Bist du bereit …?

9. Dezember 2009

Eine Rezension – Als ich die gut anderthalb Stunden Laufzeit der DVD
„(R)EVOLUTION 2012″, die ich über meine sehr gute Heimkinoanlage abspielte, hinter mich gebracht hatte, entrann meiner Kehle ein „Wow!“. Dieter Broers und die Produzenten des Dokumentarfilms verstehen es brilliant, den Zuschauer an ein Umdenken heranzuführen, was durch die geschickte Verknüpfung von wissenschaftlichen Aussagen, faszinierenden Bildern und Computeranimationen mit treffenden Kommentaren von ausgewählten Wissenschaftlern und Zeitzeugen erreicht wird. Dabei kann man bei Beginn des Films durchaus skeptisch sein, was die filmische Vermittlung der Sichtweisen des gleichnamigen Buches, von Dieter Broers, betrifft. Der Film stößt Türen auf, die uns bisher in verkrusteten Denkstrukturen festhielten, indem an Hand von durchaus bekannten Phänomenen die Frage gestellt wird, ob wir solche paranormalen Aktivitäten, einfach ignorieren können. Dies betrifft zum Beispiel UFOs, Kornkreise oder Stimmen aus dem Jenseits. Da es für viele Menschen sehr schwer sein dürfte, sich für derartige neue Sichtweisen zu öffnen, wird der Zuschauer an die tiefgreifenderen Aussagen, welche zum Schluss des Filmes getroffen werden, langsam und systematisch herangeführt, ohne von vornherein überfordert zu werden. Die bildliche Sprache und die geschickte Inszenierung, die Darstellungen wie für den Empfängerghorizont eines ungefähr zehnjährigen Kindes darzubieten, eröffnen jedem Menschen mit durchschnittlicher Schulbildung die Chance, sein eigenes bisheriges Weltbild mit den Erkenntnissen des Filmes abzugleichen und gegebenenfalls zu überdenken. Schlussendlich kann auch der größte Skeptiker noch seinen Bildungsstand erweitern. Wussten Sie zum Beispiel, dass das geomagnetische Feld, dass unseren Erdball umgibt, nicht nur der Abschirmung der Erde vor kosmischen Strahlen dient, sondern auch für alle Lebewesen auf unserem Planeten und nicht zuletzt den Menschen selbst überlebenswichtig ist, da durch dieses Erdmagnetfeld wichtige regenerative Prozesse in den Zellen gesteuert werden? Nein? Dann wissen Sie nach dem Anschauen des Films. Machen Sie sich bereit – denn der Film beginnt am Anfang mit einer wie bei einem Computerbetriebsystem einlaufenden Schriftzeile: „

„Bist du bereit für ein Update deines Bewusstseins ….?“

Fazit: Der Film verdient alle Sterne, die zu vergeben sind! Unbedingt empfehlenswert!

Nachfolgend der Link zum vollständigen Film:

 


Der Weg zur AKE

19. März 2009

oobe250x219Vor einiger Zeit hatte ich mit meinem Artikel „Der Test für die Unsterblichkeit“ erläutert, dass man durch eine so genannte außerkörperliche Erfahrung (AKE) selbst erleben kann, dass das Bewusstsein nicht an den Körper gebunden ist. Ich hatte angekündigt, zu erklären, wie man eine außerkörperliche Erfahrung bewusst herbeiführen kann. Vorwegzunehmen ist, dass dieses Experiment eine Menge Selbstbeherrschung und Geduld erfordert. Wer schon einmal eine außerkörperliche Erfahrung – hier möchte ich von den außerkörperlichen Zuständen während eines Nahtoderlebnisses abgrenzen – gemacht hat, weiß dass dies ein völlig faszinierendes Erlebnis ist. Die Methode ist sehr schön in Robert Peterson’s Buch „Praxis der außerkörperlichen Erfahrung“ erläutert. Ich fasse diese umfangreiche Erläuterung hier zusammen.

Wie führe ich eine außerkörperliche Erfahrung herbei?

Physische Vorbereitung

Robert Peterson empfiehlt als beste Zeit für eine außerkörperliche Erfahrung den Morgen, nachdem man allein (ohne Wecker) wach geworden ist. Da man in der Woche regelmäßig nicht genug Zeit hat, da man ja arbeiten geht, empfiehlt es sich, die Samstage oder Sonntage zu nutzen. Dem Körper ist vor der AKE viel Ruhe zu gönnen. Der Trick besteht darin, dass der Körper auf der einen Seite ausreichend müde sein muss um in einen entspannten Zustand zu kommen, auf der anderen Seite aber nicht zu müde um nicht wieder einzuschlafen. Vor einer AKE sollte man also ausreichend geschlafen haben. Zu Beginn der Übung, nachdem man aufgewacht ist, sollte man zunächst herausfinden, wie müde man noch ist. Wenn man noch müde ist, dann räkelt man sich am besten ein wenig im Bett oder schüttelt den Schlaf ab. Faustregel: Der Körper sollte gut ausgeruht und entspannt und der Geist munter sein. Man vermeide im Übrigen alle akustischen, visuellen oder körperlichen „Störfaktoren“ (Empfehlungen z.B. Handy und Telefon ausschalten, Fenster schließen, Blase entleeren).

