Das Buch der Hintergründe

30. Dezember 2015
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Die (neue) Multidimensionalität

Vor einigen Jahren erwarb ich ein Buch, welches den hochtrabenden Titel „Machtwechsel auf der Erde“ trägt und vom Autor Armin Risi verfasst wurde. Ich kaufte es vornehmlich deswegen, weil ich ca. 5 Jahre zuvor in einem kurzen Schriftwechsel (per E-Mail) mit dem Autor stand. Seinerzeit schilderte ich ihm persönliche Erlebnisse, welche mein bis dahin in mir fest verankertes materialistisches Weltbild erschüttert hatten. Er, der damals schon bekannte Autor, nahm sich die Zeit, meine profanen Schilderungen zu lesen und gab mir Antworten, die mir bestätigten, dass ich in meinem Denken bis dahin nur sehr eingeschränkte Sichtweisen zugelassen hatte. Nun, im Jahre 2007 kaufte ich besagtes Buch, schlug es auf, begann zu lesen und verstand nicht recht, was es mir sagen sollte. Risi spricht dort von Machtstrukturen, von dunklen Mächten und von Lichtwesen, die im Hintergrund wirken und direkt bzw. indirekt auf das Leben jedes Einzelnen Einfluss nehmen. Damals kam ich über das Vorwort nicht hinaus, weil mich meine Skepsis daran hinderte, es vollständig zu lesen. Entweder war Risi der totale Spinner oder ein absolutes Genie. So legte ich das Buch zunächst weg und vergaß es für einige Jahre. Eines Tages besuchte ich einen Menschen, dem ich ausgewählte Bücher meiner persönlichen Bibliothek vorstellte. Erst später wurde mir bekannt, dass besagte Person, die ich damals besuchte, ein Freimaurer war. Ich hatte viele Bücher über Chakren, Reiki, Numerologie, Engel, Spiritualität und dergleichen dabei und eben auch das Buch von Risi. Er schaute sich damals meine mitgebrachten Bücher sehr genau an und befand sie alle für gut bis auf jenes von Armin Risi. Seinem Urteil maß ich damals einen hohen Stellenwert zu und so kam ich zur Ansicht, dass der Kauf des Buches von Risi wohl ein Fehlkauf war. Wieder stand es zwei Jahre im Bücherregal, ohne dass ich es wieder in die Hand nahm. Dann jedoch las ich ein Buch über die Freimaurer und deren geheimes Wirken im Hintergrund und ich erinnerte mich daran, dass mir jener Mann von dem Lesen des Buches von Risi abgeraten hatte. Die Erkenntnisse über die Logen der Freimaurer und deren Einflussnahme auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ließen mich stutzig werden, was die Warnung vor dem Buche von Armin Risi betraf. So begann ich es zu lesen! Und, da zwischenzeitlich ich einige Jahre älter und „klüger“ geworden war, verstand ich plötzlich, was Risi seinen Lesern zu vermitteln versuchte. Ich gebe zu; um es zu verstehen, muss man einen gewissen „Glaubens- und Erkenntnisstand“ erreicht haben. Dieses Buch ist ein Buch, welches dir Einblicke verschafft und Erkenntnisse vermittelt, die du möglicherweise für völlig obskur und ausgeschlossen ansiehst. Risi ist bei seinen Darstellungen unbeirrt, gründlich, akribisch und verweist auf ein Literaturverzeichnis, welches seines gleichen sucht. Sage und schreibe 230 Fußnoten geben ausführliche Erläuterungen, welche wegen ihrer Umfänglichkeit eigentlich ein weiteres Buch ergeben würden. Ich kann all diejenigen, welche ihr bisheriges Leben in Unkenntnis und Gleichmut fortführen möchten, weil sie an die Systeme glauben, welche uns täglich in den Medien vor Augen gehalten werden, nur davor warnen, dieses Buch zu lesen!

