rat erwartet dich!

Der Aufforderung folgend, schritt sie zügig durch den hohen Eingang und vernahm, wie sich das goldene Tor mit einem lauten, metallischen Donnern hinter ihr schloss. Vor sich erblickte sie die hoch aufragende Statue der Muttergottheit Azna, welche aus purem Gold bestand. Die Bekleidung der Göttin war als Chiton ausgeführt, das an den Schultern und um die Knöchel als reich gefältelter dünner Stoff erschien, der so eng an ihrem Körper lag, dass ihre anmutigen Hüften und ihre vollen Brüste sich unter dem gerafften Stoff deutlich abzeichneten. In der Hand des nach oben angewinkelten rechten Arms hielt sie das Heft eines kunstvoll geschmiedeten Schwertes, dessen lange, nach links unten geneigte Klinge sie mit der Hand ihres abgewinkelten linken Arms vorsichtig umschloss. Lange, wallende Haare umschmeichelten ihr lächelndes Gesicht. Ihre Augen bestanden aus weißem Perlmutt, die darauf angebrachten Iriden aus grünen Smaragden, in deren Mitte Onyxe als Pupillen eingearbeitet waren. Die Göttin blickte sie mit solch durchdringender Intensität an, dass es ihr gerade so schien, als würde sie in ihr Innerstes schauen können. Sie passierte die riesige Skulptur, wobei es ihr klein wenig so vorkam, als würden deren Augen ihr folgen. Im Rücken der Statue tat sich die gewaltige Rotunde auf, über der eine riesige Kuppel thronte, durch deren weite Lichtöffnung das goldene Licht des Tages einfiel. Sie betrachtete die mächtigen weißen Marmorsäulen, die das eherne, gigantische Bauwerk in seinem Inneren stützten und betrat das Herzstück der Halle, eine gewaltige, geradezu heilig anrührende Arena. Auf den umlaufenden Rängen, die mit stuckverzierten, steinernen Brüstungen abgegrenzt waren und sich in vielen Stockwerken über ihr erhoben, hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden, um ihrer ehrwürdigen Bekundung beizuwohnen. Sie schritt auf einen schimmernden, u-förmigen Tisch zu, der aus edlem, weißen Marmor bestand.

An ihm saßen die Mitglieder des Hohen Rates auf großen Stühlen, die wegen ihrer prächtigen Schnitzereien und breiten Lehnen fast wie Throne wirkten. Hinter ihnen standen drei Dutzend goldbeflügelte Fürstentümer, deren erhabene Gesichter völlig regungslose Mienen zeigten.

Die Magister und Magisterinnen lächelten ihr aufmunternd zu, als sie sich vor ihnen platzierte. Aus reifen, aber völlig faltenlosen Gesichtern blickten sie achtzehn Augenpaare freundlich an. Die Frauen hatten lange, glatte, silberweiße Haare, die ihre unvergleichliche Anmut und Schönheit unterstrichen. Die Männer trugen ihr weißes Haar schulterlang und ihre silberweißen, langen Vollbärte erschienen wie Rangabzeichen ihrer Würde und Weisheit. Alle Ratsmitglieder waren in fließende, bodenlange, weise Gewänder gekleidet, welche von goldenen Rändern gesäumt wurden. Obwohl sie hinsichtlich der Kleidung und der Frisuren uniform wirkten, lagen in ihren Gesichtern sehr unterschiedliche Züge. Wie sie wusste, waren im Rat alle neun Häuser vertreten. Dies konnte sie auch daran erkennen, dass auf den hohen Rückenlehnen, die über ihre Köpfe hinausragten, die Zahlen der Häuser eingeschnitzt waren. An den äußeren Enden des u-förmigen Tisches saßen sich die zwei Ratsmitglieder aus dem ersten Haus gegenüber. Jeweils neben ihnen saßen die des Zweiten, dann die des Dritten und so weiter. So setzte sich die Sitzordnung bis zur Mitte des Tisches fort, wo schließlich der Magister und die Magisterin aus dem neunten Haus nebeneinander saßen.

Der neunte Magister schaute sie mit seinen warmen braunen Augen an und seine Stimme klang feierlich, als er sagte: „Kind Gottes, sag, was ist dein Begehr?“

Normalerweise war es nicht üblich, zu sprechen, denn man kommunizierte telepathisch, doch in Vorbereitung auf die Körperlichkeit gehörte es zur Zeremonie, dass man die astralen Stimmbänder benutzte.

Noch etwas unsicher, aber doch mit fester Stimme begann sie zu sprechen: „Hoher Rat, ich ersuche um die Genehmigung, in die körperliche Zelle zu transformieren und meine dreiundneunzigste Lebensreise anzutreten. Hier ist mein Reiseplan!“

Sie hob den rechten Arm und öffnete die Hand auf der der blaue Kristall lag. Der Magister nickte. Sogleich verschwand der Stein auf ihrer Hand und erschien einen Wimpernschlag später auf seiner. Er nahm ihn zwischen Daumen und Zeigefinger, hielt ihn prüfend vor die Augen und steckte ihn in eine Aussparung auf der Spitze einer goldenen Pyramide, die über einem marmornen Podest schwebte, das unmittelbar vor dem Tisch des Rates stand.

Der Visualisierer, dachte sie.

In die Seitenflächen der sich langsam drehenden Pyramide waren verschiedene Zeichen eingraviert. Sie erfasste einen stilisierten Baum, einen Sonnenkopf, einen Vollmond, der durch einen zunehmenden und einen abnehmenden Mond flankiert wurde, ein Pentagramm, ein Hexagramm, ein Auge, das über einem Dreieck stand und noch viele andere Insignien. Zwischen ihnen waren die verschiedensten Edelsteine eingelassen. Sie erkannte Obsidiane, Amethyste, Rubine, Tigeraugen, Türkise, Karneole, Citrine und Aventurine.

Jäh begann der Kristall zu leuchten. Ein gleißendes, helles Licht überflutete die Arena. Einen kurzen Moment war sie geblendet. Dann jedoch begann das Leuchten zu pulsieren und der Kristall warf Strahlen in den Raum, die holografische Visionen erzeugten. Gebannt starrten die Ratsmitglieder in die Flut der projizierten Bilder, welche mit so schneller Folge wechselten, dass die unzähligen Tages- und Nachtszenen der wiedergegebenen Lebensepisoden in ihren Augen ein permanentes Flackern widerspiegelten. Es dauerte nicht lange, da erlosch der Kristall wieder. Die Blicke der Ratsmitglieder richteten sich erneut auf sie und sie spürte, dass sie eindringlich gemustert wurde. Während auf einigen Gesichtern ungläubiges Staunen lag, zeigten andere ein verständnisvolles Lächeln.

Die Magisterin aus dem ersten Haus warf ihr einen vieldeutigen Blick zu und ergriff als Erste das Wort: „Sag, weshalb willst du dich freiwillig in die Begrenztheit der menschlichen Zelle transformieren lassen? Du musst das nicht tun, denn du hast bereits den höchsten Grad!“

Sie hatte schon geahnt, dass diese Frage gestellt würde und so hatte sie sich bereits eine Antwort zurechtgelegt. „Vielleicht wirst du es nicht verstehen, aber ich möchte wieder einmal das Gefühl erleben, mit echten Füßen über eine Wiese zu laufen. Ich sehne mich nach einer direkten Verbindung zu Gaia, einer Empfindung die ich auf meinen früheren Reisen so sehr genossen habe. Und …“, sie hielt kurz inne, „ … dann ist da noch das unbändige Verlangen nach körperlichen Umarmungen.“

Die Magisterin zog eine Augenbraue hoch. „Körperliche Umarmungen? Aber sind es nicht die energetischen Verschmelzungen, die dir in jeder Hinsicht Erfüllung bringen? Du hast doch bestimmt einen Seelenpartner, mit dem du dich schon einmal vereinigt hast?“

„Oh ja, die Verschmelzungen mit meiner Seelenpartnerin waren immer wundervoll und unvergleichlich, aber mit einem richtigen Körper einen anderen Menschen zu spüren, das ist doch etwas ganz anderes. Eine körperliche Umarmung war für mich immer ein fantastischer Moment. In ihm vereinigen sich die Freude, wenn man sich begrüßt, der Schmerz, wenn man sich trennt und die Liebe, wenn man sich begehrt.“

Der Magister aus dem siebten Haus nickte bestätigend. „Weise gesprochen! Das kann ich sehr gut nachvollziehen! Von mir aus sei es dir gewährt, in den von dir erwählten Körper zu gehen. Erklär mir aber, warum hast du uns zwei Lebenspläne vorgelegt?“

Sie stieß einen leisen Seufzer aus. „Nun, ich hätte es gerne vermieden, euch zwei Pläne vorzulegen, aber meine Berater meinten, dass mein erster Plan nicht umsetzbar sei. Er bürge die Gefahr in sich, dass ich in den niederen Dimensionen Schaden nehmen könnte, weil mein Körper die Prüfungen, die ich mir selbst stellen will, nicht überstehen würde. Daher ward ein zweiter Plan aufgestellt, den ich allerdings nicht bevorzuge.“

Die Magisterin aus dem sechsten Haus ergriff das Wort. „Mir scheint, als wären beide Pläne eine Spur zu ehrgeizig. Der Erste ist ganz und gar nicht akzeptabel. Dein Körper wird an den Entbehrungen, die du dir darin auferlegen möchtest, zerbrechen, mögen sie auch zu tiefgreifenden Erfahrungen führen. Es nützt dir nichts, wenn dein Geist in den niederen Dimensionen hängenbleibt, weil du deinen Körper wegen der selbst auferlegten Pein vorzeitig zerstören wirst. Dir ist doch bewusst, was passiert, wenn du dich selbst richten würdest?“

Als sie die Worte der Magisterin vernahm, legte sie die Stirn in Falten. „Nun ja, das schon, hohe Magisterin! Aber ich würde doch niemals Hand an meinen selbst erwählten Körper legen! Nicht jedenfalls so, dass ich ihm damit sämtliche Lebensenergie entziehe. Ich denke, der Plan ist trotz all der schwierig erscheinenden Lebensprüfungen durchführbar! Mein Lohn wären unvergleichliche Erfahrungen!“

Die Magisterin schüttelte den Kopf. „Deine Absichten mögen ehrenhaft sein, aber wenn du erst einmal das Tor der Unbewusstheit passiert hast, wirst du dich an deine Worte nicht mehr erinnern können!“

Nun ergriff der Magister aus dem dritten Haus das Wort. „Hohe Schwester, ich kann deine Bedenken durchaus verstehen, aber entspricht es nicht dem ewigen Gesetz allen Seins, dass sich ein Jeder sein Schicksal selbst wählen kann?“

Während auf diese Worte einige Ratsmitglieder zustimmend nickten, schüttelten andere stirnrunzelnd die Köpfe. Jeder schien nun etwas sagen zu wollen.

