Pinnwand 2018

19. Dezember 2018

PinnwandDieses Jahr 2018 war ereignisreich. Und so präsentiere ich an Hand von Collagen in Posterform (siehe unten nach Text) eine bunte Auswahl an Bild und Prosa, passend zu einzelnen Themen in DE, die uns dieses Jahr über Presse, Funk und Fernsehen erreichten und uns beschäftigten. Im Januar waren die Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Großen Koalition zwischen SPD und Union in aller Munde, wo die SPD für ein wenig Macht ihre Ab-morgen-kriegen-die-in-die-Fresse-Strategie aufgab und nebenbei von den Sondierern die Flüchtlingskrise für beendet erklärt wurde. Im Februar dann sowohl SPD-Mitgliederabstimmung als auch CDU-Parteitag zum Koalitionsvertrag stattfanden und dem Werk zustimmten (wobei man bei der CDU einfach mal vergaß die Stimmenthaltungen abzufragen), derweil große Teile der SPD als auch konservative Teile der CDU die GroKo ablehnten. Im März die öffentliche Diskussion zu Dieselfahrverboten und Grenzwerten in Innenstädten richtig in Fahrt kam, wobei der brave deutsche Autokäufer -und fahrer auch mit jungen Dieseln plötzlich auf bestimmten Fahrstecken ausgeschlossen bleibt und damit der Depp der Nation ist. Im April die CDU Brandenburg plötzlich einen Tabubruch begeht und für die Zeit nach der nächsten Landtagswahl 2019 eine Koalition mit den Linken nicht mehr ausschließt, was einmal mehr belegt, dass die Sozialdemokratisierung der CDU unter Mutti Merkel weiter vorangeschritten ist, was mich dazu animierte, dass berühmte SED Abzeichen etwas umzugestalten. Im Mai in den Medien weiterhin die Frage hochkochte, ob eine bestimmte Religion zu Deutschland gehöre oder nicht. Hinsichtlich der Beantwortung dieser Frage halte ich mich bedeckt und stelle lieber stattdessen fest, dass Wackeldackel auf jeden Fall zu Deutschland gehören. Im Juni sich immer mehr herauskristallisierte, dass der Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hinsichtlich der Flüchtlingspolitik sehr nahe beeinander sind und bisweilen schon mal zusammen die Raute zeigen, während der Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) im Anbetracht der anstehenden Landtagswahl in Bayern den Opportunisten mimen muss. Die Linken im Juli mit einem geschmacklosen Plakat gegen Bundesinnenminister Horst Seehofer schießen und damit auch gleichzeitig das Glashaus, in welchem sie als Nachfolgepartei der SED sitzen, kräftig malträtieren. Im August mein Fokus auf die fast täglichen Messerstechereien gerichtet war, über welche die Medien berichteten und mich dazu brachte ein etwas provokatives Plakat zu entwerfen (ich hatte ein Google Alert mit dem Suchwort „Messerstecherei“ gesetzt und war dann erschrocken, wieviele Meldungen dann in meinem Postfach eingingen). Im September die Causa Maaßen hochkochte, was die GroKo beinahe zum platzen brachte, weil der Verfassungsschutzchef der offiziellen Variante der Bundesregierung zu den „Hetzjagden“ auf Migranten in Chemnitz widersprach. Das alles animierte mich dazu, die Ereignisse in Reimform für die Ewigkeit festzuhalten. Im Oktober war der überraschend neu gewählte Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag Ralph Brinkhaus in aller Munde, der sich unerwartet Ende September bei der Wahl des Fraktionsvorsitzenden der Unionsfraktion gegen den Merkeljünger und Mehrheitenbeschaffer Volker Kauder durchgesetzt hatte. Manche sahen darin bereits eine Palastrevolution in der Union. Brinkhaus selbst beeilte sich zu betonen, dass zwischen ihn und Merkel kein Blatt Papier passen würde, was mich dazu brachte eine Collage mit meiner Sicht dieser Aussage zu kreieren. Der November gehörte der Diskussion zum UN-Migrationspakt, der laut Kanzlerin Merkel unverbindlich verbindlich ist, was natürlich Quatsch ist, aber ihrem Naturell als Physikerin entspricht, jedoch arge Wissenslücken hinsichtlich juristischer Wirkungen von Verträgen offenbart.
Da das öffentliche Misstrauen bezüglich eines Heimlich-Still-und-Leise-Vertrages geweckt worden war und wie Pech an der Bundesregierung haftete, schickten sich die Parteien der Großen Koalition Ende November flugs an, einen Entschließungsantrag in den Bundestag einzubringen, mit welchem klargestellt werden soll, dass der Migrationspakt keinerlei Einfluss auf die nationale Souveränität Deutschlands haben darf und wird. Dieser wurde so dann von der Mehrheit der MdB angenommen, was uns alle sehr beruhigen sollte, weil nun ja nichts mehr passieren kann. So konnte die Bundeskanzlerin dem M-Pakt am 10.12.2018 unterschriftlich zustimmen und wir müssen uns nicht mehr fürchten, da der Vertrag (=Pakt [vertragliche] Vereinbarung, Übereinkunft) ja vom Bundestag das Schleifchen „unverbindlich“ bekommen hat. Allerdings sehe ich das als Jurist etwas kritischer und ein Panzer mit einem Schleifchen wirkt zwar gefälliger ist deshalb aber nicht weniger eindringlich, wenn es darum geht, die als symbolische Mauer stehende nationale Souveränität einzureißen. Mein Gedicht zum November und meine Collage zum Dezember spiegeln meine Bedenken in satirischer Form wieder. Wie sich zwischenzeitlich zeigt, ist die Aussage der Bundeskanzlerin, der M-Pakt sei für Deutschland unverbindlich, ein Fake und ist der Entschließungsbeschluss des Bundestages zur „Unverbindlichkeit“ nur Makulatur, da der UNO-Sprecher auf einer Pressekonferenz in Marrakesch offiziell mitteilte, dass der Pakt rechtlich bindend sei.