Der Klappentext deutet bereits an, was in dem Buch steckt:

„Aufrüttelnde Thesen in Zeiten des Umbruchs

Eine Expedition in die dunkelsten Tiefen der Weltgeschichte, in die lichtvollste Zukunft des Erdplaneten und in unser eigenes Innerstes: Armin Risi enthüllt die entscheidenden geschichtlichen, politischen, religiösen und esoterischen Zusammenhänge des Weltgeschehens – brisante Erkenntnisse, die nicht länger verheimlicht, verharmlost oder ignoriert werden können:

– Stehen wir am Wendepunkt der Weltgeschichte?
– Ursprung und Einflüsse des Bösen in der Welt
– Templer, Freimaurer und die „Prieuré de Sion“
– Das Geheimnis der Einweihungen
– Der Bibel-Code 666
– UFOs, Geheimtechnologie und geistige Energie
– Die Gegenwart der Lichtwesen im neuen Zeitalter“

Ich darf mit einem Zitat aus der Einleitung enden, welches für sich spricht:
„Warnungen, Prophezeiungen, deutliche Zeichen. Dennoch ändert die moderne Zivilisation ihren Titanic-Kurs nicht. Wer hält daran fest, die Regierungen oder das Volk? Oder sitzen beide im selben Boot? Aber wer ist dann am Steuer? Warum gibt es unheilvolle Dinge, die niemand will und die dennoch geschehen?
Die logische Antwort müsste lauten: weil es nicht stimmt dass niemand dies will. „Nur“ die Mehrheit der Menschen will es nicht. Einige, die zahlenmäßig wenig, materiell dafür aber umso mächtiger sind, wollen es anscheinend …
Stellen wir die Frage also präziser: Warum gibt es unheilvolle Dinge, die die meisten Menschen nicht wollen und dennoch geschehen? Eine kritische Antwort wäre: weil es Mächte gibt, die beeinflussen. Und viele, die sich beeinflussen lassen. Beide sind beteiligt, wenn auch in unterschiedlichen Rollen. Dieses ungleiche Wechselspiel wird Manipulation genannt, wörtlich: „Handhabung; Trick; Machenschaft, andere den eigenen Interessen dienen zu lassen“.
Manipulation funktioniert am besten, wenn sich die Manipulierten nicht bewusst sind, dass sie manipuliert werden. Ansonsten würden sie sich zur Wehr setzen und könnten nur durch Zwang zur selben Tätigkeit bewegt werden. Weil jedoch freiwillige „Rädchen“ viel leichter zu handhaben sind als gezwungene, ist Manipulation ein wirkungsvolleres Machtmittel als Zwang.
Wenn eine Manipulation wirksam sein soll, muss sie im Bewusstsein des Menschen ansetzen, denn das Bewusstsein ist die zentrale, in die er sich entscheidet, was man wahrnimmt und nicht wahrnimmt, wofür man sich interessiert und nicht interessiert, wofür man Zeit hat und wofür nicht. Es ist die Wellenlänge (Frequenz) des eigenen Bewusstseins, die bestimmt, was man in vermeintlicher Freiheit tut und nicht tut. Die Manipulatoren versuchen deshalb, durch die ein Impfung ganz bestimmter Bilder und Gedankenmuster das Bewusstsein der Menschen zu programmieren, damit diese ihre Energie (Glaube, Interesse, Zeit) in die gewünschten Ziele und Projekte investieren.
Bei dieser Betrachtung darf aber nicht übersehen werden, dass wir es mit einem Wechselspiel zu tun haben, denn die meisten Menschen wollen die angebotenen Dinge: TV, Zeitungen, Unterhaltung, Genussmittel, Luxus usw. Natürlich ist dieses Wollen von vielen Faktoren beeinflusst, aber letztlich wählt jeder Mensch seinen Lebensstil selbst.
Es geht hier also nicht um eine einseitige Schuldzuweisungen, sondern um eine Analyse des irdischen „Schachspiels“, in dem alle Beteiligten meinen, dass gute und richtige zu tun.
Der Mensch kann nur dann manipuliert werden, wenn er sich nicht mehr seines spirituellen Kerns und seiner geistigen Natur bewusst ist. Das geistige Potenzial des Menschen-Wahrnehmung, Erinnerung, Beherrschung astraler Energien, usw.-Ist viel größer, als die heutige Norm glauben lässt. In früheren Zeitaltern, so geht aus esoterischen Quellen hervor, waren diese Fähigkeiten im ursprünglichen Zustand bewusst verfügbar, weshalb die damaligen Menschen einen natürlichen Zugang zu höheren Dimension hatten. Geistige Kräfte, feinstoffliche Einwirkungen auf die Materie und übersinnliche Wahrnehmung waren für diese Menschen so alltäglich wie für die heutigen Menschen die Elektrizität, das Fernsehen und der Computer.
Irgendwie sind diese Kenntnisse der Menschheit abhandengekommen, ja der „informierte“ Zivilisationsmensch von heute glaubt nicht einmal mehr, dass es höhere Dimensionen und  paranormale Fähigkeiten gibt. Dies ist zu einem großen Teil auf den Einfluss der „normalen“ Wissenschaften und Religion zurückzuführen, denn diese bestreiten bzw. verteufeln solche Ansichten vehement. Trotz ihrer äußerlichen Gegensätzlichkeit haben Sie also eine ähnlich dogmatische, antispirituelle Grundhaltung.
Sowohl die materialistischen als auch die falsch verstandenen (bzw. verfälschten) religiösen Weltbilder trüben den Blick des Menschen in die Vergangenheit und in den Kosmos, was schnell zu Blindheit und Verblendung führen kann. Wenn das Bewusstsein durch solche Denkmuster programmiert ist, glauben die Menschen auf einmal sie seien die Krone der Schöpfung, es gebe keine höher entwickelten Wesen im Universum, ihre Wissenschaft oder ihre Religion sei die einzige Wahrheit und alle anderen Ansichten seien „unwissenschaftlich“ und falsch bzw. „irreführend“ und antibiblisch, da „esoterisch“.
Ist es möglich, die Her-und Zukunft der Menschheit mit anderen Augen zu sehen, als dies in den heute vorherrschenden Weltbildern der Fall ist? Diese entscheidende Frage kann bejaht werden, wenn man eine multidimensionale Sicht annimmt.“