Die Magisterin aus dem achten Haus rief: „Das Seelenheil eines Reisenden steht über seiner Freiheit, sich sein Schicksal selbst auszuwählen!“

Der Magister aus dem vierten Haus erwiderte kopfschüttelnd: „Zum Seelenheil gehören zweifellos die Einsichten, welche während einer Lebensreise gewonnen werden und es ist uns grundsätzlich entzogen, die Kinder Gottes von solchen Erfahrungen fernzuhalten!“

Als sich nun ein Raunen unter den Besuchern auf den Rängen erhob, stand der Magister des neunten Hauses auf und hob beschwichtigend die Hände. „Brüder, Schwestern, so kommen wir nicht weiter. Ich schlage vor, dass wir uns eine Weile in die Archivhalle zurückziehen, um dort nach vergleichbaren Fällen zu suchen und unter Betrachtung dieser Recherchen, über die vorgelegten Lebenspläne zu beraten.“

Mit einem einhelligen Nicken bekundeten die Ratsmitglieder ihre Zustimmung.

Mit einem freundlichen Lächeln wandte er sich nun zu ihr um: „Wir werden dich rufen lassen, wenn wir zu einer Entscheidung gekommen sind.“

***

Die Dämmerung war angebrochen und die Sonne gab dem hohen Berghorizont hinter der Schattensilhouette der mächtigen Kuppeltriade ein purpurnes Rendezvous, als sie den vereinbarten Treffpunkt im Park neben dem Springbrunnen der Meerjungfrauen erreichte.

Ihre Seelenpartnerin wartete bereits und winkte ihr, da sie wusste, dass der Hohe Rat eine Entscheidung getroffen hatte, aufgeregt zu. Ein Schwall von Worten drang in ihr Bewusstsein. Da bist du ja endlich! Das hat aber gedauert! Wie war es? Wann geht es los?

Sie lächelte vieldeutig und hob ihre flachen Hände vor die Brust. Ihre liebe Freundin verstand sofort, und legte ihre Hände an. Umgehend verloren ihre astralen Leiber den Schein von Körperlichkeit, wurden durchsichtig und leuchteten wie Nebelschleier im Mondlicht. Die eben noch präsenten Konturen ihrer Körperformen transformierten zu zwei strahlenden Lichtbällen aus purer Energie, die miteinander verschmolzen und Eins wurden. Eine Weile fühlten sie sich zeitlos treibend als untrennbareres Ganzes, in welchem ihre verbundenen Seelen vor lauter Glückseligkeit frenetisch tanzten. Nur wenige Augenblicke, und die gleißende Kugel teilte sich wieder in zwei Lichtbälle, die zusehends die alten Konturen annahmen, in welche sofort die Farben und Formen ihrer astralen Körperlichkeit zurückkehrten. Als wäre nichts geschehen, standen sie sich wieder gegenüber und schauten sich mit leuchtenden Augen an.

Ihrer Seelenpartnerin stand die Überraschung deutlich ins Gesicht geschrieben. Grundgütiger, sie stellen dir tatsächlich jemanden zur Seite, der dir hilft, deine schweren Schicksalsprüfungen zu bestehen?

Gleichwohl es mehr eine Feststellung als eine Frage war, antwortete sie: Ja! Er wird mir beistehen und mich von meiner Unbewusstheit befreien. Sein Plan wurde an meinen angepasst. Das ist eine akzeptable Konstellation. Die Hauptsache ist doch, dass mein erster Plan bestätigt wurde.

Naja, ein paar Änderungen haben sie ja doch vorgenommen!, erwiderte ihre Freundin.

Nun gut, damit bin ich einverstanden, denn der Plan bleibt sehr anspruchsvoll und ich werde auf der Reise viele neue tiefgreifende Erkenntnisse gewinnen.

Ihre Seelenpartnerin warf ihr einen gedankenvollen Blick zu. Was ich da während unserer Vereinigung gesehen habe, war sehr ergreifend und teilweise sogar erschreckend? Willst du das wirklich?

Fast unmerklich zuckte sie mit den Schultern, dann erwiderte sie: Wie heißt es in einer alten Weisheit so schön: Die süßesten Früchte hängen ganz oben am Baum!

 

***

 

Die Türme waren zwei riesige, monolithisch wirkende Bauwerke, deren Pracht manche Bewohner der Heimat gar über die Vollkommenheit der Hallen der Triade stellten. Die massiven Fassaden der Türme bestanden aus blauem Glas, über welche unaufhörlich Wasser rieselte. Es legte einen so feinen Sprühnebel über dem angrenzenden Jasminwald ab, dass die starke Lichtbrechung einen leuchtenden Regenbogen schuf, der dem Besucher beständig den Weg zu den ehernen Toren wies.

Das Bild dieses ekstatischen Lichtspiels noch vor Augen, lag sie nun in einer gläsernen Transformationsröhre in einem der Abreiseräume im Inneren der Türme. Als sie der zurückliegenden Momente gedachte, fühlte sie einen gewissen Zwiespalt. Dieses Gefühl, es war eine merkwürdige Mischung aus Zuversicht und Wehmut. Ihr Abschied von ihren lieben Freunden schnitt tiefer als ein Messer. Ihre letzte Vereinigung mit ihrer Seelenfreundin war so wundervoll und voller Glückseligkeit, was es ihr nur noch schwerer gemacht hatte, sich von ihr zu trennen. Auch die Gewissheit, dass sie sich wiedersehen würden, hatte sie dabei kaum trösten können. Gleichwohl ihr bewusst war, dass ihre Reise, gemessen an der Ewigkeit, nur ein kurzer Ausflug in die niederen Dimensionen war, fiel das Loslassen ihrer Heimat unsagbar schwer.

Unvermittelt wurde sie aus ihren Gedanken gerissen, als der Takter zu pendeln begann. Wie sie wusste, synchronisierte das Ding die Energiekanäle der verschiedenen Dimensionen und schuf im richtigen Augenblick den Tunnel, der sie in die irdische Matrix brachte. Gleich würde der Abstieg in den Schoß jener Mutter beginnen, die sie sich auserwählt hatte und ihr Geist würde das Tor der Unbewusstheit durchschreiten. Während sie den Taktschlägen lauschte, liefen vor ihrem geistigen Auge noch einmal Bilder ihrer Heimat vorbei. In ihrer Erinnerung sah sie die schönen Gärten und Parks, die prachtvollen Tempel und Hallen, die belebten Straßen und Plätze, sah deren glückliche Bewohner und die Allmacht Gottes. Wie lange noch würde sie sich dieser Vollkommenheit bewusst sein? Würde sie sich während ihrer Reise überhaupt jemals daran erinnern?

Einstweilen schlug das Pendel des Takters immer weiter aus und erhöhte zusehends seine Geschwindigkeit. Schneller und schneller wurde das Ding, sein Schlagen immer lauter.

Tack. Tack. Tack. Tack. Tack. Tack. Tack. Tack.

Dann blieb es plötzlich stehen. Unvermittelt begann die gläserne Transformationsröhre zu erstrahlen. Sogleich verschwand die Umgebung der Kammer hinter dem gleißenden Licht. Zu ihren Füßen tat sich ein Tunnel auf, in dessen Inneres nun das Licht der Röhre strahlte, jedoch nicht weit genug um an sein fernes Ende zu gelangen. Dort gähnte nur ein kleines schwarzes Loch. Noch ehe sie darüber nachdenken konnte, wurde sie in den Tunnel gezogen. In rasendem Tempo bewegte sie sich auf das schwarze Loch zu. Schnell kam es näher, viel zu schnell. Je näher es kam, umso stärker schwanden ihre Sinne. Dann verschluckte es sie und mit ihrem letzten Funken Bewusstheit spürte sie, dass sie in die Enge eines kleinen Körpers fuhr. Als die wohlige Wärme in der Dunkelheit sie schließlich einlullte, war sie fortan eine Gefangene der Zeit.

Collage: Jens Vogler

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Vision Blue – Befreie dein Denken – das Buch

10. Juni 2014

Cover-kleinNun bin ich offiziell unter die Autoren gegangen. Mein Buch: Vision Blue – Befreie dein Denken – Erkenntnisse über „Unmöglichkeiten“ ist erschienen. Das Buch behandelt viele Themen der Ursprungszeit des Blogs von 2006 bis 2011 (in Teilen bis heute). Es ist meine Sicht der Dinge, die vielen Lesern einen neuen, außergewöhnlichen Wissenstand vermitteln können. Mit vielen persönlichen Erlebnissen gespickt, verschafft das Buch eine Handlungsanleitung, die eigene „Denkbox“ zu erkennen und zu verlassen. Für die kompliziertesten Probleme, selbst bei „unheilbaren“ Erkrankungen, existieren Auswege, die vielen Menschen gar nicht bekannt sind. Insgesamt 112 Seiten (effektiv) mit 114 Fußnoten und zahlreichen Quellenangaben stellen einen umfangreichen Fundus dar, durch den ich meine Aussagen erläutere und untersetze. Daher kann jeder Leser die Inhalte durch die Quellenangaben auch sehr gut nachprüfen. Die 112 Inhaltsseiten enthalten jeweils 42 Zeilen, was gegenüber dem normalen Paperback-Format mit 32 Zeilen pro Seite eine komprimiertere Darstellung bedeutet, so dass es sich eigentlich um ein 150 Seiten Buch handelt. Das Buch hat mit 19,80 EUR seinen Preis (vom Verlag festgelegt), der aber gemessen am Inhalt als „gut investiert“ erscheinen wird. Das Buch wird nur auf Bestellung innerhalb weniger Stunden gedruckt, so dass gewährleistet ist, dass hier kein Papier für Bücher „auf Halde“ verbraucht wird. Da ich nun auf eine Buch-Publikation verweisen kann, darf ich mich nun auch Buchautor nennen.