„Due to the legally binding nature of the document it’s for the participating states to implement the GCM at the national level.
Wegen der rechtlich bindenden Natur des Paktes ist es jetzt an den Mitgliedsstaaten, den GCM auf nationaler Ebene umzusetzen.“

Rechtlicher Hinweis:
Bei allen Abbildungen handelt es sich um selbständige Werke im Sinne von § 24 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz der BRD. Die Verwendung wird ohne Nennung meiner Urheberschaft gestattet.

Januar „Sondierung“

Februar„GROKO? NEIN DANKE!“

März „Dieselverbote NEIN DANKE!“

April „SEUD“

Mai „Wackeldackel gehören zu Deutschland“

Juni „#Raute Einigkeit!“

Juli „Demagogie“ August „Deutschland einig Messerland“
September „Der Zeckenschiss“ Oktober „Das Brinkhauspapier“
November„Der Michel hat nichts zu melden.“ Dezember „Gefahr gebannt!“
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Aschermittwoch 2018

14. Februar 2018

Aschermittwoch450ASCHERMITTWOCH 2018
Frau Merkel, es wäre doch zu schön,
wenn Sie an diesem Aschermittwoch gehn.
Den Vorstandsplatz im Bundeskarnevalsverein zu räumen,
davon konnte man bislang nur träumen.
Das Game of Thrones, war ihre Welt,
in vielen Fragen gings ums Geld,
um Macht und Hinterzimmerpolitik,
derweil des Volkes Stimmung machte einen Knick,
verursacht durch Selbstherrlichkeit,
die Staatsauflösung nicht mehr weit.
Die Vollmachten vom Volk geborgt,
das Grundgesetz faktisch entsorgt,
durch Order: „Lasst sie alle rein!“,
Die Schlepperbanden fanden‘s fein.
So kamen sie in großer Zahl,
der deutsche Michel hatte keine Wahl.
Asylverfahren, ohne Unterlass,
keiner sagt mehr: „Wir schaffen das!“
Wird Zeit, dass Sie von der Bühne gehn,
sie werden keine Tränen sehn!
Zum Schluss gibt es noch einen Tusch,
nur gehn´se endlich, husch, husch, husch!

Die Karnevalssession 2017/2018 ist vorbei … ich konnte mir aber eine letzte Büttenrede nicht verkneifen … Hinweis: Das ist Satire! Warnung an alle CDU Mitglieder: Das Liken dieses Artikels könnte ihrer politischen Karierre schaden!

Rechtlicher Hinweis:
§ 24 (1) Urheberrechtsgesetz regelt: „Ein selbstständiges Werk, das in freier Benutzung des Werkes eines anderen geschaffen worden ist, darf ohne Zustimmung des Urhebers des benutzten Werkes veröffentlicht und verwertet werden.“ Im vorliegenden Falle bilden die bildliche Darstellung und der Text eine Einheit, die als einheitliches Kunstwerk zu werten sind! Das Werk darf frei verwendet werden. Eine Nennung meiner Person als Urheber ist nicht nötig!

 

 


