Lebenszahlen

9. Juni 2011

Was hat die Quersumme aus den Zahlen deines Geburtsdatums mit deinen Charaktereigenschaften zu tun? Kann es so etwas überhaupt geben, dass Zahlen einen Einfluss auf dein Leben haben können? Das Feld, was ich heute beackere, nennt sich Numerologie. Zugegeben, früher hatte ich auch nicht viel am Hut damit. Allerdings fiel mir irgendwann ein Buch in die Hand. Sein Titel: „Kleines Handbuch der Numerologie“ von Glynis McCants. Nach dem Studium dieses Buches stellte ich doch erstaunliches fest. Nicht nur, dass die Beschreibung zu den Zahlen, welche ich für mich selbst errechnete erstaunlich genau auf mich zutraf, nein bei anderen Menschen aus meinem Verwandten und Bekanntenkreis war es ähnlich. Die wichtigste und am leichtesten auszurechnende Zahl eines jeden Menschen ist die Lebensaufgabenzahl. Es gibt insgesamt 9 Zahlen. Errechnet wird die Zahl wie folgt:  Wenn du zum Beispiel am 27.12.1967  geboren bist, dann errechnet sich deine Lebensaufgabenzahl so 2+7+1+2+1+9+6+7=35=Quersumme3+5=8. Somit haben alle Menschen, die am 27.12.1967 geboren wurden, die Lebensaufgabenzahl 8. Diese Rechnerei hatte ich dann auch mal bei einer Party durchgeführt und so zum Beispiel einen jungen Mann getroffen, der auch ein 8 war. Ich las ihm nun die Beschreibung zur 8 als Lebensaufgabenzahl aus dem Buch von McCants vor und er wurde ziemlich kleinlaut, hatte er das doch alles als Humbug abgetan. Du musst nämlich wissen, dass Menschen mit der 8 Menschen sind, die sehr auf die Finanzen und Zahlen fixiert sind. Bei McCants wird der Oberbegriff für die 8 mit dem Manager besetzt. Es sind klassische Workoholics und ihr Denken erfolgt zumeist in Schwarz und Weiß, Graustufen gibt es bei Ihnen nur wenige. Typische Berufe für die 8 sind alle Berufe, die mit Geschäftszahlen zu tun haben u.a. Börsenhändler und Buchhalter. Nun habe ich hier nur wenige Eigenschaften der 8 dargestellt, es soll aber bezogen auf jenen jungen Mann, der die Lebensaufgabenzahl 8 hatte, genügen. Dieser war nämlich ziemlich verblüfft, als ich mit dem Vorlesen der Beschreibung zur 8 geendet hatte und offerierte mir, dass er im Finanzamt arbeiten würde, der typische Zahlenmensch wäre, der auch alles logisch im Griff haben müsse. Die anderen Partygäste waren neugierig geworden und so rechnete ich jedem Interessierten die Lebensaufgabenzahl aus und las die spezielle Beschreibung vor. Das Ergebnis verblüffte mich dann doch auch selbst, was sie Übereinstimmungen betraf. Sodann rechneten wir auch die Zahlen von Partnern und Partnerinnen durch. Nun solltest du wissen, dass in bestimmten Partnerschaften die Zahlen sehr gut, in anderen eher schlecht zusammenpassen. So passt eine 8 sehr gut zu einer 2 und einer 4, weil das alles Geschäftszahlen sind, jedoch nicht zu  einer 1, einer 3 oder einer 7, weil dies  Verstandeszahlen sind. Diese Systemaik erschien mir zunächst auch ein wenig befremdlich, weil ich dachte, dass man Menschen nicht so einfach an Hand von Zahlen bestimmten Eigenschaften zuordnen könnte, aber gerade das Durchrechnen und Verifizieren der Beschreibungen bei inzwischen so vielen Menschen hat mich eines besseren belehrt. Und so möchte ich euch nachfolgend zu den einzelnen Lebensaufgabenzahlen eine Übersicht darstellen und ihr könnt so selbst einmal nachprüfen, ob das für euch zutreffen könnte.