1. Schritt: Entspannung

Ein vollkommen entspannter Körper ist für die Herbeiführung einer AKE sehr wichtig. Wenn man nicht entspannt ist, dann ist das eigene Bewusstsein zu sehr auf den Körper fixiert. Wie entspannt man den Körper?

Man entspannt den Körper Glied für Glied und arbeitet sich dabei von den Füßen zum Kopf hoch. Wenn man keine spezielle Entspannungstechnik beherrscht, empfiehlt Robert Peterson, jeden Muskel systematisch anzuspannen bis sich in ihm eine leichte Ermüdung einstellt um dann abrupt loszulassen. Dies soll man gegebenenfalls wiederholen. Wichtig ist, dass man um so entspannter ist, je weniger man seinen Körper „spürt“. Anschließend soll das Gesicht vollkommen entspannt werden. Eine Möglichkeit dazu funktioniert so, dass man mit geschlossenen Augen tiefer und tiefer in die Schwärze starrt, wobei man sehr langsam die Augenbrauen anspannen und die Augäpfel leicht nach oben rollen muss. Dies so lange bis die Augenbrauenmuskeln sehr müde werden. Dann soll die Anspannung gelockert werden und die Gesichtsmuskeln etwa 15 Sekunden entspannt werden. Das sollte etwa sechs bis sieben Mal wiederholt werden.

2. Schritt: Den Geist ruhig stellen und sammeln

Robert Peterson nennt fünf Schlüsselfaktoren um den Geist erfolgreich auf das Induzieren einer AKE auszurichten: geistige Verfassung, Realismus, Bewegung, Empfänglichkeit und Passivität.

a) Geistige Verfassung

Wenn man versucht, seinen Körper zu verlassen, ist die geistige Verfassung sehr wichtig. Sie sollte so sein, dass man ein stiller, vollkommen passiver und zielgerichteter Beobachter ist. In diesem Zustand geht der Geist nicht auf Wanderschaft, was sehr wichtig ist um Bilder längere Zeit zu visualisieren.

b) Realismus

Man sollte lernen, den eigenen Fokus auf den Bereich außerhalb des Körpers zu richten und zwar so intensiv, dass alles real wird. Man soll den Geist zu einem einzigen Bewusstseinsfaden bündeln.

c) Bewegung

Hiermit ist die Schwingungsbewegung gemeint, die man im eigenen Körper spürt. Man soll sich vorstellen, dass der eigene Körper sanft und gleichmäßig vor und zurück oder von links nach rechts schwingt. Dieses Pendelgefühl sollte man sich so lebhaft wie möglich vorstellen.

d) Aufnahmebereitschaft

Ein empfänglicher Geisteszustand ist wichtig, um die Schwingungen hervorzurufen oder zu induzieren.

e) Passivität

Je passiver man ist, um so leichter ist es einen AKE-Zustand zu erreichen. Man sollte, so verlockend das Verlangen auch ist, sich genau auf die Abläufe zu fokussieren, versuchen, zu einer Haltung zu gelangen, in der es einem völlig gleichgültig ist, was passieren wird.

Man muss unbedingt den Teil des Bewusstseins ausschalten, der ein Eigeninteresse am Geschehen hat. Man verlangsame den Gedankenstrom und versetze sich in einen passiven und empfänglichen Geisteszustand und reinige seinen Geist von allen Gedanken.

3. Schritt: An der Schwelle des Bewusstseins umherschweifen

Diesen Schritt kann man ganz kurz damit umreißen, dass man die Grenze zwischen Wachen und Schlafen erforschen soll. Es ist ein ganz bestimmter Grenzzustand, den es zu erreichen gilt. Dazu lässt man zunächst zu, dass man einschläft, sich dann aber wieder „fängt“ indem man sich selbst wieder weckt. Danach lässt man sich wieder in den Schlaf fallen und zwar ein wenig näher als vorher um sich anschließend wieder zu wecken. Das muss man mehrere Male tun, bis der Körper tief entspannt und der Geist in der oben beschriebenen „passiven“ Verfassung ist.

4. Schritt: Ein Objekt visualisieren

Dann visualisiere man einen kleinen Gegenstand, wie einen kleinen Würfel, der sich knapp zwei Meter vor bzw. über dem Gesicht befindet. Man visualisiere ihn so deutlich wie man es kann. Man soll erst fortsetzen man den visualisierten Gegenstand klar vor dem geistigen Auge sehen kann.

5. Schritt: Das Objekt ein wenig schaukeln lassen

Dann beginne man damit, das Objekt auf und ab zu bewegen, so dass es einem ein wenig näher zu kommen scheint und sich dann wieder in seine ursprüngliche Position zurückbewegt. Man visualisiere zunächst nur eine kaum nennenswerte Bewegung. Man halte jedoch das Objekt ständig in Schwung und lässt seine Bewegung nicht zum Stillstand kommen.

6. Schritt: Man steigere die Schaukelbewegung

Man vergrößert danach allmählich die Strecke, die das Objekt bei seinem Schwingen zurücklegt. Man lasse Objekt weiterhin auf sich zu- und dann wieder zurückschwingen, wobei es jedes Mal ein wenig näher kommt. Man achte darauf, dass die Visualisierung eine gewisse Perspektive und Tiefe hat. Jedes Mal, wenn das Objekt näher kommt, sollte es größer aussehen und jedes Mal wenn es vom Körper wegpendelt, sollte es kleiner wirken.