Der Michel hat nichts zu melden

12. Oktober 2017

ich-bin-das-volk630

Der Michel hat nichts zu melden
Ein Satiregedicht

In Deutschland so etwas passiert,
wenn eine Frau allein regiert.
Frau Merkel sagt: „Kommt alle her!
Das ist doch nur humanitär.“
„Als Mutti habe ich das Sagen,
wozu denn dann den Michel fragen!“
Und auch des Volks Vertreter brauch ich nicht,
wenn man „humanitär“ Gesetze bricht!
Das Grundgesetz, es sagt ganz fein,
lass Asylanten nicht über Grenzen rein.
Die Kanzlerin nen Amtseid schwor,
jedoch Erinnerung daran verlor.
Nun propagiert sie ohne Unterlass,
„Ach liebes Volk: Wir schaffen das!“
So kamen sie in großer Zahl,
der deutsche Michel hatte keine Wahl.
Das war er nun, der erste Akt,
so mancher denkt, das war beknackt.
Doch weit gefehlt, es geht noch weiter,
die sind noch immer nicht gescheiter.
„Familiennachzug“ ist nun angesagt,
der Michel wird noch immer nicht gefragt.
Die Union sich nunmehr „neu besinnt“,
denn fest im Brunnen steckt das Kind.
Sie einigt sich auf eine Zahl,
der „Kompromiss“ ne große Qual!
Derweil Kommunen weiße Fahnen hissen,
weil Ordnung ohne Chaos sie vermissen.
Jamaikas grüne Koalitionäre nicht erpischt:
„Ne Obergrenze? Nein, die wolln wir nicht!“
Des Volkes Votum ist egal,
der Michel hat halt keine Wahl!
Und die Moral von der Geschicht,
traue Politikvertretern nicht.

***

Das vorstehende Gedicht ist als Satire anzusehen; jedoch beruht es auf wahren Begebenheiten und enthält Tatsachenschilderungen, welche wie folgt durch Artikel der Mainstreampresse und aus Wikipedia untersetzt werden:
1. Entscheidung über Grenzöffnung 2015 aus „humanitären“ Gründen:
http://www.sz-online.de/nachrichten/merkel-verteidigt-fluechtlingspolitik-3761153.html
2. Frau Merkel ist gegen Volksentscheide auf Bundesebene:
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/07/16/merkel-lehnt-volksentscheide-fuer-deutschland-strikt-ab/
3. Grenzöffnung ohne Votum des Bundestages, „unklare Rechtsgrundlage“:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article168900336/Gutachten-sieht-unklare-Rechtsgrundlage-fuer-Grenzoeffnung.html
4. Renommierte Verfassungsjuristen werfen der Kanzlerin in der Flüchtlingskrise fortgesetzten Rechtsbruch und Missachtung des Parlaments vor:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article150982804/Rechtssystem-in-schwerwiegender-Weise-deformiert.html
5. Aussage von Frau Merkel: „Wir schaffen das!“
https://de.wikipedia.org/wiki/Wir_schaffen_das
6. Familiennachzug:
http://www.focus.de/politik/deutschland/antragsflut-fuer-familien-visa-fluechtlinge-ab-2018-koennen-390-000-syrer-ihre-familien-nach-deutschland-holen_id_7525769.html
7. Obergrenzenkompromiss zwischen CDU und CSU:
http://www.focus.de/politik/deutschland/unions-krisentreffen-cdu-und-csu-schliessen-obergrenze-kompromiss-wie-geht-es-jetzt-weiter_id_7688248.html
8. Kommunen fühlen sich vom Flüchtlingszustrom überlastet:
https://www.morgenpost.de/politik/article206890101/Kommunen-fuehlen-sich-ueberlastet-vom-Fluechtlingszustrom.html
https://www.welt.de/politik/deutschland/article169561800/Niedersachsen-verbietet-Fluechtlingen-Zuzug-nach-Salzgitter.html
9. Grüne lehnen Obergrenze für Flüchtlinge ab:
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/10/09/gruene-lehnen-obergrenze-fuer-fluechtlinge-ab/

 

 

 


Himmel

13. Juni 2012

Himmel

Schau ich in den Himmel,
wird mein Herz so frei,
ein Wolkenhauchgewimmel
so scheinbar einerlei.
Betracht ich ihn auf meine Weise,
Figuren plötzlich ziehn vorbei,
verfolg nun ihre Reise,
mir ist`s nicht einerlei.
Ein Himmel der uns offen steht
er lädt uns freundlichst ein,
zu schauen, was uns sonst entgeht,
so muss die Freiheit sein.

Foto & Lyrik: Jens Vogler


November

29. November 2007

 
Es ist des Jahres graue Zeit,
im Nebel kahle Bäume,
das Jahresende nicht mehr weit,
wo bleiben unsere Träume.
Schwarze Vögel lösen ab,
das singende Gefieder,
ein rauhes Krah-Krah tönt herab,
wo gestern schöne Lieder.
Novembergrau im Farbenbrei,
lässt unsere Seelen frieren,
ein Licht in uns, es brennt dabei,
wir werden nicht verlieren.


Oktober

31. Oktober 2007


Bäume bunte Blätter werfen,
unsere Sinne sich nun schärfen,
weil die Tage kürzer sind.
Sonne wieder tiefer steht,
und der Wind jetzt stärker weht,
kalter Nebel macht uns blind.
Herbst des Jahres halbe Zeit,
Rest des Jahres grünen Saft,
sind für kalte Zeiten nun bereit,
warmes Denken gibt uns Kraft.


September

26. September 2007

 
Bunt die Blätter sich nun färben
Sommerzeit liegt jetzt im Sterben
Tag und Nacht sind wieder gleich
Erntefrüchte hängen reich.
Vogelschare fliegen fort
suchen sich `nen warmen Ort
und wir sehen hinterher
Hoffnung auf die Wiederkehr …
Abschied nehmen fällt so schwer.