Living in a Box

31. Mai 2009

living-in-a-box250x250Bezogen auf die Gedanken von Elisabeth Ornauer in ihrem Blogartikel Freier Blick ihrer Blogseite Lebensfreude komme ich heute mal auf ein Thema zu sprechen, dass sich mit unserem Leben in unser „Ich-Box“ befasst. Wir Menschen neigen dazu, uns an Gewohnheiten, Abhängigkeiten, anderen Personen, Süchten usw. festzuklammern und geben dabei viel eigenes Denken auf. Unser Frontallappen ist dadurch permanent unterfordert. Gewohnheiten, Ängste und Abhängigkeiten führen dazu, dass wir nicht mehr wirklich Entscheidungen treffen. Unsere Potentiale verkümmern. Diese Verhaltensweise schränkt auch unsere Fähigkeiten ein, durch vorbehaltloses Denken tiefgreifendere Erkenntnisse schneller zu erleben. Ich selbst befand mich auch in solch einer “Denkbox”. Man sitzt darin und “freut sich” darüber wie schön und gemütlich es in dieser Box ist. Da ist eine Tür, da ist ein Fenster. Nein … nein, da möchte man nicht mal durchschauen, weil es ja so „toll“ in meiner „Ich-Box“ ist. Was meint ihr, wie unbegreiflich faszinierend es war, als ich erkannte, dass ich in dieser Box sitze und einfach durch die Tür gegangen bin, ohne mich auch noch mal umzublicken. Die Welt außerhalb der Box ist schrankenlos, frei und nicht in Worte zu fassen. Dies drückt durch die Erkenntnisse aus, die man gewinnt, weil man nicht mehr sagt: „Nein, dass ist unmöglich!“ oder „Glaube ich nicht!“ oder „Das ist wissenschaftlich nicht bewiesen!“ oder „Alles Quatsch!“. Ich werde mich nie wieder in eine Box begeben.