7. Schritt: Man schwinge gegenläufig zum Objekt

Man versuche, ein Gefühl aufzubringen, als würde man selbst in die dem Objekt entgegengesetzte Richtung wegpendeln. Man stelle sich vor, dass das Objekt eine starke Anziehungskraft ausübe, die das eigene Schwingen beeinflusst. Wenn das Objekt sich auf dich zubewegt, wirst du von ihm angezogen. Sobald es sich von dir entfernt, schwingst du in deine Ausgangsposition innerhalb deines Körpers zurück.

8. Schritt: Man „ergreife“ das Objekt und lasse sich von ihm herausziehen

Wenn das Objekt sehr lebhaft geworden ist und auf dich zuschwingt, „greife“ mit deinem Geist danach. Sobald das Objekt von dir wegpendelt, wird dein Bewusstsein ihm folgen und von deinem Körper abgezogen werden. An diesem Punkt ist man aus seinem Körper heraus. Man kann dann den reglosen Geisteszustand „loslassen“ und sein Bewusstsein ausdehnen. Man wird sich hellwach und munter fühlen. Nun steht es einem frei, die nichtphysische Welt zu erforschen.

Robert Peterson weist darauf hin, dass viel Zeit, Übung und Geduld nötig sind, um zu lernen, den Körper zu verlassen. Man soll keine Ergebnisse über Nacht erwarten. Wenn man allerdings die Schwelle überschritten hat, dann öffnet sich das Tor zu einer faszinierenden Erweiterung des Bewusstseins, welches man nie wieder schließen wird.

Praxis der außerkörperlichen Erfahrung – Originalseite von Robert Peterson


Medium – Die Kurzeinführung

8. Januar 2009

gordon-smith-buchcover-klein1Dieses Buch hat mich gefunden! Wer etwas über das Gesetz der Anziehung gelesen oder gehört hat, der weiß, was ich meine. Gordon Smith versteht es, auf 214 Seiten einen Überblick über seine Entwicklung als Medium, seine Erkenntnisse, seine Erlebnisse und seine Sichtweise zu geben. Verschiedene grundlegende Themen, wie Leben nach dem Tod, Himmel und Hölle, Gespenster und Geistwesen, Veränderte Bewusstseinszustände usw. werden in Kapiteln behandelt, welche kurzweilig durch eigene Erlebnisse des Autors, ihm übermittelte Fallbeispiele oder überlieferte Geschichten untersetzt werden. Gordon Smith spart hierbei nicht mit nachvollziehbaren Erläuterungen. Er vermeidet dabei eine schulmeisterliche Vermittlung und lässt es dem Leser frei, sich eine eigene Meinung zu bilden. Es ist beim Lesen des Buches allgegenwärtig, dass der Autor weiß, was er sagt, ohne eine Ansatz von Überheblichkeit zu zeigen. Besonders seine Erläuterungen unter der Rubrik „Wahre und falsche Vorstellungen zu ….“ welche im jeweiligen Themenkapitel erfasst sind, ließen mich manchmal laut auflachen, weil er mit einer gewissen Ironie mit völlig überholten Vorurteilen abrechnet und dem Leser sein eigenes ehrliches Fazit anträgt.

Mein Fazit:
Unbedingt lesenswert für alle, die unabhängig von vorgeprägten Vorurteilen das Leben eines Mediums ungeschminkt kennenlernen möchten.


Der Blick ins Jenseits

31. Dezember 2008

himmel200x2001Die wohl meistgestellte Frage der Menschen ist: „Gibt ein Leben nach Tode?“  Um sie zu beantworten, sollte zunächst der in ihr enthaltene scheinbare Widerspruch geklärt werden. Wenn man tot ist, dann kann es offensichtlich kein Leben geben. Vielleicht überrascht es, wenn ich jetzt sage: Das ist völlig richtig! Ich sehe es aber in einem anderen Kontext. Denn ich sage, dass der „Tod“ nicht existiert. Das Bewusstsein, welches ich mit dem Geist und der Seele gleichsetze, kann nicht sterben. Wenn etwas stirb, dann ist es unser physischer Körper. Unser Bewusstsein, der Geist, tritt dann aus dem Körper heraus und nimmt bewusst wahr, dass man gar keine Angst vor dem „Tod“ haben muss, weil es ihn schlichtweg gar nicht gibt. Wieso komme ich einmal mehr zu dieser Überzeugung? Ich hatte hierzu schon in meinem Artikel „Der Tod ist nicht das Ende“ einiges darüber geschrieben.

Zwischenzeitlich konnte ich noch einige erstaunliche Erlebnisberichte von Menschen, welche die „andere Seite“ anlässlich einer Nahtoderfahrung sahen, vernehmen dürfen. Zu diesen Menschen ist zu sagen, dass sie mir persönlich bekannt sind, sie völlig unterschiedlichen Alters waren (Kinder sowie Erwachsene im jüngeren und reiferen Alter) als sie ihr spezifisches eigenes Erlebnis hatten. Genug der Vorrede. Ich komme zunächst zu den Nahtoderlebnissen der Kinder, welche ich aus den Berichten naher Verwandter in Erfahrung bringen durfte.