Die „1“ – Der/Die Anführer/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… können sich selbst motivieren, sind unabhängig und arbeiten hart
… streben danach, die Besten zu sein und haben darin auch fast immer Erfolg
… glauben nie, so gut zu sein, wie sie tatsächlich sind – sind mit ihren (sehr guten) Leistungen selbst nie ganz zufrieden
… sind extrem selbstkritisch, erwarten, dass andere Menschen sich an ihre hohen Ansprüche halten
… reagieren oft abfällig, wenn sie enttäuscht werden
… haben ein hohes Bedürfnis nach Individualität
… motivieren oft andere Menschen
… fällt es schwer um Hilfe zu bitten
… sind bisweilen stur, wenn sie eine Entscheidung getroffen haben und nicht mehr davon abzubringen
… wissen genau was sie wollen und halten mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg
Berufe in denen die 1 aufgeht:
Erfinder, Unternehmer, heilende Berufe, Landwirte, Schriftsteller, Anwälte und generell Berufe in denen Unabhängigkeit und Entscheidungsfreude gefragt sind
Partnerzahlen:
gut – 1, 5 und 7
kompatibel – 2, 3 und 9
problematisch – 4, 6 und 8

Die „2“ – Der/Die Vermittler/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… streben nach Harmonie im Leben
… sind hier um andere zu lieben und geliebt zu werden
… sind unbeschwert
… brauchen Liebe und Zuwendung und verschenken auch viel davon
… sind Vermittler und verabscheuen Konflikte
… versuchen Streitigkeiten in ihrem Umfeld zu schlichten
… sind oft medial veranlagt
… lassen sich gern führen, brauchen kein Scheinwerferlicht
… haben das Bedürfnis, Menschen zusammenzuführen
… helfen anderen Menschen gerne weiter
… sind von Natur aus freundliche Menschen, extrem gutmütig
… haben bisweilen das „Helfersyndrom“
… müssen aufpassen, von anderen Menschen nicht ausgenutzt zu werden
… sorgen sich oft darum, was Andere von ihnen denken könnten
Berufe in denen die 2 aufgeht:
therapeutische Berufe, Sozialarbeit
Partnerzahlen:
gut – 2, 4 und 8
kompatibel – 1, 3, 6 und 9
problematisch – 5 und 7

Die „3“ – Der/Die Mitteilsame
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… spielen immer eine Rolle und nehmen das Zentrum der Aufmerksamkeit anderweitig für sich in Beschlag
… lieben Kreativität, Kommunikation und Umgang mit Menschen
… lieben es, wenn man an ihren Lippen hängt
… sind loyal bis zum Äußersten, können mit vergangenen Beziehungen nie ganz abschließen
… brauchen Aufmerksamkeit von anderen Menschen
… sind geborene Berater
… neigen bisweilen zu extremen Stimmungsschwankungen
… sind schnelle Denker
… sind von Natur aus warmherzig und großzügig
… ziehen Menschen an, die gerne nehmen
… müssen daher aufpassen das Geben und Nehmen sich die Waage halten
… haben einen scharfen Verstand und einen feinen Sinn für Humor
… können sich auch aus scheinbar ausweglosen Situationen befreien
… lernen aus Widrigkeiten
Berufe in denen die 3 aufgeht:
darstellende Berufe (Schauspieler, Entertainer), Musiker, Designer, kreative Berufe (Schriftsteller, Maler, Grafiker), Journalisten, Politiker
Partnerzahlen:
gut – 3, 6 und 9
kompatibel – 1, 2,  und 5
problematisch – 4, 7 und 8

Die „4“ – Der/Die Lehrer/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… sind sehr intellektuell und intelligent
… streben nach Wissen und sind geborene Lehrer
… sind oft „lebende Computer“
… sind stets auf der Suche nach Logik im Leben
… wollen, das eine Situation von allen Seiten betrachtet wird
… sind stets auf der Suche nach der Wahrheit
… erscheinen bisweilen zynisch
… wollen informativ sein, obwohl die Information nicht immer gewünscht ist
… sind frontal offen und ehrlich
… brauchen viel Bestätigung und fürchten sich vor Kritik
… ist Sicherheit und Stabilität sehr wichtig
… bleiben bisweilen lange in Beziehungen, die nicht gut für sie sind
… verabscheuen Veränderungen aller Art
… lieben Gartenarbeit, Tätigkeiten im Freien, das Wandern und die Natur
… wollen Entscheidungen erst planen und durchdenken
Berufe in denen die 4 aufgeht:
pädagogische Berufe, Polizist, Architekt, Bauunternehmer, Gärtner, Landwirt, alle Berufe, die mit Produkten aus der Erde zu tun haben
Partnerzahlen:
gut – 2, 4 und 8
kompatibel – 7
problematisch – 1, 3, 5 und 9