Passend zum Thema erinnerte ich mich an den Titel „Living in a Box“ von Living in a Box. Der Text passt so toll, dass ich ihn hier mal Kommentarlos wiedergebe:

LIVING IN A BOX

Woke up this morning closed in on all sides nothing doing
I feel resistance as I open my eyes someone’s fooling
I’ve found a way to break through this cellophane line
‚cause I know what’s going on in my own mind

Am I living in a box am I living in a cargo box
am I living in a box am I living in a cargo box
am I living in a box

Life goes in circles around and around circulating
I sometimes wonder what’s moving underground I’m escaping
I’ve found a way to break through this cellophane line
‚cause I know what’s going on in my own mind

Am I living in a box am I living in a cargo box
am I living in a box am I living in a cargo box
am I living in a box

Cannot stand it no more

I’ve found a way to break through this cellophane now
‚cause I know what’s going on in my own mind

Am I living in a box am I living in a cargo box
am I living in a box am I living in a cargo box
am I living in a box am I living in a cargo box
am I living in a box am I living in a cardboard box

Am I living in a box am I living in a cargo box
am I living in a box am I living in a cargo box

Am I living am I living am I living
am I living am I living am I living
am I living am I living am I living
am I living am I living am I living in a box

Auch die Bilder des Videos sprechen für sich.

Ich wünsche allen Menschen das sie ihre Denkboxen irgendwann verlassen können.


Celestine – das Buch der Erkenntnisse

28. August 2008

Durch eine Empfehlung von Freunden wurde ich auf die Prophezeiungen von Celestine aufmerksam. Sie unterhielten sich über den Film und ich konnte nicht mitreden. Es war dann quasi ein Selbstläufer, dass mir in einer Buchhandlung in Trier das Buch von James Redfield „Die Prophezeiungen von Celestine“ in die Hände fiel. Ich musste nicht lange suchen; irgendwas lenkte mich in die richtige Abteilung zum richtigen Regal und ließ mich in die richtige Reihe greifen. Die Handlung des Buches ist als Roman aufgebaut und fiktiv. Sie ist kurz erklärt: 

Ein Mann erfährt von einem mysteriösen Fund in Peru: Eine 2600 Jahre alte Handschrift, die in neun einzelnen Teilen den Weg in ein neues, spirituelles Zeitalter aufzeigen soll. Hals über Kopf macht er sich auf den Weg, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Wie es sich für einen Abenteuerroman gehört, gibt es massive Hindernisse zu überwinden. Politik und Kirche haben sich verbündet, um das Bekanntwerden dieser Handschrift zu verhindern. Sie sehen ihre Macht bedroht. Auf wundersame Weise begegnen ihm aber immer wieder Menschen, die wie er auf der Suche sind und ihm weiterhelfen können. So eröffnen sich ihm Schritt für Schritt die neun Prophezeiungen und führen ihn zu Selbsterkenntnis und zu einer neuen Einsicht in energetische Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur.

 

Soweit so gut. Wenn man das liest, denkt man … „OK ein Roman a la Dan Brown oder Ken Follet, schön spannend aber alles frei erfunden!“  Hier ist es anders … James Redfield hat sich bei der Präsentation seiner fiktiven Geschichte hier etwas gedacht. Er will den Leser zum Denken anregen. Es ist ein höchst erstaunliches Buch. Den Kern bilden neun Erkenntnisse (auch die Prophezeiungen genannt), welche man durchaus nicht als fiktiv ansehen sollte. Wer sich schon einmal mit kosmischen Gesetzen beschäftigt hat und für eine spirituelle Denkweise offen ist, der wird mit dem Verstehen der Erkenntnisse keine Probleme haben. Ich möchte die wichtigsten Aussagen der neun Erkenntnisse hier einmal wiedergeben und zitiere sie von der Internetpräsenz des Filmes zum Buch:

 

1. Erkenntnis – Der Wandel tritt ein

Die Zeit ist gekommen, dass wir erneut erfahren, in welch geheimnisvoller Welt wir leben – voller Zufälle und Begegnungen und doch vorherbestimmt.

2. Erkenntnis – Ein Umdenken findet statt

Je weiter diese Veränderung voranschreitet, desto klarer wird sich uns ein neues Weltbild erschließen – werden wir uns der göttlichen Energie bewusst.

3. Erkenntnis – Energien beginnen zu fließen

Wir werden erkennen, dass alles um uns herum dieser göttlichen Energie entspringt – sie die alleinige Ursache ist und wir werden beginnen zu verstehen.