Ein guter Bekannter berichtete mir über das Nahtoderlebnis seines damals 11jährigen Sohnes. Der Junge war an einem heißen Sommertag völlig dehydriert, was die Eltern nicht rechtzeitig erkannt hatten und wurde vor ihren Augen plötzlich bewusstlos. Es gelang ihnen, den im Ort wohnenden Hausarzt herbeizurufen (natürlich wurde auch der Rettungswagen gerufen), welcher gerade dabei war, zu einem anderen Patienten im Nachbarort aufzubrechen, als ihn der Anruf erreichte. Er war ziemlich schnell da. Er stellte am Zustand des Jungen fest, dass es um Leben und Tod ging, denn der Junge zeigte nur noch wenige Lebenszeichen (Puls fast nicht mehr feststellbar). Der Arzt leitete sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Nachdem er u.a. mit einer Sofortinfusion und einer Spritze den Zustand des Jungen soweit stabilisieren konnte, dass ein Rettungstransport stattfinden konnte, schlug der Junge wenig später wieder die Augen auf. Es waren hier ca. 15 Minuten seit dem Zusammenbrechen des Jungen vergangen. Zunächst traute sich der Junge nicht, seinen Eltern anzuvertrauen, was er erlebt hatte; jedoch fasste er sich später ein Herz und bezog seine Eltern in sein Erlebnis ein. Er war nach eigenem Bericht unmittelbar nach seinem Zusammenbruch aus seinem Körper „geschleudert“ worden und schwebte über seinem liegenden Körper. Er erlebte die Angst seiner Mutter, welche dieses plötzliche Zusammenbrechen völlig verzweifeln ließ. Er verfolgte die eiligen Telefonate und konnte wörtlich wiedergeben, was das gesagt worden war. Er verfolgte die Maßnahmen des ihm bekannten Hausarztes und beschrieb sie detailliert seinen Eltern. Der Junge konnte jedes Wort, welches zwischen seinen Eltern und dem Hausarzt in dieser Zeit gesprochen worden war, wiedergeben. Dies war für die Eltern angesichts der Tatsache, dass ihr Junge kaum noch am Leben war und auch nach dem Befinden des Arztes keinerlei Wahrnehmungsmöglichkeiten in der Zeit der Bewusstlosigkeit hatte, völlig erstaunlich. Der Junge beschrieb die Zeit der Außerkörperlichkeit als völlig schmerzfrei und angenehm. Alles was zu hören und zu sehen war, nahm er intensiver wahr. Ihm war jede Sekunde seiner Erfahrung in einer besonderen Qualität bewusst. Dieses Erlebnis würde er sein ganzes Leben lang nicht vergessen.

Ich hatte vor einiger Zeit ein interessantes Gespräch mit einer älteren Dame, die ich im Rahmen der Kontakte meines Jobs kennengelrnt hatte, wir unterhielten uns über ihre kranke Enkelin. Diese war schwer herzkrank und bei mehreren Herz-OPs dem Tode schon sehr nahe gewesen, wie die Ärzte berichteten (ein zwischenzeitlicher Herzstillstand war quasi „normal“). Zum Zeitpunkt meiner Kenntnisnahme von dem Nahtoderlebnis war das Kind 8 Jahre alt und dies war an sich schon ein Wunder, dass sie so alt geworden ist. Wir kamen darauf zu sprechen, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, welche nicht rational erklärbar sind. Ich sagte dazu meine Meinung und berichtete über mein Diana-Erlebnis (siehe hier ). Ich erklärte, dass ich zwischenzeitlich an eine Fortexistenz nach dem Tode des physischen Körpers glaube. Die ältere Dame war hier aufgeschlossen und reflektierte meine Aussagen vollends, da sie aufgrund der Erfahrungen mit Ihrer Enkelin zu einer eigenen neuen Anschauung gekommen ist. Sie erzählte dann von einer Episode mit ihrer Enkelin:

Die Kleine hatte im Alter von drei Jahren einen längeren Krankenhausaufenthalt mit mehreren schweren Herz-OPs. Sie hatte einen Opa (der Vater des Schwiegersohnes der älteren Dame), der starb, als sie zwei Jahre alt gewesen war. Der Opa war ein sehr lustiger Mensch, der seine Enkelin sehr geliebt hatte. Nach der langen Zeit im Krankenhaus geschah es auf der Fahrt von der Universitätsklinik zurück nach Hause. Die Kleine schaute aus dem Fenster und betrachtete mit seltsamer Abwesenheit die Sterne, welche in dieser klaren Nacht deutlich sichtbar waren. Plötzlich sagte sie: „Mama, der Opa hat mir dort wo ich gewesen war gesagt, die Oma soll nicht mehr alleine bleiben, sondern sich wieder einen Mann nehmen.“ Sie berichtete von einem Licht und von dem Opa welchen sie bei diesem Licht gesehen habe. Er habe sie dann zurück geschickt, weil sie dort, wo er war, nicht bleiben durfte.