Die „5“ – Der/Die Abenteuer/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… lieben Freiheit, Spaß und Abenteuer
… lieben die Abwechslung, brauchen ständig neue Stimulation
… lieben die Leidenschaft
… neigen bisweilen zu Flucht in Sex, Alkohol, Drogen, Überarbeitung und Reisen
… können Klammern des Partners in Beziehungen nicht ertragen
… wollen mit allen Sinnen genießen
… neigen zum Perfektionismus bei Frisur, Körperpflege und Kleidung
… sind die geborenen Detektive und lieben es, die Wahrheit herauszufinden
… verstehen es, das Leben zu feiern und lieben Feste
… geben von Natur aus gern, sind großzügig
… müssen ihre Sehnsüchte ausleben, andernfalls neigen sie zu Depressionen
… gehen im Leben Risiken ein
… sind ruhelos und müssen immer in Bewegung sein
… müssen ihr Leben leben, Spaß haben und die Vielfalt genießen
Berufe in denen die 5 aufgeht:
Journalist, Pilot, Stewardess, Reiseleiter, Unternehmer, Schriftsteller, Modedesigner
Partnerzahlen:
gut – 1, 5 und 7
kompatibel – 3 und 9
problematisch – 2, 4 und 6
neutral – 8

Die „6“ – Der/Die Ernährer/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… steht Familie, Beziehung und Ehe über alles
… sind die geborenen Ernährer
… müssen ihre kreativen Energien ausleben
… sind auch im Beruf sehr fürsorglich
… sind magnetische Persönlichkeiten
… ordnen sich nicht gerne unter
… brauchen Harmonie
… sind bei Freundschaften loyal und vertrauenswürdig
… haben großes Talent, anderen Schuldgefühle einzuimpfen
… sind außerordentlich treu
… haben oft das Gefühl, zu hart zu arbeiten
… vertragen keine Kritik
Berufe in denen die 6 aufgeht:
Innenausstatter, Immobilienmakler, Berufsberater, Haarstylist, Visagist, Musiker, Schauspieler
Partnerzahlen:
gut – 3, 6 und 9
kompatibel – 2, 4,  und 8
problematisch – 1, 5 und 7

Die „7“ – Der/Die Glaubenssucher/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… wollen im Leben ihren Glauben finden
… brauchen ein solides spirituelles Fundament
… neigen bisweilen zu Flucht in Sex, Alkohol, Drogen, Überarbeitung und Reisen
… beobachten gerne andere Menschen in ihrem Tun
… haben oft mediale Fähigkeiten
… sind in gesunden, liebevollen Beziehungen absolut loyal, ehrlich und offen
… offenbaren ihre Gefühle nicht gerne
… besitzen gegenüber Menschen die sie nicht (mehr) mögen eine mentale Stahltür
… lieben die Schönheit der Natur (Flüsse, Ozeane, Seen, Berge)
… haben eine wunderbare Affinität zu einfachen Dingen
… sind klug, intelligent und konzentriert
… können sehr gut analysieren
… lösen intuitiv schwierige Probleme
… umgeben sich mit einer geheimnisvollen Aura
… sind in der Partnerschaft bisweilen still und ins sich gekehrt
… arbeiten mit Leidenschaft
… sind geborene Redner
… besitzen ungeheure Weisheit und Einsicht
… verfügen über eine große Intuition
Berufe in denen die 7 aufgeht:
Computerexperte, Wissenschaftler (Biologen, Geologen, Astropysiker), Psychologe, Techniker, Erfinder, mediale Berufe
Partnerzahlen:
gut – 1, 5 und 7
kompatibel – 4
problematisch – 2, 3, 6, 8 und 9