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Kapitel 1 – Was ist eine Denkbox?
Kapitel 2 – Der Tod ist nicht das Ende
Kapitel 3 – Der Plan des Lebens
Kapitel 4 – Erkennen und Loslassen
Kapitel 5 – Die Kraft der Gedanken
Kapitel 6 – Klartraum – Die Freude am Träumen
Kapitel 7 – Der Test für die Unsterblichkeit
Kapitel 8 – Die Lebensenergie als Quelle des Seins (Leseprobe)
Kapitel 9 – Heilung ist möglich
Nachwort

ISBN-13: 978-3-8417-7261-9
ISBN-10: 3841772617
EAN: 9783841772619
Buchsprache: Deutsch
Klappentext:
Im Jahre 1997 bewegt ein Ereignis die Welt. Prinzessin Diana stirbt bei einem mysteriösen Verkehrsunfall in Paris. In der Nacht zum 31. August 1997 schreckt ein Mann aus einem Traum hoch. In diesem Traum flüchtet die Prinzessin in einem Bürogebäude vor dunklen Verfolgern, stürzt sich aus der obersten Etage und kommt durch den Aufprall am Fuße des Hauses zu Tode. Zeitgleich zum realen Geschehen im 900 km entfernten Paris sah der Mann Dianas Tod. Für diese Erfahrung konnte er keine logische Erklärung finden; jedoch war sie real. Hirngespinst? Einbildung? Nein! Mit diesem Erlebnis öffnete sich für den Mann eine Tür, die ihm den Zugang zu neuen Bewusstseinsdimensionen verschaffte, seine “Denkbox” aufbrach und ihn die Welt mit anderen Augen sehen ließ. So erfuhr er, dass der Tod nicht das Ende ist, das Leben nach einem Plan verläuft, bloße Gedanken Realität erschaffen, Träume mehr als Schäume sind, der Geist nicht an den Körper gebunden ist und viele “unheilbare” Krankheiten geheilt werden können. Das vorliegende Buch ist ein Ausfluss der Erkenntnisse dieses Mannes. Sie werden gemeinhin als “Unmöglichkeiten” angesehen und können dein Denken in seinen Grundfesten erschüttern.
Verlag: Bloggingbooks
Webseite: http://www.bloggingbooks.de
von (Autor): Jens Vogler
Seitenanzahl: 124
Veröffentlicht am: 10.06.2014
Kategorie: Lebensführung, Persönliche Entwicklung
Preis: 19,80 €
Stichworte: Bewusstsein, Heilung, Rollenspiele, Lebensplan, Klartraum,
Außerkörperliche Erfahrung, Krankheit, Denkbox, Nahtoderlebnis

Hier kannst du es bestellen: www.morebooks.de und Amazon.de


Der Plan des Lebens

18. September 2011
Filmplakat "Der Plan" von Universal Pictures

Filmplakat „Der Plan“ von Universal Pictures

Stell dir vor, dein Leben läuft nach einem Drehbuch wie ein Film ab. Du bist wie ein Schauspieler, aber im Gegensatz zu denen, die sich vor der Kamera in bestimmten Posen postieren und vorgebene Sätze herplappern, bist du dir gar nicht darüber bewusst, dass dein Leben nach einem Drehbuch läuft. Hast du nicht manchmal auch das Gefühl, dass alles schief läuft, wenn du etwas Bestimmtes willst und dann wieder alles wie von selbst geht, wenn du dich anders entscheidest? Ist es dir schon mal passiert, dass du deinen Autoschlüssel vermisst hast, du fluchend überall suchtest, unter dem Bett, im Kleiderschrank und ihn dann an einer Stelle fandest, wo du schon gesucht hattest und wo man ihn hätte gar nicht übersehen können? Du kamst natürlich zu spät, und das wurde noch schlimmer weil die Straße gesperrt war. Und dann erfuhrst du, dass just zu der Zeit, wenn du wie immer am Morgen an der Stelle am Ortsausgangsschild vorbeigefahren warst, genau dort ein schlimmer Verkehrsunfall passiert war. Ein wirklich schlimmer Unfall mit vielen Toten. Und in diesem Augenblick läuft es dir kalt den Rücken runter! Zufall? Glück? Mitnichten! Tief in deinem Inneren weist du, dass das kein Zufall war. Aber du glaubst doch an diese Dinge nicht! Du bist Realist! Und doch war der Autoschlüssel zunächst wie vom Erdboden verschluckt und lag dann unübersehbar plötzlich auf dem Boden im Flur. Da du allein lebst und auch kein Haustier ala Katze oder Hund hälst, konnte auch niemand das verdammte Ding weggelegt haben. Was also um alles in der Welt war da passiert?

Ich sage es dir … es stand nicht in deinem Plan, dass du an diesem Tag sterben solltest. Da du sonst immer pedantisch exakt zur selben Zeit die selbe Stelle passiertest und dies heute wieder passiert wäre, musste etwas geschehen, was dich aus deinem Zeitplan brachte. Tja, bleibt da nur der „Trick“ mit dem Autoschlüssel! Wie geht das? Ach komm schon … es war alles nur Einbildung und du hast das Ding schlichtweg übersehen! Okay … sei es so, du sollst ja auch gar nicht mitbekommen, dass da im Hintergrund immer ein paar Helfer wirken, die du vor dem Eintritt in dieses Leben selbst beauftragt hattest.

Neulich kaufte ich mir eine DVD die den Titel „Der Plan“ trägt. Hauptdarsteller ist Matt Damon, der den jungen aufstrebenden Politiker David Norris spielt, welcher für einen Senatssitz des Staates New York kandidiert. David lag in den Umfragen deutlich vor seinem Gegenkandidaten, als ihm am Wahltag eine Schlagzeile und ein Foto in der New York Post zum Verhängnis wurde, die ein großes Bild seines nackten Hintern zeigte, welches bei einer Junggesellenparty mit Freunden aufgenommen worden war. David verliert die Wahl. Als er auf der Herrentoilette noch mal seine Rede durchgeht, mit welcher er vor seinen Anhängern seine Niederlage eingestehen wollte, trifft er eine schöne, unbekannte Frau. Es funkt sofort und sie gibt ihm mehrere Ratschläge und inspiriert ihn zu einer Rede, die als seine beste Rede durch die Medien geht. Nun, sein Treffen mit jener Frau namens Elise war kein Zufall sondern stand im Plan seines Lebens, denn sie brachte ihn wieder auf Kurs, bei der nächsten Wahl wieder zu kandidieren. Nicht im Plan stand, dass sich David und Elise wiedersehen sollten oder sich gar verlieben. Als dies dennoch passierte, sahen sich seltsame Männer mit dunklen Anzügen und Hüten, welche sich als Beobachter im Hintergrund gehalten hatten, genötigt, einzugreifen. Sie kidnappten David und informierten ihn darüber, dass er sich an den Plan halten muss, den der „Vorsitzende“ für ihn geschrieben habe, in welchem Elise  nach dem Treffen auf der Herrentoilette des Hotels nicht mehr vorkommen würde. David bekommt die Information, dass er nicht frei über sein Leben bestimmen könne, denn wenn seine Entscheidungen dazu führten, dass vom Plan abgewichen würde, müssten die Männer von der „Planbehörde“ eingreifen. Natürlich findet sich David nicht damit ab, dass er die Liebe seines Lebens vergessen soll und macht sich planwidrig auf die Suche nach Elise. Ich möchte den Film hier nicht weiter auswalzen … nur soweit sei verraten, es gibt ein Happyend. Ein sehenswerter Film den du hier kaufen kannst.

Ausgehend von diesem durchaus interessanten Hollywoodstreifen stellt sich die Frage: Bestimmen wir frei über unser Leben oder ist dies nur eine Fiktion? Du wirst sofort denken: „Natürlich bin Herr meiner Entscheidungen und bestimme alles selbst!“ Jedoch deuten einige Umstände darauf hin, dass dem nicht ganz so ist. In meinem früheren Artikel „Der Lebensplan und die Gegensätzlichkeit“ hatte ich bereits ausgeführt, dass wir nichts realisieren können, was nicht in unserem Lebensplan steht. Und im Gegensatz zu dem Film „Der Plan“ hat nicht irgendein Vorsitzender den Plan geschrieben, sondern wir selbst haben vor unserer Inkarnation in unseren jetzigen Körper dies getan. Was dabei geschieht, und warum das so ist, hat Jonathan Klar in einem Prolog zu seinem Roman  „Regenbogenkönigin“ plastisch dargestellt:

„Nicht mehr lange, und sie wäre an der Reihe und würde die Gelegenheit haben, ihren Plan vor dem Hohen Rat zu verteidigen. Sie hatte ihren Entschluss gefasst, die nächste Reise anzutreten und keiner konnte sie mehr umstimmen … Vielleicht würde sie sich auf ihrer Reise an die Pracht und Lieblichkeit ihrer Heimat erinnern, vielleicht auch nicht. Sie hoffte jedenfalls, dass ihr ein Fünkchen Erinnerung blieb. Dieser Ort, der ihre Heimat war und es auch immer bleiben würde, war ein jedes Mal der Ausgangspunkt und das Ziel ihrer Reisen gewesen, von denen sie bereits die notwendige Anzahl hinter sich gebracht hatte, um den höchsten Grad der Weisheit zu erlangen. Sie müsste also gar nicht mehr fort von hier. Niemand könnte sie wegschicken, niemand ihr diesbezüglich Weisung erteilen. Die Gestandenen ihres neunten Hauses, die denselben hohen Grad wie sie innehatten, hatten mit Erstaunen reagiert, als sie ihnen von ihrer Absicht berichtete, dass sie nun eine weitere Reise unternehmen wollte. Wie kann man nur die Heimat verlassen und sich Unbewusstheit und Körperlichkeit freiwillig antun?
Vermutlich würden sie es nie verstehen, aber das rührte sie nicht. Es kam nur darauf an, dass der Hohe Rat ihren Entschluss und einen ihrer Reisepläne billigte. Vor sechs Mondzyklen hatte sie ihrer Seelenpartnerin ihre Absichten offenbart. Auch sie stammte aus dem neunten Haus. Sie kannten sich schon sehr lange, wenn man die Dauer dieser Bekanntschaft überhaupt in Zeiteinheiten messen konnte, denn so etwas wie Zeit existierte hier nicht. Sie ähnelten sich wie ein Ei dem Anderen und das nicht nur äußerlich sondern auch in ihren Neigungen und bei ihren Interessen. Nun, nach einer halben Ewigkeit gemeinsamer Zyklen würden sie für eine Weile durch die Existenz in unterschiedlichen Dimensionen getrennt sein. Nicht vollständig, denn ihre Seelenpartnerin würde ihr während eines Abschnittes ihrer Reise beistehen, die Verbindung zu ihr halten, ihr helfen und sie beraten. So war es vorgesehen. Ihre treue Freundin hatte ihre Entscheidung respektiert und sich auf ihre Bitte bereit erklärt, ihre Geistführerin zu sein. Jedoch mussten die geistigen Berater wechseln, weil auch die Lebensabschnitte mit ihren unterschiedlichen Anforderungen wechselten. Und so kam es, dass sie sich noch acht weitere geistige Berater erwählte, die alle aus ihrem Hause stammten.