4. Erkenntnis – Frieden kehrt ein

Aus dieser Perspektive betrachtet werden wir sehen, wie hilf- und haltlos wir waren, abgenabelt von dieser göttlichen Kraft. Diese Schwächen zu kompensieren, bemächtigten wir uns der Energie Anderer und dies ist der Grund für alle Kriege und Konflikte dieser Welt.

5. Erkenntnis – Die Verbindung wird wiederhergestellt

Die einzige Lösung ist die erneute Verbindung mit jener göttlichen Energie, jene spirituelle Transformation, welche uns mit unendlicher Liebe erfüllt, unseren Sinn für das Schöne und Reine schärft und uns auf eine neue Bewusstseinsebene hebt.

6. Erkenntnis – Das Wertesystem definiert sich neu

Durch dieses Wissen werden wir erkennen, dass nicht die Kontrolle uns Kraft schenkt, sondern eine tiefere Wahrheit – die Erkenntnis, dass Mitgefühl und Menschlichkeit die einzig reale Kraftquelle darstellt.

7. Erkenntnis – Unbewusste Fähigkeiten reaktivieren sich

Auf diesem Weg werden wir mehr und mehr unserer Intuition folgen – sie wird uns leiten und uns auf den richtigen Weg führen; uns die Tür zu unserer Bestimmung öffnen.

8. Erkenntnis – Eine neue Generation wird geboren

Wir werden weiter wachsen und aus dieser Quelle der Kraft schöpfen, die sich durch stetiges Geben und Nehmen potenziert. Es wird sich eine neue Kultur erheben, genährt durch die freigesetzten Energien und immer weiter entwickelnd.

9. Erkenntnis – Der Blick in die Zukunft

Diesen Weg werden wir gemeinsam beschreiten, welcher uns von Anbeginn bestimmt war und zum Ziel bringen wird – der absolut energetischen Gestalt, von Generation zu Generation gewachsen, bis wir das höchste Gut erreichen – den Himmel auf Erden.

 

Das Buch leitet das Verstehen der Erkenntnisse über die Handlung her, denn die Hauptfigur,  John Woodson, der durch die Folge mysteriöser Zufälle, sich alsbald mitten in einem Abenteuer in Peru auf der Suche nach den Prophezeiungen befindet, wird Schritt für Schritt über Begegnungen, Gespräche und intuitive Entscheidungen auf den persönlichen Weg der Erleuchtung geführt. Für den Leser ist es faszinierend, das nachzuvollziehen.

 

Natürlich wirken einige Erkenntnisse für den unbedarften Leser sehr mystisch, wenn nicht sogar völlig unglaubwürdig. Nehmen wir insbesondere die 3. Erkenntnis (oben hatte ich bloß die Kurzfassung angeführt). In der Langfassung, welche ich der Celestine Community entnommen habe, heißt es:

 

„Wir können die Gegenstände in unserer Umgebung nicht länger als bloße materielle Objekte wahrnehmen. Die jüngsten Erkenntnisse der Physik und ihre Synthese mit östlichen Weisheitslehren erschließt uns das Universum als riesiges Energiefeld, eine Quantenwelt, in der alle Phänomene miteinander verbunden sind und aufeinander reagieren.

Durch die Weisheit der östlichen Religionen wissen wir, dass der Mensch Zugang zu dieser universellen Energie hat. Wir sind in der Lage, sie durch Gedanken und Intention nach außen zu projizieren und dadurch die eigene Realität ebenso wie die anderer zu beeinflussen.“

 

Beim Lesen dieser Beschreibung machte es bei mir „Klick“, denn ich kenne das! Es war wie ein Dèjà vu (Siehe hierzu meine früheren Blogeinträge)! Ich hatte da schon meine eigenen Erfahrungen gemacht und wusste daher, dass es diese Energie gibt und dass sie existiert. Es war bei der ersten Reikisitzung, als ich mir der Existenz dieser Energie zum ersten Mal bewusst wurde. Damals konnte ich es nicht fassen, dass ein Mensch einfach durch das Handauflegen, meinen Körper in einen Zustand wohliger Wärme versetzt, welchem ein wundervolles Gefühl durchfließender Strömungen folgt und mein Gesamtempfinden nachhaltig positiv beeinflusst wurde.