Die „8“ – Der/Die Manager/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… wollen finanzielle Sicherheit schaffen
… sind entweder sehr sparsam oder …
… geben das gewonnene, erarbeitete Geld mit vollen Händen aus
… fühlen sich von den schönen Dingen des Lebens angezogen
… schätzen Qualität
… verfügen über hevorragende Führungseigenschaften
… sind Workoholics
… geraten oft in schwierige Lebenslagen
… sind dualer Natur – größter Triumph und tiefste Niederlage liegen eng beieinander
… werden häufig von anderen Menschen falsch verstanden
… stoßen mit spontanen Äußerungen andere Menschen oft vor den Kopf
… denken häufig in Schwarz und Weiß ohne Platz für Grauzonen
… tolerieren keinerlei Untreue in der Partnerschaft
Berufe in denen die 8 aufgeht:
Banker, Versicherungsmakler, Buchhalter, Büroleiter, Ingenieur, Anwalt, Richter, Manager, Politiker
Partnerzahlen:
gut – 2, 4 und 8
kompatibel – 5 (geschäftlich), 6
problematisch – 1, 3, 7 und 9

Die „9“ – Der/Die Menschenfreund/in
Menschen mit dieser Lebensaufgabenzahl …
… haben immer etwas Selbstloses
… ihr Leben ist von Entschlossenheit bestimmt
… verfolgen Ziele mit großem Ehrgeiz, Elan und Glauben
… sind zutiefst verstört, wenn ihr Engagement keine Früchte trägt
… haben Hochachtung für die Menschheit
… haben häufig ein Problem mit ihrer Herkunftsfamilie
… wollen perfekte Väter oder Mütter sein
… kommen nicht mit familiärer Einmischung von außen zurecht
… tun sehr viel und kümmern sich intensiv um andere Menschen
… vergessen bei der Hilfe für andere auch noch an sich selbst zu denken
… wollen nicht den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit einnehmen
… urteilen gnadenlos über sich selbst
Berufe in denen die 9 aufgeht:
Arzt, Krankenpfleger, Sozialarbeiter, Psychologe, Redner, Künstler, Grafiker, Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, Politiker, pädagogische Berufe
Partnerzahlen:
gut – 3, 6 und 9
kompatibel – 1, 2 und 5
problematisch – 4, 7 und 8

Ein abschließender Hinweis:
Natürlich bilden die vorstehenden Darstellungen nur eine Kurzübersicht. Sehr umfangreich wird alles bei Glynis McCants beschrieben. Sollte jemand im Bezug auf eine andere Person, deren Lebensaufgabenzahl er errechnet hat, keine Übereinstimmung finden, dann könnte es auch sein, dass die betreffende Person ihre Lebensaufgabe nicht lebt, wie sie es sollte. In einem solchen Fall kommen häufig Charaktereigenschaften zu Tage, die bestimmte Extreme beinhalten. Auch muss man sich vergegenwärtigen, dass z.B. eine einengende Partnerschaft dazu führen kann, dass die betreffende Person sich nach außen ganz anders gibt, als sie es vielleicht tun wollte. Injedem Falle ist es von Vorteil seine Zahl zu leben. Eine 5 beispielsweise kann eine ewiges  Pantoffeldasein zu Hause nicht wirklich ausstehen, wird aber vielleicht in einer Beziehung mit einer 6 ihren Freiheitsdrang nicht ausleben können. Bitte prüft solche Betrachtungen erst genau.  Ich selbst bin eine 7 durch und durch und kann, nachdem ich das entdeckt habe, sagen, dass das so geschärfte Bewusstsein das Leben um einiges reicher gemacht hat.

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Rollenspiele

30. November 2008

rollenspiele-2501Die Menschen spielen in ihrem Leben verschiedene Rollen und glauben, sie seien diese Rolle, die sie verkörpern.

Warum spielen sie überhaupt solche Rollen?