Danach hatte sie sich für das Aufstellen ihres Reiseplanes neun Orientierungshelfer ausgesucht, wobei ein jeder dieser Helfer aus einem anderen Haus stammte, so dass in ihrer Planungsgruppe alle Häuser vertreten waren. So gab es das erste Haus der Anführer, das zweite Haus der Vermittler, das dritte Haus der Sprecher, das vierte Haus der Lehrer, das fünfte Haus der Abenteurer, das sechste Haus der Ernährer, das siebte Haus der Glaubenssucher, das achte Haus der Organisatoren und schließlich ihr eigenes: das neunte Haus der Menschenfreunde. Alle Orientierungshelfer waren Experten auf ihrem Gebiet und hatten bereits zahlreiche Reisen in die niederen Dimensionen hinter sich gebracht. In schier endlosen Zyklen diskutierten sie in einem kleinen Saal in der Gerechtigkeitshalle, umgeben von weißen Marmortischen und –bänken, unter Zuhilfename der verschiedensten visuellen Hilfsmittel, von Karten und zahllosen Büchern über den einen oder anderen Aspekt der jeweiligen Eigenschaft und Begabung, der in den Reiseplan aufzunehmen wäre. Jede Einzelheit war abzuwägen. Auf das Hauptthema ihrer Reise hatte sie sich schnell festgelegt. Da gab es für sie gar auch keinen Zweifel, war es doch der eigentliche Grund, warum sie die Reise in die niederen Dimensionen antreten wollte. Sie wollte die anspruchsvolle Schule des Lebens durchlaufen und dabei anderen Reisenden helfen, ihre eigenen Lebensprüfungen zu bestehen. So wurden für ihre Lebensreise auch die Täter und die Opfer ausgesucht, was nur durch Sichtung von unzähligen Bereitschaftserklärungen anderer Seelen erfolgen konnte, um diejenigen zu finden, die dem jeweiligen Zweck eines Lernprozesses am besten dienen konnten. Ihr war bewusst, dass die Freiwilligen, die sich als Täter zur Verfügung stellten, damit große Opfer brachten. Sie würden grausam sein, ihr physischen und psychischen Schmerz zufügen und sich damit selbst belasten. Sie würde durch die Grausamkeiten der Anderen mit der ganzen Härte des Lebens konfrontiert werden. Jedoch musste sie diese Unannehmlichkeiten, Gemeinheiten und Tragödien erleben, damit sie aus diesen Situationen lernen und durch die Art ihrer Bewältigung gestärkt aus ihnen hervor gehen könnte. All diese Erlebnisse würden ihr kostbare Erkenntnisse einbringen, die sie während ihres Daseins in der Heimat niemals gewinnen konnte. Natürlich würde es auch angenehme Abschnitte geben und ihr würden andere Reisende beistehen und ihr helfen, dieses harte Trainingslager des Lebens zu überstehen. Auch sie würde in mancher Hinsicht Täterin sein müssen, denn auch andere Reisende sollten durch ihre Handlungen lernen können. All das wurde vom Orientierungsteam abgewogen und diskutiert. Ihr Reiseplan musste überdies mit den Reiseplänen der Täter- und Opferseelen synchronisiert werden. Alle Lebensbegegnungen wurden akribisch genau geplant. Als es daran ging, die schwersten Schicksalsschläge zu bestimmen, traf sie auf den Widerstand ihrer Berater, denn in deren Augen schickte sie sich an, sich in einzelnen Etappen ihrer körperlichen Existenz zu viele Schwierigkeiten aufzubürden. So stritt sie mit ihnen auf ihre unvergleichlich galante Art und warf ihre Erfahrungen aus ihren früheren Reisen in die Waagschale. Zum Schluss gab es zwei Varianten ihres Reiseplanes. Als sie schließlich den blauen Kristallspeicher in den Händen hielt, der die kompletten Pläne enthielt, war sie erleichtert und stolz zugleich.

Nun dieser Auszug aus der Geschichte ist genauso fiktiv wie die Handlung des Films „Der Plan“. Wie also komme ich zu der Behauptung, dass es einen Lebensplan gäbe?

Hierzu gab mir wieder einmal ein Umstand Hinweise, der wohl in meinem Plan stand, durfte ich doch dem Vortrag einer Frau lauschen, die dem interessierten Zuhörerkreis von den Palmblattbibliotheken in Indien erzählte. Sie einst auf Grund einer Fernsehsendung, in der über das Rätsel der Schicksalsaufzeichnungen auf Palmblättern berichtet worden war, in den frühen 90er Jahren nach Indien geflogen. Nachdem sie trotz all ihrer Skepsis erleben musste, dass alles, was in ihren Palmblättern stand, zutraf und auch alle Zukunftsaussagen mit der Präzision eines Uhrwerkes eintrafen, begann sie, sich ganz und gar dem Phänomen der Palmblattbibliotheken zu widmen.  Diese Frau heißt Annett Friedrich und organisiert heute sehr erfolgreich mit ihrem kleinen Reisebüro „Zeitreisen“ Flugreisen nach Indien zu den Palmblattbibliotheken.

Was aber ist das für ein Phänomen? Rudi Berner beschreibt es in seinem Buch „Auf ein Wort“ wie folgt:

Den dahingehenden Beweis, was Ihre persönliche Zukunft und Ihre bisher durchlebte Vergangenheit anbelangt,  finden Sie in Indien – in einer Palmblattbibliothek.
Vor 7.000 Jahren hat sich in Indien eine Gruppe seltsamer spiritueller Gestalten, die „Rishis“ genannt werden, anein ganz besonderes Werk gemacht. Die Rishis waren in der Lage, die Zukunft einzusehen, und sie haben diese Fähigkeit dazu benutzt, um das Leben von mehreren Millionen Menschen, die einst in der Zukunft (also zum Beispiel jetzt) leben werden, und die (gemäß dem vorbestimmten Lauf des Geschehens) den Weg in eine Palmblattbibliothek finden, schriftlich zu dokumentieren. Das heißt im Klartext: vor 7.000 Jahren wurde Ihr persönliches Leben mühsam in ein Palmblatt eingeritzt, und selbiges in einer Palmblattbibliothek in Indien archiviert. Aber, wie bereits aufgezeigt, nur dann, wenn Sie es in Ihrem Leben zustande bringen, so eine Palmblattbibliothek aufzusuchen. Klingt unglaublich nicht wahr? – Ist aber so! Da die Rishis in die Zukunft blicken konnten, wussten sie auch genau, wer, wann, welche Palmblattbibliothek aufsuchen wird, und ausschließlich deren Lebensläufe haben sie aufgezeichnet. Die Millionen von Lebensläufen sind wiederum in Millionen von getrockneten Stechpalmblättern eingeritzt, und zwar in der indischen Ur-Sprache „Sanskrit“ oder in „Alt-Tamil“. Beide Sprachen sind vom Aussterben bedroht, und werden nur noch von wenigen Menschen beherrscht. Die Palmblätter sind in speziellen Palmblattbibliotheken archiviert, von denen es – über den indischen Kontinent verstreut – zwölf Hauptbibliotheken und einige Nebenstellen gibt. So ein beschriebenes Palmblatt hat eine zeitlich begrenzte Lebensdauer von ca. 700 Jahren, deshalb müssen alt und brüchig gewordene Palmblätter neu geschrieben werden, damit der Fortbestand des Inhaltes (Lebenslauf eines Menschen) durch die Jahrtausende hindurch garantiert ist. Die Palmblattbibliotheken sind traditionell in Händen von Meistern, haben etliche speziell ausgebildete Angestellte, und werden von Generation zu Generation weitervererbt. Auch die Fähigkeit des Palmblattlesens (also das Beherrschen der alten Sprachen) sowie die Einhaltung des jeweiligen Rituals – das von Bibliothek zu Bibliothek verschieden ist – wird durch die Generationen hindurch weitergereicht und gelehrt. Wenn nun ein Mensch den Weg in so eine Bibliothek findet (bei einigen muss man sich langfristig anmelden), dann wird ihm sein persönliches Palmblatt vorgelesen, dieses Zeremoniell wird „Nadi-Reading“ genannt. Zuallererst muss jedoch Ihr persönliches Palmblatt unter vielen anderen erst einmal gefunden werden, in manchen Bibliotheken lagern bis zu einer halben Million solch beschriebener Palmblätter. Die Identifikation läuft von Bibliothek zu Bibliothek unterschiedlich ab, mal wird der erste Buchstabe des Vornamens und ein Daumenabdruck gebraucht, mal der vollständige Name sowie das Geburtsdatum, mal genügt das Geburtsdatum allein usw. Der Nadi-Reader (so nennt man denjenigen, der Ihnen Ihr Palmblatt vorliest) sucht daraufhin ein passendes Palmblatt heraus, das jedoch noch verifiziert werden muss. Er liest dabei Ihr Palmblatt an, stellt Ihnen einige Fragen, und es kristallisiert sich dann mehr oder weniger schnell heraus, ob es tatsächlich Ihr Palmblatt ist. Wenn nicht, dann sucht er ein anderes heraus, das geht solange, bis sicher gestellt ist, dass Ihr persönliches Palmblatt nun vorliegt. Es gibt Fälle, wo die Prozedur des Auffindens des richtigen Blattes auf Anhieb klappt, in anderen Fällen sind mehrere Palmblattanlesungen dazu nötig. Ist Ihr Palmblatt gefunden, dann liest Ihnen der Nadi-Reader zuerst Ihre Vergangenheit vor, und anschließend, falls Sie es wünschen, Ihre Zukunft. Der komplette Lebenslauf eines Menschen ist nicht auf einem einzigen Palmblatt aufgezeichnet, sondern in der Regel auf mehreren Blättern. Ist das erste Blatt einmal gefunden und verifiziert, dann stellt die Auffindung des Anschlussblattes keinerlei Problem für den Nadi-Reader dar.  Nachfolgend einige Beispiele von Informationen, die auf den Palmblättern niedergeschrieben sind oder sein können:

Vergangenheit:
– Der eigene Name sowie die Namen von nahe stehenden Personen (Ehepartner, Freund/Freundin, Eltern, Geschwister, leibliche Kinder, Adoptivkinder usw.).
– Situationen, Zuneigungen und Daten, die die Familie und nahe stehende Personen betreffen.
– Krankheiten, Unfälle, Todesfälle, Straftaten, Rechtsstreitigkeiten, Feinde.
– Finanzen, Beruf, Ausbildung, Talente, Fremdsprachen, Haus, Grundbesitz, sonstige markante, erworbene Güter.
– Auslandsreisen, Besuch von Tempeln und heiligen Stätten, Rückblick auf frühere Leben (Inkarnationen).