Dies waren zwei Berichte über Nahtoderlebnisse von Kindern. Solche Berichte haben eine besondere Qualität, was den Wahrheitsgehalt betrifft. Dr. Raymond A. Moody schreibt hierzu in seinem Buch „Das Licht von drüben – Neue Fragen und Antworten“:

„Die Todesnähe-Erlebnisse von Kindern haben eine besondere Qualität. Die Befragung unschuldiger Kinder gibt den Forschern die Möglichkeit, Individuen zu untersuchen, die sich noch nicht allzu viele Gedanken über das Leben, den Tod und das Jenseits gemacht haben. Kinder sind von der Erwachsenenwelt noch nicht so beeinflusst und haben noch nichts von den Eindrücken gehört, die Todesnähe- Erlebnissen gleichen. Da Kinder noch nicht im selben Maß kulturell konditioniert sind wie Erwachsene, erhöhen ihre Sterbeerlebnisse die Stichhaltigkeit der Kernerfahrung der Todesnähe.“

Wir sollten daher solche Berichte von Kindern, welche sich anlässlich eines Unfalles, einer Erkrankung oder einer Operation im Grenzbereich zwischen Leben und Tod befanden, nicht als Fantasien abtun, sondern ernst nehmen. Den Eltern dieser Kinder kommt dabei eine besondere Verantwortung zu, die es erfordert, mit Verständnis und Aufgeschlossenheit zu reagieren. Diese Erlebnisse sind für die betroffenen Kinder prägend, mag die Erwachsenenwelt sie nun glauben oder nicht. Eine ablehnende und kopfschüttelnde Reaktion der Erziehungsträger könnte zu einer Traumatisierung des betroffenen Kindes führen. Schuldkomplexe auf Grund eines Nahtoderlebnisses sind aber völlig verfehlt, denn kein Kind hat sich so etwas bewusst herbeigewünscht.

Die Nahtoderlebnisse der Erwachsenen folgen in einem späteren Eintrag.


Der Lebensplan und die Gegensätzlichkeit

19. Oktober 2007

Man kennt das Gefühl; man will etwas Bestimmtes, ganz intensiv, ganz fest, ganz verkrampft. Man ist darauf fixiert und wiederholt gedanklich seine Intension, immer und immer wieder. Es wird zu einer Zeitschleife, die wiederholt abläuft. Das ersehnte Ziel ist aber nicht erreichbar. Es ist wie verhext. Wenn ich jetzt sage, dass es so nicht funktionieren kann, weil es nicht in der Lebensplanung steht, dann wird der Eine oder Andere vielleicht sagen …. Lebensplanung? Was ist das denn für ein Schwachsinn! Nun gut … diese Einstellung kann ich verstehen. Ich war früher auch nicht anders. Nun kam mir ein Buch von Sylvia Browne in die Hände, welches den Titel „Einsichten“ trägt. In diesem Buch erläutert die Autorin die Sichtweise ihres spirituellen Weltbildes und ihrer im Laufe ihrer Praxis als Medium gemachten Erfahrungen. Sie fügt ihren Erläuterungen etliche Briefe ihrer Klienten bei, welche ihr nach einer Beratung, einem sogenannten Reading, erstaunliche Dinge berichteten, die sich so ereigneten, wie sie ihnen angekündigt worden waren. Viele hatten ihre Zweifel, dass die Ankündigung von Sylvia Browne tatsächlich eintreten würde. Es gab hier natürlich immer ein gewisses Zeitfenster zwischen dem Reading und dem eintretenden Ereignis. Letztlich trat das Ereignis aber zur Verblüffung der Klienten fast wortgenau ein. Völlig überraschend, weil sie nicht mehr daran dachten, aber trotzdem kam es so sicher wie das Amen in der Kirche.

Was hat es nun mit der Lebensplanung auf sich? Hier ist ein kurzer Diskurs zum Thema „Reinkarnation“ und „Weltbild“ nötig. Beim rein materialistíschen Weltbild wird davon ausgegangen, dass der Mensch geboren wird, sein Leben lebt und stirbt. Es gibt danach keine Trennung zwischen Körper und Geist. Mit dem Körper stirbt auch das Bewusstsein. Die spirituelle Sichtweise der Religionen geht hingegen davon aus, dass Körper und Geist (bzw. die Seele) getrennt zu sehen sind, d.h. mit dem Tod keine Einheit im Diesseits mehr bilden und die unsterbliche Seele in die andere Dimension (ins Jenseits) übergeht. Der Geist (die Seele) das ist unser Ich-Bewusstsein, welches mit dem Tode des physischen Körpers nicht einfach aufhört zu existieren. Es geht weiter, denn das „Ich“ hört nicht auf, wahrzunehmen. Dies ist auch meine persönliche Überzeugung. Tausende von Nahtodberichten, welche dokumentiert sind, haben dies bewiesen. Ich verweise hierzu auf meinen Blogeintrag „Der Tod ist nicht das Ende“. Dass die Reinkarnation der Glaube an die Wiedergeburt ist, brauche ich wohl nicht näher erläutern. Dieser Glaube wird nicht von allen Religionen reflektiert. Die Reinkarnation wurde durch sogenannte Rückführungsmeditationen nachvollzogen, bei denen der Klient mittels Hypnose in ein altes Bewusstsein eines früheren Lebens gebracht wird. Einzelheiten aus den früheren Leben konnten in vielen Fällen durch alte Chroniken, Taufregister und Personanstandsbücher verifiziert werden. Über einzelne Fälle wurde in den Medien berichtet.