Ich will dies beantworten. Zunächst bitte ich dich aber, meinen früheren Blogeintrag zu lesen. Ich hatte dort schon etwas zu Reinkarnation und Trennung von Körper und Geist erläutert. Hast du es gelesen oder weist du bereits, was Wiedergeburt bedeutet, dann kann ich zurück zur Antwort:

Zur Beantwortung der Frage, warum wir Rollen spielen, verweise ich auf ein sehr gutes Buch, das zwar Form eines Romans geschrieben ist, jedoch dem Leser Erkenntnisse wie aus einem Sachbuch vermittelt. Der folgende Abschnitt basiert auf Aussagen, welche diesem Buch von Ella Kensington: Die 7 Botschaften unserer Seele, Botschaft 1, auf den Seiten 50 bis 55 entnommen wurden.[1] Ich habe diese Aussagen aus dem Dialog zweier Hauptfiguren des Romans in den Sachbuchkontext übernommen und mit meinen Worten unter Hinzusetzung eigener Aussagen nachfolgend zusammengefasst:

Zu Beginn deines jetzigen Lebens bist du die Geist/Seele-Einheit, die gerade eben in den kleinen Menschenkörper inkarniert ist. Unmittelbar bis zur Beseelung des Körpers ist dir noch bewusst, wer du bist. Der Beginn des Menschseins ist der Zeitpunkt, zu dem die Geist/Seele-Einheit den neuen physischen Körper in Besitz nimmt. Das muss nicht notwendigerweise die Geburt sein. Er liegt irgendwo zwischen Zeugung und Geburt. Dieser Beginn ist individuell, das heißt die Geist/Seele-Einheit inkarniert zu dem Zeitpunkt, zu dem es ihr am zweckmäßigsten ist. Dies hängt sehr stark von deinem Lebensplan und der Lebensaufgabe ab, die du in diesem Leben absolvieren möchtest. Bevor du ein körperliches Wesen wirst, hast du bereits deine Lebensmatrix programmiert und dein Ziel bestimmt, das du erreichen möchtest. Zunächst musst du beim Eintritt in den Körper einen Filter passieren, der dein bisheriges Wissen ausblendet. Ich nenne diesen Filter, den Filter der Unbewusstheit. Er bewirkt, dass du dir nach der Verschmelzung mit deinem neuen Körper nicht mehr darüber bewusst bist, dass du wiedergeboren wurdest, das Jenseits deine eigentliche Heimat ist und du einen Plan für dieses Leben aufgestellt hast. Da wir zu diesem Zeitpunkt ohne bewusstes Wissen sind, sind wir am Anfang unseres neuen Lebens naturgemäß auf andere Menschen angewiesen. Bei den allermeisten Menschen sind es die Eltern, die sie umsorgen und ihnen ihr Wissen und ihre Überzeugungen vermitteln. Sie prägen also von Anfang an die Persönlichkeit und bestimmen das Denken und Handeln ihrer Kinder. Je intensiver du die Prägung deiner Eltern annehmen willst, desto früher gehst du in deinen embryonalen Körper. Warum tust du das? Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen hast du durch diese Maßnahme die Möglichkeit, auf ganz bestimmte Schwierigkeiten im Leben zu stoßen, die durch die Prägung deiner Eltern sehr wahrscheinlich auftreten werden (Tolle „Aussicht“, jetzt stellt sich bei dir sicher die Frage: Wieso will ich auf Schwierigkeiten stoßen?). Zum anderen bist du an deine Eltern gebunden, denn du wächst zunächst ohne bewusstes Wissen in dieser Welt auf, in der du ohne deine Eltern nicht überleben könntest. Zunächst sind dir nur Grundinstinkte gegeben, die dich in die Lage versetzen, deinen Eltern durch Schreien verständlich zu machen, wenn du Hunger oder Schmerzen hast, deine Windel voll ist oder du ihre liebevolle Nähe suchst. Du bist also zunächst ganz von ihnen abhängig, und das merkst du auch sehr schnell. Im Zuge deiner körperlichen und geistigen Entwicklung wandelt sich die zunächst einfache Interaktion mit deinen Eltern zu einer immer komplexeren, bei der du schließlich die Prägungen durch deine Eltern über deine Sprache, deine Mimik, deine Gestik und deine Handlungen über dein erlerntes neues Wissen widerspiegelst. Deine frühe Entwicklung ist der erste Ausfluss des Denkens einer Gruppe – deiner Familie. Durch dieses Gruppendenken