Zukunft:
– Zukünftige nahe stehende Personen, Heirat, Partnerwechsel, zukünftige Kinder.
– Zukünftige Krankheiten, Heilungshinweise, zukünftige Unfälle und Lebensgefahren, Problemlösungen.
– Zukünftiger beruflicher Werdegang, Finanzen, Ort- oder Landeswechsel, Auslandsreisen.
– Zukünftige Todesfälle nahe stehender Personen, Ort und genauer Zeitpunkt des eigenen Todes.
– Nächste Geburt (Inkarnation) oder Erreichung der Erlösung.

Sie sehen also, es kann auf so einem Palmblatt ganz mächtig und äußerst detailliert zur Sache gehen. Stellen Sie sich vor, Sie fahren in ein wildfremdes Land, gehen dort in eine Palmblattbibliothek, präsentieren dort Ihren Vornamen und einen Daumenabdruck, und kurze Zeit später liest man Ihnen Ihr bisheriges Leben vor. Und damit nicht genug, man fragt Sie anschließend auch noch, ob Sie auch Ihre Zukunft in Erfahrung bringen wollen. Nicht wenige Menschen (und gerade Besucher aus westlichen Ländern), die mit ihren Palmblättern konfrontiert worden sind, haben dahingehend zu kämpfen gehabt, die Situation seelisch zu verdauen. Es ist nämlich ein himmelweiter Unterschied, ob man von so einem Phänomen liest, wie Sie das gerade im Moment tun, oder ob man es am eigenen Leib erfährt. Wenn Sie die Erfahrung machen, dann wandelt sich Glauben zu Wissen, und Ihr Bewusstsein kann dadurch einen wahren Quantensprung vollziehen.“

Nun hatte ich auch die Gelegenheit mit mehreren Menschen zu sprechen, welche die Reise zu den Palmblattbibliotheken unternommen hatten. Sie bestätigten mir, dass es ein sehr einschneidendes prägendes Erlebnis ist, wenn der Nadi-Reader, der dich vorher noch nie gesehen hat, dein Leben aus einem konservierten Palmblatt lesend vor dir ausbreitet. Zufall? Wohl kaum. Okay, es mag dich vielleicht auch nicht ganz überzeugen, weil es auch kritische Berichte über die Palmblattbibliotheken gibt.

Rudi Berner geht in seinem weiteren Buch „Bewusstein und Logik“ sogar noch weiter, als nur zu behaupten, dass es einen vorgezeichneten Plan gibt. Er sagt, es gibt keinen freien Willen und bezieht sich auf wissenschaftliche Untersuchungen, welche gezeigt haben, dass ein in den Synapsen des Gehirns gefasster Entschluss zu einem Tun in 300 Millisekunden gerechnet später registriert wurde als  das Bereitschaftspotenzial des Probanden gemessen wurde, welches in der Phase zwischen Entschluss und Ausführung liegt. Rudi Berner schreibt hierzu:

„Um die mittlerweile mehrfach wissenschaftlich bewiesene Tatsache, dass der „freie Wille“ des Menschen von Freiheit ein ganzes Stück weit entfernt ist. Und zwar so weit, dass es ihn eigentlich gar nicht gibt!

Wie ist man denn zu dieser Erkenntnis gelangt?

Relativ einfach, denn man ist mittlerweile in der Lage, Aktivitäten (Wirkungsweisen!) des Gehirns, was Zugehörigkeit, Zeitlichkeit und Lokalität anbelangt, messtechnisch sehr genau zu erfassen und optisch darzustellen. Man ist hergegangen, und hat einer Testperson gesagt, dass sie einen spontanen Entschluss zu einer bestimmten Bewegung fassen soll. Das wäre zum Beispiel, wenn jemand sich spontan dazu entschließt, den rechten Arm anzuheben, und dies anschließend logischerweise auch ausführt. Beim Experiment wurde Folgendes gemessen: Erstens der Augenblick der Entscheidung, zweitens der Aufbau eines Bereitschaftspotenzials als Vorbereitung der Bewegung, und drittens der Zeitpunkt der Bewegung. Es zeigte sich, dass der bewusste Entschluss zur Handlung 200 Millisekunden vor dem Bewegungsbeginn auftrat, jedoch mehr als 300 Millisekunden nach dem Beginn des Bereitschaftspotenzials. Das Fazit derartiger Experimente ist derart heftig, dass man durchaus verstehen kann, warum man nicht so sehr daran interessiert ist, dass es publik wird, denn es lautet:

Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun!

Dem der-ZEIT-igen bewussten SEIN verborgene Prozesse führen also zu Entscheidungen, für die es sich im Nachhinein (!) eine Begründung zurechtlegt, in der irrigen Annahme, selbst gehandelt zu haben!“

Zugegeben, diese These, es gäbe keinen freien Willen, ist nur schwer verdaubar. Ich erwarte auch gar nicht, dass du es akzeptierst, denn letztlich stand es auch im Plan, dass du das hier überhaupt lesen solltest. Damit bist du auch schon viel weiter als manch anderer Mensch, der immer noch in seiner ganz persönlichen Matrix steckt. Ich kann nur sagen, dass in den sogenannten Fantasysstreifen aus Hollywood viel mehr Wahrheiten stecken, als wir uns das vorstellen können.

Ich lasse dich jetzt mit deinen Überlegungen allein und das läuft letztlich auch nach Plan.

PS: Ich habe mir sagen lassen, dass du zumindest deine Zahnpastassorte noch aussuchen darfst 😉

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Lebenszahlen

9. Juni 2011

Was hat die Quersumme aus den Zahlen deines Geburtsdatums mit deinen Charaktereigenschaften zu tun? Kann es so etwas überhaupt geben, dass Zahlen einen Einfluss auf dein Leben haben können? Das Feld, was ich heute beackere, nennt sich Numerologie. Zugegeben, früher hatte ich auch nicht viel am Hut damit. Allerdings fiel mir irgendwann ein Buch in die Hand. Sein Titel: „Kleines Handbuch der Numerologie“ von Glynis McCants. Nach dem Studium dieses Buches stellte ich doch erstaunliches fest. Nicht nur, dass die Beschreibung zu den Zahlen, welche ich für mich selbst errechnete erstaunlich genau auf mich zutraf, nein bei anderen Menschen aus meinem Verwandten und Bekanntenkreis war es ähnlich. Die wichtigste und am leichtesten auszurechnende Zahl eines jeden Menschen ist die Lebensaufgabenzahl. Es gibt insgesamt 9 Zahlen. Errechnet wird die Zahl wie folgt:  Wenn du zum Beispiel am 27.12.1967  geboren bist, dann errechnet sich deine Lebensaufgabenzahl so 2+7+1+2+1+9+6+7=35=Quersumme3+5=8. Somit haben alle Menschen, die am 27.12.1967 geboren wurden, die Lebensaufgabenzahl 8. Diese Rechnerei hatte ich dann auch mal bei einer Party durchgeführt und so zum Beispiel einen jungen Mann getroffen, der auch ein 8 war. Ich las ihm nun die Beschreibung zur 8 als Lebensaufgabenzahl aus dem Buch von McCants vor und er wurde ziemlich kleinlaut, hatte er das doch alles als Humbug abgetan. Du musst nämlich wissen, dass Menschen mit der 8 Menschen sind, die sehr auf die Finanzen und Zahlen fixiert sind. Bei McCants wird der Oberbegriff für die 8 mit dem Manager besetzt. Es sind klassische Workoholics und ihr Denken erfolgt zumeist in Schwarz und Weiß, Graustufen gibt es bei Ihnen nur wenige. Typische Berufe für die 8 sind alle Berufe, die mit Geschäftszahlen zu tun haben u.a. Börsenhändler und Buchhalter. Nun habe ich hier nur wenige Eigenschaften der 8 dargestellt, es soll aber bezogen auf jenen jungen Mann, der die Lebensaufgabenzahl 8 hatte, genügen. Dieser war nämlich ziemlich verblüfft, als ich mit dem Vorlesen der Beschreibung zur 8 geendet hatte und offerierte mir, dass er im Finanzamt arbeiten würde, der typische Zahlenmensch wäre, der auch alles logisch im Griff haben müsse. Die anderen Partygäste waren neugierig geworden und so rechnete ich jedem Interessierten die Lebensaufgabenzahl aus und las die spezielle Beschreibung vor. Das Ergebnis verblüffte mich dann doch auch selbst, was sie Übereinstimmungen betraf. Sodann rechneten wir auch die Zahlen von Partnern und Partnerinnen durch. Nun solltest du wissen, dass in bestimmten Partnerschaften die Zahlen sehr gut, in anderen eher schlecht zusammenpassen. So passt eine 8 sehr gut zu einer 2 und einer 4, weil das alles Geschäftszahlen sind, jedoch nicht zu  einer 1, einer 3 oder einer 7, weil dies  Verstandeszahlen sind. Diese Systemaik erschien mir zunächst auch ein wenig befremdlich, weil ich dachte, dass man Menschen nicht so einfach an Hand von Zahlen bestimmten Eigenschaften zuordnen könnte, aber gerade das Durchrechnen und Verifizieren der Beschreibungen bei inzwischen so vielen Menschen hat mich eines besseren belehrt. Und so möchte ich euch nachfolgend zu den einzelnen Lebensaufgabenzahlen eine Übersicht darstellen und ihr könnt so selbst einmal nachprüfen, ob das für euch zutreffen könnte.