Wenn man nun den Versuch unternimmt, den Erläuterungen von Sylvia Browne zu folgen, so sollte man zunächst als gegeben  unterstellen, dass a) Körper und Geist (Seele) keine dauerhafte Einheit bilden und b) die Seele – von Zeit zu Zeit – in einem neuen Körper wiedergeboren wird. Sylvia Browne erläutert nun, dass unser eigentliches Zuhause auf der jenseitigen Ebene liegt. Was wir auf dieser Seite, in unserem Körper und in dieser Welt absolvieren, sei nur so etwas wie ein „Ausbildungslager“ um uns fortzuentwickeln. Unsere eigene Seele hat hierbei vor der Reinkarnation das „Drehbuch“, den Lebensplan, für dieses Leben geschrieben. Natürlich sind wir uns dessen nicht bewusst. Angesichts dessen, dass da so negative und teilweise schlimme Schicksalsschläge im eigenen Leben passierten, mag es unglaublich sein, dass man diese Dinge in seinen Lebensplan geschrieben hat. Als rationell denkender Mensch müsste man meinen, dass man doch, wenn man es selbst in der Hand hat, sich nur Harmonie, Glück und Liebe in den eigenen Lebensplan schreiben würde. Sylvia Browne argumentiert hier aber, wie ich meine nachvollziehbar, dass man dann doch gleich in der jenseitigen Ebene bleiben könnte, weil  es da irdische Probleme gar nicht gäbe, denn die Seele lebt dort in Harmonie, Glück und Liebe. Insoweit erscheint es überzeugend, dass die Seele im irdischen reinkanierten Leben nur „wachsen“ kann, wenn sie in ihren Lebensplan ein Lernpotential hineingeschrieben hat.

Sylvia Browne ist nun als Medium in der Lage in den Lebensplänen ihrer Klienten „zu lesen“ und diesen bestimmte Einzelheiten aus ihrem jeweiligen Lebensplan mitzuteilen. Da sind Ereignisse zu Partnerschaft, Beruf und Familie, welche sie ihren Klienten mitteilt, die da eintreten werden, weil sie so geschrieben wurden. Viele Klienten der Sylvia Browne konnten es nicht glauben, weil sie so von ihrer gegenwärtigen Situation überzeugt waren, dass sie da nur die für sie wahrnehmbare Perspektive sahen. Es ist wohl das Beste, wenn ich hier einfach mal aus dem Buch von Sylvia Browne zitiere:

1. Zu Partnerschaft und Liebe:
„Ich fragte Sylvia, ob sie sah, dass ich meinen Freund, mit dem ich damals zusammen war, heiraten würde. Ich war enttäuscht, als sie mir dringend riet, diesen „Stubenhocker“ loszuwerden. Dann fragte sie mich, ob ich einen großen, kräftigen Kerl mit Haselnussaugen und dunkelbraunem, lockigen Haar kennen würde, denn das sei der Mann, den ich irgendwann im Frühjahr heiraten würde (mein Reading fand im November statt).
Ich hätte Ihnen meine Bestätigung schon früher geschickt, aber ich komme gerade aus demn Flitterwochen zurück, die ich mit einem großen, kräftigen Kerl mit Haselnussaugen und dunkelbraunem, lockigen Haar verbracht habe, den ich während der Winterferien kennenlernte, kurz nachdem ich dem „Stubenhocker“ den Laufpass gegeben hatte …. (von Lilly)“

2. Zu Beruf
„Liebe Frau Browne, ….. ich war am Flughafen von San Josè Ihr Gepäckträger am Terminal der American Airlines und ich fragte Sie, ob ich meinen Beruf wechseln würde. Sie sagten mir, dass ich mein Talent vergeudete und es an der Zeit sei, all meine Energie in meine Musikkarierre zu stecken. Ich habe Ihren Rat befolgt …. ich bin inzwischen ein erfolgreicher Musikproduzent mit Namen wie Maria Carey und T.L.C. auf meiner Referenzliste …. (von Keith)“

Das waren bloß zwei Beispiele, die ich gekürzt wiedergegeben habe. In dem Buch von Sylvia Browne werden etliche andere, teilweise sehr verblüffende Beispiele für genannte Lebensveränderungen, wiedergegeben. Etliche Angaben sind sogar eidesstattlich versichert worden.

In Punkto Liebe und Partnerschaft, welche meines Erachtens immer die größten Potentiale menschlicher Entwicklung und Tragödien wiederspiegeln, gibt Sylvia Browne dem Leser – der vielleicht schon lange auf der Suche nach dem idealen Partner ist – einen verblüffenden Rat: „Je zufriedener Sie damit sind, frei und unabhängig zu sein, und je weniger sie eine Beziehung brauchen, desto größer sind Ihre Chancen, den Richtigen / die Richtige zu finden. Dies ist eine Tatsache und gleichzeitig ein Versprechen.“ 

Das ist das Gesetz der Gegensätzlichkeit!  