kommt es zu einem stärkeren Zusammenhalt, der das Überleben des einzelnen Gruppenmitgliedes sicherer macht. Um in deiner Familie ohne große Probleme leben zu können, musst du dich so verhalten, dass dieses Verhalten von den Anderen akzeptiert wird. Deine Familie zeigt dir, wie du dich nach ihrem Muster außerhalb der Gruppe zu verhalten hast, um auch dort überleben zu können. Du wirst also darauf vorbereitet, eine noch nie da gewesene Situation entsprechend des Familiengeistes zu meistern. Verstehst du? Durch diese akzeptierte Denkweise wirst du auch in solchen Situationen vermeintlich richtig handeln. Du nimmst deshalb eine Rolle in deinem Leben an, weil du nur dadurch zur Familie gehören kannst. Du merkst als Kind auch sehr schnell, dass du geliebt wirst, wenn du dich an die Rolle hältst, und dass du bestraft wirst, wenn nicht. Man nennt diesen Vorgang Erziehung. Du spielst also zunächst die Rolle, die in deiner Familie gefordert wird. Danach kommt der Kindergarten, die Schule, der Verein, der Beruf, die eigene Familie und so weiter. Dann spielst du viele verschiedene Rollen. Du bist scheinbar immer jemand anderes, wenn du mit anderen Menschen zusammenkommst. Jedoch kommen in immer neuen Gruppen grundsätzlich die gleichen Mechanismen zum Tragen, wie in deiner Familie. Wenn du die gleiche Denkweise akzeptierest, wirst du anerkannt, und wenn nicht, gemieden. Bedeutet das, dass du überall wo du hingehst, deine Handlungen ausschließlich nach anderen Menschen und Gruppen richtest und du keine eigene Meinung mehr hast? Ganz so ist es nicht. Sehr wohl kannst du eine andere Meinung haben und diese auch äußern, ohne dass du dafür bestraft oder abgelehnt würdest. Dies wird aber nur dann von der jeweiligen Gruppe akzeptiert, wenn es dem Gruppenkodex entspricht. So mag dein Widerspruch zu einer im Unterricht geäußerten Aussage deines Lehrers deshalb akzeptiert werden, weil solches Auftreten in der Schule gewollt ist und es dem Bildungsauftrag entspricht, selbstbewusste Persönlichkeiten mit einer eigenen Meinung heranzuziehen. Jedoch lässt sich ein solches Verhalten in einer anderen Gruppe nicht ohne Weiteres wiederholen. So wird es ein Vorgesetzter beim Militär wohl kaum akzeptieren, wenn du in ähnlicher Manier über gegebene Befehle diskutieren wolltest. Wie dieses Beispiel zeigt, können verschiedene Gruppen bei gleichen oder ähnlichen Konstellationen von dir unterschiedliche Reaktionen abverlangen. Was passiert schlussendlich mit deinem Denken und Handeln, wenn du längere Zeit Mitglied einer bestimmten Gruppe bist? Du passt dich ihr an, um dazuzugehören. Das geschieht natürlich nur, wenn ihr in eurer Sichtweise nicht so weit auseinanderliegt. Wenn es keine gemeinsame Basis gibt, wirst du nicht zu der Gruppe gehören wollen, oder wenn du aus beruflichen oder sonstigen Gründen dazu gezwungen bist, wirst du ein Außenseiter bleiben, wer von den Anderen gemieden wird. Verstehst du nun, was mit den Rollen gemeint ist und wie sie entstehen?[2]

Da du jetzt vielleicht erkannt hast, dass du eine oder viele Rollen spielst, ist ein erster Schritt getan, um sich selbst zu erkennen. Überlege, ob du die Rolle so noch spielen kannst und dies möchtest, wenn du dich selbst nun mit anderen Augen siehst. Das Bewusstwerden der Rollenspiele versetzt dich in die Lage, dein Leben anders und vor allem bewusster zu leben. Sieh dein Lebensumfeld mit anderen Augen; du wirst erstaunt sein oder dich vielleicht sogar amüsieren, wie andere Menschen denken und handeln (müssen). Wenn du so weit im Denken bist, dann hast du die Fäden, an denen du wie eine Marionette hängst, erfolgreich zerschnitten.


[1] Ella Kensington: Die 7 Botschaften unserer Seele, 1. Auflage, Wilhelm Goldmann Verlag München, S. 50 – 55

[2]Ende des Abschnittes, auf welchen Bezug genommen wurde.