Die „1“ – Der/Die Anführer/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… können sich selbst motivieren, sind unabhängig und arbeiten hart
… streben danach, die Besten zu sein und haben darin auch fast immer Erfolg
… glauben nie, so gut zu sein, wie sie tatsächlich sind – sind mit ihren (sehr guten) Leistungen selbst nie ganz zufrieden
… sind extrem selbstkritisch, erwarten, dass andere Menschen sich an ihre hohen Ansprüche halten
… reagieren oft abfällig, wenn sie enttäuscht werden
… haben ein hohes Bedürfnis nach Individualität
… motivieren oft andere Menschen
… fällt es schwer um Hilfe zu bitten
… sind bisweilen stur, wenn sie eine Entscheidung getroffen haben und nicht mehr davon abzubringen
… wissen genau was sie wollen und halten mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg
Berufe in denen die 1 aufgeht:
Erfinder, Unternehmer, heilende Berufe, Landwirte, Schriftsteller, Anwälte und generell Berufe in denen Unabhängigkeit und Entscheidungsfreude gefragt sind
Partnerzahlen:
gut – 1, 5 und 7
kompatibel – 2, 3 und 9
problematisch – 4, 6 und 8

Die „2“ – Der/Die Vermittler/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… streben nach Harmonie im Leben
… sind hier um andere zu lieben und geliebt zu werden
… sind unbeschwert
… brauchen Liebe und Zuwendung und verschenken auch viel davon
… sind Vermittler und verabscheuen Konflikte
… versuchen Streitigkeiten in ihrem Umfeld zu schlichten
… sind oft medial veranlagt
… lassen sich gern führen, brauchen kein Scheinwerferlicht
… haben das Bedürfnis, Menschen zusammenzuführen
… helfen anderen Menschen gerne weiter
… sind von Natur aus freundliche Menschen, extrem gutmütig
… haben bisweilen das „Helfersyndrom“
… müssen aufpassen, von anderen Menschen nicht ausgenutzt zu werden
… sorgen sich oft darum, was Andere von ihnen denken könnten
Berufe in denen die 2 aufgeht:
therapeutische Berufe, Sozialarbeit
Partnerzahlen:
gut – 2, 4 und 8
kompatibel – 1, 3, 6 und 9
problematisch – 5 und 7

Die „3“ – Der/Die Mitteilsame
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… spielen immer eine Rolle und nehmen das Zentrum der Aufmerksamkeit anderweitig für sich in Beschlag
… lieben Kreativität, Kommunikation und Umgang mit Menschen
… lieben es, wenn man an ihren Lippen hängt
… sind loyal bis zum Äußersten, können mit vergangenen Beziehungen nie ganz abschließen
… brauchen Aufmerksamkeit von anderen Menschen
… sind geborene Berater
… neigen bisweilen zu extremen Stimmungsschwankungen
… sind schnelle Denker
… sind von Natur aus warmherzig und großzügig
… ziehen Menschen an, die gerne nehmen
… müssen daher aufpassen das Geben und Nehmen sich die Waage halten
… haben einen scharfen Verstand und einen feinen Sinn für Humor
… können sich auch aus scheinbar ausweglosen Situationen befreien
… lernen aus Widrigkeiten
Berufe in denen die 3 aufgeht:
darstellende Berufe (Schauspieler, Entertainer), Musiker, Designer, kreative Berufe (Schriftsteller, Maler, Grafiker), Journalisten, Politiker
Partnerzahlen:
gut – 3, 6 und 9
kompatibel – 1, 2,  und 5
problematisch – 4, 7 und 8

Die „4“ – Der/Die Lehrer/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… sind sehr intellektuell und intelligent
… streben nach Wissen und sind geborene Lehrer
… sind oft „lebende Computer“
… sind stets auf der Suche nach Logik im Leben
… wollen, das eine Situation von allen Seiten betrachtet wird
… sind stets auf der Suche nach der Wahrheit
… erscheinen bisweilen zynisch
… wollen informativ sein, obwohl die Information nicht immer gewünscht ist
… sind frontal offen und ehrlich
… brauchen viel Bestätigung und fürchten sich vor Kritik
… ist Sicherheit und Stabilität sehr wichtig
… bleiben bisweilen lange in Beziehungen, die nicht gut für sie sind
… verabscheuen Veränderungen aller Art
… lieben Gartenarbeit, Tätigkeiten im Freien, das Wandern und die Natur
… wollen Entscheidungen erst planen und durchdenken
Berufe in denen die 4 aufgeht:
pädagogische Berufe, Polizist, Architekt, Bauunternehmer, Gärtner, Landwirt, alle Berufe, die mit Produkten aus der Erde zu tun haben
Partnerzahlen:
gut – 2, 4 und 8
kompatibel – 7
problematisch – 1, 3, 5 und 9

Die „5“ – Der/Die Abenteuer/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… lieben Freiheit, Spaß und Abenteuer
… lieben die Abwechslung, brauchen ständig neue Stimulation
… lieben die Leidenschaft
… neigen bisweilen zu Flucht in Sex, Alkohol, Drogen, Überarbeitung und Reisen
… können Klammern des Partners in Beziehungen nicht ertragen
… wollen mit allen Sinnen genießen
… neigen zum Perfektionismus bei Frisur, Körperpflege und Kleidung
… sind die geborenen Detektive und lieben es, die Wahrheit herauszufinden
… verstehen es, das Leben zu feiern und lieben Feste
… geben von Natur aus gern, sind großzügig
… müssen ihre Sehnsüchte ausleben, andernfalls neigen sie zu Depressionen
… gehen im Leben Risiken ein
… sind ruhelos und müssen immer in Bewegung sein
… müssen ihr Leben leben, Spaß haben und die Vielfalt genießen
Berufe in denen die 5 aufgeht:
Journalist, Pilot, Stewardess, Reiseleiter, Unternehmer, Schriftsteller, Modedesigner
Partnerzahlen:
gut – 1, 5 und 7
kompatibel – 3 und 9
problematisch – 2, 4 und 6
neutral – 8

Die „6“ – Der/Die Ernährer/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… steht Familie, Beziehung und Ehe über alles
… sind die geborenen Ernährer
… müssen ihre kreativen Energien ausleben
… sind auch im Beruf sehr fürsorglich
… sind magnetische Persönlichkeiten
… ordnen sich nicht gerne unter
… brauchen Harmonie
… sind bei Freundschaften loyal und vertrauenswürdig
… haben großes Talent, anderen Schuldgefühle einzuimpfen
… sind außerordentlich treu
… haben oft das Gefühl, zu hart zu arbeiten
… vertragen keine Kritik
Berufe in denen die 6 aufgeht:
Innenausstatter, Immobilienmakler, Berufsberater, Haarstylist, Visagist, Musiker, Schauspieler
Partnerzahlen:
gut – 3, 6 und 9
kompatibel – 2, 4,  und 8
problematisch – 1, 5 und 7

Die „7“ – Der/Die Glaubenssucher/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… wollen im Leben ihren Glauben finden
… brauchen ein solides spirituelles Fundament
… neigen bisweilen zu Flucht in Sex, Alkohol, Drogen, Überarbeitung und Reisen
… beobachten gerne andere Menschen in ihrem Tun
… haben oft mediale Fähigkeiten
… sind in gesunden, liebevollen Beziehungen absolut loyal, ehrlich und offen
… offenbaren ihre Gefühle nicht gerne
… besitzen gegenüber Menschen die sie nicht (mehr) mögen eine mentale Stahltür
… lieben die Schönheit der Natur (Flüsse, Ozeane, Seen, Berge)
… haben eine wunderbare Affinität zu einfachen Dingen
… sind klug, intelligent und konzentriert
… können sehr gut analysieren
… lösen intuitiv schwierige Probleme
… umgeben sich mit einer geheimnisvollen Aura
… sind in der Partnerschaft bisweilen still und ins sich gekehrt
… arbeiten mit Leidenschaft
… sind geborene Redner
… besitzen ungeheure Weisheit und Einsicht
… verfügen über eine große Intuition
Berufe in denen die 7 aufgeht:
Computerexperte, Wissenschaftler (Biologen, Geologen, Astropysiker), Psychologe, Techniker, Erfinder, mediale Berufe
Partnerzahlen:
gut – 1, 5 und 7
kompatibel – 4
problematisch – 2, 3, 6, 8 und 9

Die „8“ – Der/Die Manager/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… wollen finanzielle Sicherheit schaffen
… sind entweder sehr sparsam oder …
… geben das gewonnene, erarbeitete Geld mit vollen Händen aus
… fühlen sich von den schönen Dingen des Lebens angezogen
… schätzen Qualität
… verfügen über hevorragende Führungseigenschaften
… sind Workoholics
… geraten oft in schwierige Lebenslagen
… sind dualer Natur – größter Triumph und tiefste Niederlage liegen eng beieinander
… werden häufig von anderen Menschen falsch verstanden
… stoßen mit spontanen Äußerungen andere Menschen oft vor den Kopf
… denken häufig in Schwarz und Weiß ohne Platz für Grauzonen
… tolerieren keinerlei Untreue in der Partnerschaft
Berufe in denen die 8 aufgeht:
Banker, Versicherungsmakler, Buchhalter, Büroleiter, Ingenieur, Anwalt, Richter, Manager, Politiker
Partnerzahlen:
gut – 2, 4 und 8
kompatibel – 5 (geschäftlich), 6
problematisch – 1, 3, 7 und 9

Die „9“ – Der/Die Menschenfreund/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… haben immer etwas Selbstloses
… ihr Leben ist von Entschlossenheit bestimmt
… verfolgen Ziele mit großem Ehrgeiz, Elan und Glauben
… sind zutiefst verstört, wenn ihr Engagement keine Früchte trägt
… haben Hochachtung für die Menschheit
… haben häufig ein Problem mit ihrer Herkunftsfamilie
… wollen perfekte Väter oder Mütter sein
… kommen nicht mit familiärer Einmischung von außen zurecht
… tun sehr viel und kümmern sich intensiv um andere Menschen
… vergessen bei der Hilfe für andere auch noch an sich selbst zu denken
… wollen nicht den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit einnehmen
… urteilen gnadenlos über sich selbst
Berufe in denen die 9 aufgeht:
Arzt, Krankenpfleger, Sozialarbeiter, Psychologe, Redner, Künstler, Grafiker, Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, Politiker, pädagogische Berufe
Partnerzahlen:
gut – 3, 6 und 9
kompatibel – 1, 2 und 5
problematisch – 4, 7 und 8

Ein abschließender Hinweis:
Natürlich bilden die vorstehenden Darstellungen nur eine Kurzübersicht. Sehr umfangreich wird alles bei Glynis McCants beschrieben. Sollte jemand im Bezug auf eine andere Person, deren Lebensaufgabenzahl er errechnet hat, keine Übereinstimmung finden, dann könnte es auch sein, dass die betreffende Person ihre Lebensaufgabe nicht lebt, wie sie es sollte. In einem solchen Fall kommen häufig Charaktereigenschaften zu Tage, die bestimmte Extreme beinhalten. Auch muss man sich vergegenwärtigen, dass z.B. eine einengende Partnerschaft dazu führen kann, dass die betreffende Person sich nach außen ganz anders gibt, als sie es vielleicht tun wollte. Injedem Falle ist es von Vorteil seine Zahl zu leben. Eine 5 beispielsweise kann eine ewiges  Pantoffeldasein zu Hause nicht wirklich ausstehen, wird aber vielleicht in einer Beziehung mit einer 6 ihren Freiheitsdrang nicht ausleben können. Bitte prüft solche Betrachtungen erst genau.  Ich selbst bin eine 7 durch und durch und kann, nachdem ich das entdeckt habe, sagen, dass das so geschärfte Bewusstsein das Leben um einiges reicher gemacht hat.