    


Der Tod ist nicht das Ende

13. Januar 2007

The Light

Die meisten werden sich schon einmal die Frage gestellt haben: Was passiert, wenn mein Körper stirbt? Oder noch einfacher: Was passiert, wenn ich sterbe? Ich selbst fand früher die Vorstellung, dass mit dem Tod „der Lichtschalter ausgeknipst“ wird und mein Bewusstsein einfach und auf immer weg ist, erschreckend. Mittlerweile denke ich anders. Ausgehend vom Literaturstudium in Dr. Walter von Lucadou „Dimension PSI“ und Dr. Raymond A. Moody „Das Licht von drüben“ gepaart mit geschilderten Nahtoderlebnissen aus meinem Bekanntenkreis habe ich im Hinblick auf die These, dass das Bewusstsein (der Geist, die Seele) unabhängig vom physischen Körper (fort)existiert, keinen Zweifel mehr. Viele Wissenschaftler haben sich schon mit dem Phänomen Nahtoderlebnis beschäftigt. Hier gibt es durchaus kontroverse Ansichten. Dies in philosophischer und naturwissenschaftlicher Hinsicht. Die erstgenannte Kategorie möchte ich zunächst einmal zurückstellen; interessant sind die medizinischen kontroversen Ansichten zum Thema Nahtod. Viele Mediziner verfechten verbissen die Ansicht, dass das Bewusstsein nur zusammen mit dem Körper existiert. Die so genannten Nahtodberichte vieler tausender Betroffener welche vor allem von solchen Wissenschaftlern wie Raymond A. Moody und Kenneth Ring dokumentiert wurden, werden mit allen möglichen Argumenten als Restwahrnehmungen in Grenzfällen deklassiert. So wurde z.B. von Susan Blackmore u.a. argumentiert, dass Sauerstoffmangel im Gehirn dazu führen würde, dass die für eine Nahtoderfahrung typischen Merkmale wie das Schweben über dem Körper, die Tunnelerfahrung, das Begegnen verstorbener Verwandter usw. auftreten. Dies sei einzig und allein ein Ergebnis dieser Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Diese Behauptung ist aus folgenden Gründen nicht haltbar:

Die Befürworter der Sauerstoffmangeltheorie argumentieren, dass das Sehzentrum im Gehirn durch den Sauerstoffmangel durcheinander gerate und deshalb Fehlbilder liefere. Das beruhe darauf, dass die Gehirnaktivität von Zellen stabil gehalten werde deren Aufgabe es sei, andere Zellen in ihrer Aktivität zu hemmen. Fände auf Grund von Sauerstoffmangel diese Hemmung kurz vor dem Tode nicht mehr statt, käme es im Gehirn zu einem Aktivitätsüberschuss, welcher die bekannten Sinnestäuschungen, wie den Tunnel zum Licht hervorbringe. Mithin wird bei dieser Theorie davon ausgegangen, dass es Gehirnaktivität gibt, welche aber durch Sauerstoffmangel aus dem Ruder läuft. Die Theorie beantwortet aber nicht die Frage, was sich in den Situationen abspielt, wenn bei einem Patienten keine Hirnströme mehr gemessen werden, selbiger aber gleichwohl wieder reanimiert wird und welcher gleichwohl ein Nahtoderlebnis hat, welches exakt in die Zeit der totalen Inaktivität seines Gehirns fällt. Derartige Beispiele wurden in einer großen Zahl dokumentiert. Hier muss man wohl sagen, dass die Zellentheorie nicht plausibel ist. Im Übrigen ist es Medizinern, wie dem Kardiologen Dr. Michael Sabom, gelungen, exakt in dem Moment als der Patient ein Nahtoderlebnis hatte, den Sauerstoffgehalt des Gehirns nachzuweisen. Hierbei konnte bewiesen werden, dass der Sauerstoffgehalt des Gehirns in solchen Momenten nicht nur nicht niedrig war sondern im Gegenteil gegenüber dem Normalzustand erhöht war.

Eine weitere Theorie zum Sauerstoffmangel im Gehirn geht davon aus, dass aus dem Umstand, dass in der Mitte des Sehfeldes mehr Zellen zuständig sind als an dessen Rande, hergeleitet werden kann, dass das Sehen kleinerer Gegenstände in der Mitte gut funktioniere am Rande aber nicht. Wachse jetzt durch den Sauerstoffmangel im Zentrum des Sehfeldes die Zahl der aktiven Zellen und damit der Lichtpunkte, während dies am Rande nicht passiere. Dies verstärke sich dann so, dass man glaube in einen Tunnnel zu blicken. So weit so gut. Diese Theorie versagt aber kläglich bei den Menschen, deren Sehnerv völlig zerstört ist, den von Geburt an Blinden. Dr. von Lucadou beschreibt das Erlebnis der Vicki Umipeg, welche als von Geburt an Blinde ein Nahtoderlebnis hatte wo sie „sehen“ konnte. „Während sie sich außerhalb ihres Körpers, über ihrem Krankenbett schwebend erlebte, beobachtete sie nicht nur, wie sie von Ärzten und Schwestern behandelt wurde, ja, sie konnte zum ersten Mal wirklich sehen und später beschreiben, wie sie selbst aussah. Vicki ist kein Einzelfall. Es scheint sogar typisch, dass blinde Menschen in Todesnähe plötzlich visuelle Fähigkeiten zu erwerben scheinen, die ihnen ermöglichen, Vorgänge, Bilder und Handlungen exakt wiederzugeben. Manche von ihnen sehen zum ersten Mal, was um sie herum geschieht. Alle verlieren dieses „Sehvermögen“ wieder, sobald sie wieder ins Leben zurückgekehrt sind.“ Damit wird deutlich, dass der mit dem Gehirn verbundene Sehnerv, welcher Lichtreize und visuelle Wahrnehmungen erfasst bei einem Nahtoderlebnis überhaupt keine Rolle spielt. Eine körperliche Reaktion auf Sauerstoffmangel scheidet daher als Ursache für visuelle Eindrücke während eines Nahtoderlebnisses völlig aus.