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Traumfrau – Gibt es sowas?

4. November 2010

Neulich wurde ich beim Besuch einer Singleseite, bei der ich kurzzeitig angemeldet war, gefragt: Was macht Ihre Traumfrau aus? Mmhhhmm Traumfrau? Sowas gibt es doch gar nicht! Oder vielleicht doch? Okay … ich überlegte kurz und heraus kam folgender Dialog mit (m)einer imaginären Traumfrau:
Ich: „Hallo Traumfrau! Irgendwie muss ich die neugierigen Profilbesucher darüber aufklären, was dich ausmacht!“
Traumfrau: „Und … hast du damit ein Problem?“
Ich: „Nun ja, du kommst doch nur in meinen Träumen vor. Zugegeben, die sind echt genial! Du siehst aus wie eine Symbiose aus Heidi Klum, Lara Croft und Lady Diana, verstehst mich ohne Worte, liest mir alle Wünsche von den Lippen ab, holst mir mein Bier aus dem Kühlschrank, wenn ich mit den Fingern schnippe und findest mich unheimlich toll!“
Traumfrau: „Wie du es selbst bereits erkannt hast, komme ich nur in deinen Träumen vor! Die Wirklichkeit sieht anders aus! Nicht du prägst mein Aussehen und mein Verhalten, sondern ich selbst bin dafür verantwortlich! Ich bin einmalig und so schön, wie ich mich fühle! Das kommt aus meinem Innersten. Du solltest wissen: Der Geist ist König!“
Ich: „Mhhmm … wenn ich also mein Ego abschalte und auf mein Bauchgefühl höre, könnte ich mich großartig fühlen und so etwas wie dich in der Realität finden?“
Traumfrau: „Na klar! Du kannst nur anziehen, was du ausstrahlst!“
Ich: „Danke, dann gehe ich mal davon ab, immer von meinem Gegenüber zu verlangen, das es sich nach meinem Bilde formt und fange erst mal bei mir selbst an!“
Traumfrau: „Sehr gut! Es könnte sein, dass du mich bald treffen wirst!“


Rollenspiele

30. November 2008

rollenspiele-2501Die Menschen spielen in ihrem Leben verschiedene Rollen und glauben, sie seien diese Rolle, die sie verkörpern.

Warum spielen sie überhaupt solche Rollen?

Ich will dies beantworten. Zunächst bitte ich dich aber, meinen früheren Blogeintrag zu lesen. Ich hatte dort schon etwas zu Reinkarnation und Trennung von Körper und Geist erläutert. Hast du es gelesen oder weist du bereits, was Wiedergeburt bedeutet, dann kann ich zurück zur Antwort:

Zur Beantwortung der Frage, warum wir Rollen spielen, verweise ich auf ein sehr gutes Buch, das zwar Form eines Romans geschrieben ist, jedoch dem Leser Erkenntnisse wie aus einem Sachbuch vermittelt. Der folgende Abschnitt basiert auf Aussagen, welche diesem Buch von Ella Kensington: Die 7 Botschaften unserer Seele, Botschaft 1, auf den Seiten 50 bis 55 entnommen wurden.[1] Ich habe diese Aussagen aus dem Dialog zweier Hauptfiguren des Romans in den Sachbuchkontext übernommen und mit meinen Worten unter Hinzusetzung eigener Aussagen nachfolgend zusammengefasst:

Zu Beginn deines jetzigen Lebens bist du die Geist/Seele-Einheit, die gerade eben in den kleinen Menschenkörper inkarniert ist. Unmittelbar bis zur Beseelung des Körpers ist dir noch bewusst, wer du bist. Der Beginn des Menschseins ist der Zeitpunkt, zu dem die Geist/Seele-Einheit den neuen physischen Körper in Besitz nimmt. Das muss nicht notwendigerweise die Geburt sein. Er liegt irgendwo zwischen Zeugung und Geburt. Dieser Beginn ist individuell, das heißt die Geist/Seele-Einheit inkarniert zu dem Zeitpunkt, zu dem es ihr am zweckmäßigsten ist. Dies hängt sehr stark von deinem Lebensplan und der Lebensaufgabe ab, die du in diesem Leben absolvieren möchtest. Bevor du ein körperliches Wesen wirst, hast du bereits deine Lebensmatrix programmiert und dein Ziel bestimmt, das du erreichen möchtest. Zunächst musst du beim Eintritt in den Körper einen Filter passieren, der dein bisheriges Wissen ausblendet. Ich nenne diesen Filter, den Filter der Unbewusstheit. Er bewirkt, dass du dir nach der Verschmelzung mit deinem neuen Körper nicht mehr darüber bewusst bist, dass du wiedergeboren wurdest, das Jenseits deine eigentliche Heimat ist und du einen Plan für dieses Leben aufgestellt hast. Da wir zu diesem Zeitpunkt ohne bewusstes Wissen sind, sind wir am Anfang unseres neuen Lebens naturgemäß auf andere Menschen angewiesen. Bei den allermeisten Menschen sind es die Eltern, die sie umsorgen und ihnen ihr Wissen und ihre Überzeugungen vermitteln. Sie prägen also von Anfang an die Persönlichkeit und bestimmen das Denken und Handeln ihrer Kinder. Je intensiver du die Prägung deiner Eltern annehmen willst, desto früher gehst du in deinen embryonalen Körper. Warum tust du das? Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen hast du durch diese Maßnahme die Möglichkeit, auf ganz bestimmte Schwierigkeiten im Leben zu stoßen, die durch die Prägung deiner Eltern sehr wahrscheinlich auftreten werden (Tolle „Aussicht“, jetzt stellt sich bei dir sicher die Frage: Wieso will ich auf Schwierigkeiten stoßen?). Zum anderen bist du an deine Eltern gebunden, denn du wächst zunächst ohne bewusstes Wissen in dieser Welt auf, in der du ohne deine Eltern nicht überleben könntest. Zunächst sind dir nur Grundinstinkte gegeben, die dich in die Lage versetzen, deinen Eltern durch Schreien verständlich zu machen, wenn du Hunger oder Schmerzen hast, deine Windel voll ist oder du ihre liebevolle Nähe suchst. Du bist also zunächst ganz von ihnen abhängig, und das merkst du auch sehr schnell. Im Zuge deiner körperlichen und geistigen Entwicklung wandelt sich die zunächst einfache Interaktion mit deinen Eltern zu einer immer komplexeren, bei der du schließlich die Prägungen durch deine Eltern über deine Sprache, deine Mimik, deine Gestik und deine Handlungen über dein erlerntes neues Wissen widerspiegelst. Deine frühe Entwicklung ist der erste Ausfluss des Denkens einer Gruppe – deiner Familie. Durch dieses Gruppendenken kommt es zu einem stärkeren Zusammenhalt, der das Überleben des einzelnen Gruppenmitgliedes sicherer macht. Um in deiner Familie ohne große Probleme leben zu können, musst du dich so verhalten, dass dieses Verhalten von den Anderen akzeptiert wird. Deine Familie zeigt dir, wie du dich nach ihrem Muster außerhalb der Gruppe zu verhalten hast, um auch dort überleben zu können. Du wirst also darauf vorbereitet, eine noch nie da gewesene Situation entsprechend des Familiengeistes zu meistern. Verstehst du? Durch diese akzeptierte Denkweise wirst du auch in solchen Situationen vermeintlich richtig handeln. Du nimmst deshalb eine Rolle in deinem Leben an, weil du nur dadurch zur Familie gehören kannst. Du merkst als Kind auch sehr schnell, dass du geliebt wirst, wenn du dich an die Rolle hältst, und dass du bestraft wirst, wenn nicht. Man nennt diesen Vorgang Erziehung. Du spielst also zunächst die Rolle, die in deiner Familie gefordert wird. Danach kommt der Kindergarten, die Schule, der Verein, der Beruf, die eigene Familie und so weiter. Dann spielst du viele verschiedene Rollen. Du bist scheinbar immer jemand anderes, wenn du mit anderen Menschen zusammenkommst. Jedoch kommen in immer neuen Gruppen grundsätzlich die gleichen Mechanismen zum Tragen, wie in deiner Familie. Wenn du die gleiche Denkweise akzeptierest, wirst du anerkannt, und wenn nicht, gemieden. Bedeutet das, dass du überall wo du hingehst, deine Handlungen ausschließlich nach anderen Menschen und Gruppen richtest und du keine eigene Meinung mehr hast? Ganz so ist es nicht. Sehr wohl kannst du eine andere Meinung haben und diese auch äußern, ohne dass du dafür bestraft oder abgelehnt würdest. Dies wird aber nur dann von der jeweiligen Gruppe akzeptiert, wenn es dem Gruppenkodex entspricht. So mag dein Widerspruch zu einer im Unterricht geäußerten Aussage deines Lehrers deshalb akzeptiert werden, weil solches Auftreten in der Schule gewollt ist und es dem Bildungsauftrag entspricht, selbstbewusste Persönlichkeiten mit einer eigenen Meinung heranzuziehen. Jedoch lässt sich ein solches Verhalten in einer anderen Gruppe nicht ohne Weiteres wiederholen. So wird es ein Vorgesetzter beim Militär wohl kaum akzeptieren, wenn du in ähnlicher Manier über gegebene Befehle diskutieren wolltest. Wie dieses Beispiel zeigt, können verschiedene Gruppen bei gleichen oder ähnlichen Konstellationen von dir unterschiedliche Reaktionen abverlangen. Was passiert schlussendlich mit deinem Denken und Handeln, wenn du längere Zeit Mitglied einer bestimmten Gruppe bist? Du passt dich ihr an, um dazuzugehören. Das geschieht natürlich nur, wenn ihr in eurer Sichtweise nicht so weit auseinanderliegt. Wenn es keine gemeinsame Basis gibt, wirst du nicht zu der Gruppe gehören wollen, oder wenn du aus beruflichen oder sonstigen Gründen dazu gezwungen bist, wirst du ein Außenseiter bleiben, wer von den Anderen gemieden wird. Verstehst du nun, was mit den Rollen gemeint ist und wie sie entstehen?[2]