Kommen wir zum Argument der Restwahrnehmungen des Menschen, welcher dem Tode nahe ist, wenn er etwa auf dem OP-Tisch liegt oder an der Unfallstelle das Bewusstsein verloren hat. Kritiker der These vom Fortbestehen des Bewusstseins ohne Körper behaupten, dass der betroffene Mensch immer noch Reste seines Umfeldes wahrnehmen kann und dass sich diese Wahrnehmung ausgehend von der besonderen Situation der Todesnähe noch verstärkt. Hierbei wird unterstellt, dass alles was irgendwie wahrgenommen und später in einer Todesnäheschilderung des Patienten geschildert wird, tatsächlich körperlich wahrgenommen wurde. Die Außerkörperlichkeit während der Nahtoderfahrung, dass heißt wenn der Betroffene seinen Körper von außen betrachtet als ob er ein Dritter wäre, wird insoweit als Restwahrnehmung in einer extremen Situation verklärt. Diese Annahme setzt aber voraus, dass alle Wahrnehmungen des Betroffenen unmittelbar in seiner unmittelbaren Umgebung gemacht worden sein müssen. Diese These fällt aber wie ein Kartenhaus zusammen, wenn man die Fälle betrachtet, bei denen die Betroffenen Situationen wiedergeben und Sachverhalte schildern, die sich eben nicht in unmittelbarer Umgebung bzw. Nähe zum Unfallort oder Operationssaal abspielten. Hier schildert Moody erstaunliche Begebenheiten von Patienten, welche unmöglich als Restwahrnehmung gelten können. Die Betroffenen beschreiben Begebenheiten, welche sich in eindeutiger räumlicher Entfernung zum Ereignisort (dem Ort an dem der leblose Körper des Patienten liegt) zutrugen. Um dies zu verdeutlichen, ist es am Besten, Moody zu zitieren: „Mir liegen mehrere Berichte von Menschen vor, die während der Reanimationsbemühungen ein Ausleibigkeitserlebnis hatten, bei dem sie den Operationssaal verließen, um nach ihren Verwandten in anderen Teilen des Krankenhauses Ausschau zu halten. Eine Frau, die ihren Körper verließ, begab sich ins Wartezimmer und sah, dass Ihre kleine Tochter Kleidungsstücke anhatte, deren Musterung nicht zusammenpasste. Der Grund war: das Kindermädchen hatte sich in der Eile einfach die erstbesten Stücke aus dem Schrank gegriffen, der Kleinen übergestreift und waren mit ihrer ins Krankenhaus geeilt. Als die Frau später ihren Angehörigen von ihrem Erlebnis erzählte und erwähnte, sie habe ihre Tochter in diesem seltsamen Aufzug gesehen, war allen klar, dass die todkranke im Wartezimmer bei ihnen gewesen sein musste. Eine andere Frau, die ein Ausleibigkeitserlebnis hatte, verließ den Raum, indem ihr Körper wieder belebt wurde, und sah ihren Schwager in der Eingangshalle des Krankenhauses. Jemand, den er beruflich kannte, begrüßte ihn und fragte, was er hier tue. „Eigentlich hätte ich jetzt auf Reisen sein müssen“ antwortete der Schwager. „Aber es sieht so aus, als würde es mit Jane zu Ende gehen, deshalb bleibe ich lieber hier und halte mich als Sargträger bereit.“
Ein paar Tage später, als die Frau auf dem Wege der Besserung war, kam ihr Schwager sie besuchen. Sie erzählte ihm, sie habe sein Gespräch mit dem Bekannten miterlebt, und beseitigte jeden Zweifel daran mit den Worten: „Das nächste Mal, wenn ich sterbe, fährst du aber auf Geschäftsreise, denn mir kann es gar nicht besser gehen!“ Der Schwager wurde so blass, dass sie schon fürchtete, er würde gleich selbst ein Todes-Näheerlebnis haben.“

All diese geschilderten Erlebnisse sprechen eindeutig gegen die These, dass ein Mensch in einer Grenzsituation an der Schwelle zum Tode, zum einen nur Restwahrnehmungen von seiner unmittelbaren Umgebung und dies nur ausschließlich mit seinem physischen Körper, d.h. den Sinnesorganen, haben kann. Wenn, wie die oben genannten Beispiele zeigen, bestimmte Betroffene Wahrnehmungen machen können, die auf Ereignissen in deutlich räumlicher Entfernung beruhen, dann ist hieraus der Schluss zu ziehen, dass das Bewusstsein des Todesnahen in diesen Zeitabschnitten völlig losgelöst und außerhalb seines Körpers fortexistierte.

Letztlich bleibt auch auf Grund des von vielen Betroffenen geschilderten Umstandes, dass sie in den Zeitabschnitten der Außerkörperlichkeit keinerlei Schmerz mehr verspürten und dieser jeweils (erst) wieder eintrat, als sie sich wieder in ihrem Körper befanden, zu schlussfolgern, dass eine bloße Restwahrnehmung nicht ausgerechnet auf den Schmerz verzichtet, während der Patient überaus klar sehend und hörend das Geschehen um seine Todesnäheerfahrung verfolgen kann.

Weitere interessante Informationen:
Die Seele existiert auch nach dem Tod – Quantenphysik und Sterben (Artikel in Welt Online vom 25.04.2008)