Da du jetzt vielleicht erkannt hast, dass du eine oder viele Rollen spielst, ist ein erster Schritt getan, um sich selbst zu erkennen. Überlege, ob du die Rolle so noch spielen kannst und dies möchtest, wenn du dich selbst nun mit anderen Augen siehst. Das Bewusstwerden der Rollenspiele versetzt dich in die Lage, dein Leben anders und vor allem bewusster zu leben. Sieh dein Lebensumfeld mit anderen Augen; du wirst erstaunt sein oder dich vielleicht sogar amüsieren, wie andere Menschen denken und handeln (müssen). Wenn du so weit im Denken bist, dann hast du die Fäden, an denen du wie eine Marionette hängst, erfolgreich zerschnitten.


[1] Ella Kensington: Die 7 Botschaften unserer Seele, 1. Auflage, Wilhelm Goldmann Verlag München, S. 50 – 55

[2]Ende des Abschnittes, auf welchen Bezug genommen wurde.


Die Kunst des Loslassens

30. September 2008

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Da sitzt eine breite Masse täglich vor dem TV-Gerät und lässt sich durch diffuse Boulevardsendungen berieseln. Explosiv, Exclusiv, Brennpunkt, Leute heute und wie diese Sendungen noch so heißen, durch die der geneigte Zuschauer die neuesten „aufregenden“ Dinge über die Menschen erfahren kann, die man Stars und Promis nennt. Ja das wird dann am nächsten Tag noch eines der Gesprächsthemen in der Firma, dass zum Beispiel Heidi Klum eine neue Frisur hat. „Hast du die gesehen? Die muss ich auch haben!“ Feuer frei. Der Promi lässt einen Furz und der werte TV-Schauer klatscht Beifall und findet diese Suppe auch noch wohlriechend. Meine Frage, die sich bei solchem Verhalten an die „TV-Sauger“ richtet, ist: Habt ihr keine eigene Orientierung? Ich kopiere keinen „Star“, denn ich möchte ganz einfach keine Kopie sein. Ich bin selbst ein Original. Ich bin einzigartig und möchte es auch bleiben. Mein Geschmack richtet sich nicht nach dem von anderen Menschen. Dann gibt es da noch illustre Unterhaltungssendungen, die allabendlich in die Wohnstuben flimmern und dem TV-Publikum eine kurzweilige Ablenkung vom Alltag bieten. Die Sendung „Bauer sucht Frau“ erwärmt unser Herz; das Quiz „Wer wird Millionär?“ erweitert unser Wissen, die Samstagabendshow „Wetten, dass?!“ verbindet Jung und Alt und bei der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ können wir mit Spannung verfolgen, wie aus Nobodies „Superstars“ werden. Klingt das alles nicht toll? Was aber ist das, wenn du deine Aufmerksamkeit dem Inhalt solcher Sendungen widmest? Es ist eine Vergeudung deiner Potenziale, denn wenn du Fernsehen schaust, ist deine Aufmerksamkeit an die ausgestrahlten Inhalte gebunden. Auch wird durch Reizauslösungen des Fernsehens unterdrückt, dass wir Menschen in unsere Ruhe kommen und uns richtig tief entspannen können. Viele Menschen sagen zwar, sie fänden das Fernsehen entspannend, jedoch ist dies ein Trugbild. Da uns das TV immer und jederzeit mit Inhalten zuschüttet, sind wir ständig dabei, uns über diese Inhalte Gedanken zu machen. Das Lesen eines Buches, sinnvolle Unterhaltungen und besondere Momente, die unsere Aufmerksamkeit verdienen sollten, sind dann unmöglich.

Was würde nun geschehen, wenn der Strom ausfällt oder kein einziger TV-Sender mehr Sendungen ausstrahlt? Würdest du es mit einem Lächeln hinnehmen und dir Zeit für Dinge nehmen, die auch ohne TV-Gerät und Strom getan werden können? Die Antwort auf diese theoretische Frage kannst du dir nur selbst geben! Wenn du jedoch fluchend auf Gott und die Welt schimpfst, weil dir ein Abend ohne Fernsehen ganz und gar nicht gefällt, dann hat sich bei dir die Einflussnahme durch das Fernsehen zu einer Sucht entwickelt, die wesentliche Teile deines Lebens bestimmt. Dann hast du ein Problem mit dem Loslassen!

Wie sieht es in deiner Partnerschaft aus? Verlangst du regelmäßig, dass dein Partner sich pünktlich meldet, dass er wahrheitsgemäß und vollständig sagt, was er jetzt gerade vorhat, was er kaufen will und welche Leute er in den nächsten zwei Tagen trifft? Gibst du ihm alles vor, was er zu tun und zu lassen hat? Bist du misstrauisch, wenn seine SMS noch nicht eingegangen ist, dass er jetzt angekommen ist? Hey der müsste doch da sein! Warum meldet der sich nicht. Du starrst auf dein Handy, aber da rührt sich nichts. Das kann doch nicht sein! Du wirst immer ungeduldiger. Da ist irgendetwas im Busch! Wutentbrannt schickst du eine SMS. Du starrst auf dein Handy, doch da rührt sich weiter nichts. Wenig später bekommst du einen Anruf, du kennst die Nummer nicht, aber es die Stimme deines Partners. „Hey Schatz, wollte dir nur sagen, dass ich gut angekommen bin. Hätte ich dich schon eher kontaktiert, aber mein Handyakku ist leer, muss ihn erst laden.“ Dir fällt ein Stein vom Herzen, die ganze Aufregung war für die Katz! Du hattest ein Problem, du konntest nicht loslassen!

Dir fehlt das Vertrauen. Du lullst dich ein in Angstzustände und Fiktionen, die mit der Realität nichts zu tun haben. Das hemmt dein Selbstvertrauen und schnürt dich ein. Es packt dich, wenn du dich packen lässt und es wird dich negativ verändern. Auf die Dauer wird es auch dein Verhältnis zu deinem Partner verändern, denn fehlendes Vertrauen wandelt sich in Misstrauen und Eifersucht. Wenn du das weiter vertiefst, dann ist das der Anfang vom Ende deiner Beziehung. Du solltest im Übrigen bedenken, dass jeder Mensch eine Grundausstattung an Freiheiten braucht. Wenn du deinem Partner da nicht ein Krümelchen mehr zugestehst, dann wird er eines Tages die Trennung vollziehen, um sich mit einem Schlag zu befreien. Um dies zu verhindern, heißt die einfache „Zauberformel“: Loslassen!

Hast du dich bereits von deinem Partner getrennt? Führt ihr einen Rosenkrieg? „Schlagt“ ihr euch um Toaster, Teller und die Kinder? Schickt ihr euch wie beim Pingpong Nachrichten hin und her, mit welchen der eine immer auf das reagiert, was der andere ihm gerade vorhält. Bist du nicht in der Lage mal nicht zu antworten? Sitzt in dir der Stachel der Verbitterung und willst du es deinem ehemaligen Partner „heimzahlen“ koste es, was es wolle? Dann hast du ebenfalls ein Problem mit dem Loslassen!

Ich könnte hier noch viele alltägliche Beispiele aufführen, die das Problem mit dem Loslassen veranschaulichen. Wir alle geben uns mit dem – vielleicht unbewussten – Festhalten an bestimmten Verhaltensmustern konkreten Zwängen hin, ohne darüber nachzudenken, ob das Leben nicht viel einfacher sein könnte, wenn man sich von diesem Denken befreit.

Das Loslassen ist eigentlich so einfach. Aber für viele Menschen ist es umso schwerer, weil sie jahrelang in eingefahrenen Gleisen fuhren und ein Wechsel im Denken so „kompliziert“ ist. Ist er tatsächlich so kompliziert? Nicht wirklich!

Wie kannst du loslassen?

  1. Betrachte deine jeweilige Situation und schätze für dich ein, ob du gerade irgendeinem Zwang unterliegst, der dich zu einem bestimmten Verhalten verleitet, was sich ständig wiederholt. Sieh dich einmal wie ein Mensch, der dich wie ein Dritter beobachten und analysieren würde.
  2. Entscheide dich, ohne einem Automatismus zu folgen.
  3. Lebe bewusster und halte öfters inne. Stell dir die Frage: Muss das jetzt so sein? Muss ich jetzt (so) reagieren?
  4. Wenn es die Situation nicht erfordert, dann reagiere nicht, sondern beobachte (was kommt, wenn du nicht reagierst; das kann für sich genommen höchst amüsant werden)!
  5. Folge deiner inneren Stimme und mache dir bewusst, dass sich die Dinge auch selbst regeln können. Du bist nicht der Bauchnabel der Welt!

Passend zu der Thematik des Loslassens möchte ich mit einem – wie ich meine – sehr zutreffenden Zitat enden:

„In Liebe loslassen

Manche Leute denken, dass man an dem was man liebt hängen und sich nicht befreien muss. Das Wesen wahrer Liebe ist die Freiheit; und Freiheit bedeutet loszulassen. Innerer Abstand hält uns zusammen, da wir einander genügend achten, um darauf zu vertrauen, dass der andere sein Leben ohne unser Eingreifen leben kann, egal, welchen Wachstums- oder Entwicklungsprozess er durchmachen muss.“

Dr. Brenda Davies  „Chakras – Tore zur Seele“