 

Wenn man das Buch aus diesen Erfahrungen heraus liest, dann sind die Erkenntnisse natürlich schneller zu erschließen. Aber letztlich ist es völlig egal, ob man das Buch mit gewissen Vorkenntnissen zur Hand nimmt oder hier völlig unvorbereitet zu lesen beginnt. James Redfield versteht es, den Leser zu fesseln und langsam in eine für ihn bis dahin unvorstellbare Denkweise zu führen.

 

Faszinierend finde ich im Buch die Erläuterung der sogenannten Kontrolldramen welche im Rahmen der 6. Erkenntnis behandelt werden. Hier geht es um prägende unterschiedliche Verhaltensmuster, welche uns auf Grund der Verhaltensweise unserer Eltern in der Kindheit zumeist anerzogen wurden. Die 6. Erkenntnis beschäftigt sich mit dem Verlust der inneren Verbindung des Einzelnen zur schöpferischen Quelle. Ist diese Verbindung unterbrochen, so versuchen sich die betreffenden Personen oftmals zu retten, indem sie unbewusst daran gehen, andere manipulativ um ihre Energie zu bringen. Diese Manipulationen sind gewöhnlich entweder passiver oder aggressiver Natur. Die Intensität richtig sich nach dem Muster des in der Psyche des jeweiligen Menschen steckenden „Kontrolldramas“. In der deutschen Celestine Community wird dies wie folgt beschrieben:

„Am passivsten ist dabei das auch als »Armes Ich« bekannte Opfer: Es stellt sämtliche Ereignisse in einen negativen Kontext, sucht Hilfe bei anderen und beschreibt Ereignisse vor allem mit der Absicht, anderen Schuld zu suggerieren (um sie auf diese Weise zur Abgabe von Aufmerksamkeit und Energie zu erzwingen).

Weniger passiv ist die Distanzierung von anderen oder die Strategie des »Unnahbaren«: Ausweichende Antworten und lose Zusagen bringen andere Menschen dazu, ihn zu verfolgen, um ihn zu verstehen. Bemühen andere sich auf diese Weise herauszubekommen, was er im Schilde führen könnte, so gewinnt er Aufmerksamkeit und somit Energie.

Aggressiver als diese beiden Typen ist der Kritiker oder »Vernehmungsbeamte«: Er ist vor allem damit beschäftigt, Fehler im Verhalten anderer aufzufinden. Ertappt er die anderen bei einem Fehler, so werden sie unsicher, übervorsichtig und machen sich Sorgen darüber, was andere von ihnen halten. Ständig beobachten andere ihn aus den Augenwinkeln und lassen ihm auf diese Weise Aufmerksamkeit und Energie zukommen.

Am aggressivsten ist der »Einschüchterer«-Typus: unberechenbar, explosiv, gefährlich und streitlustig. Ständig verfolgen andere diesen Typus mit ihrer Aufmerksamkeit und lassen ihm so Energie zukommen.

Da wir dazu neigen, diese Manipulationen mit jedem Menschen, der uns begegnet, zu wiederholen und unser Leben um diese Energie-Krükken herum zu strukturieren, kann man sie als Kontroll-Dramen begreifen – sich wiederholende Muster, die immer wieder die gleichen Lebenssituationen produzieren. Werden wir uns dieser Kontroll-Dramen bewußt und erkennen, in welchen Situationen wir uns ihrer bedienen, wird es auch einfacher, mit unserer inneren Energie in Verbindung zu bleiben.

Eine Analyse der frühen Kindheit verdeutlicht, woher unsere Kontroll-Dramen stammen; ist der Grund für die Entstehung der Dramen einmal bearbeitet und vergeben, können wir auch den tieferen Grund für unsere Anwesenheit in unserer Familie erkennen. Anhand der Stärken unserer Eltern und aus bestimmten von ihnen unerledigt gelassenen Wachstumsfragen können wir unsere Lebensfrage sowie unsere Aufgabe oder »Mission« auf dieser Welt ableiten.“

 

Mancher Leser wird sich dabei selbst erkennen. Dieses Erkennen ist der erste Schritt für eine völlig neue Denk- und Sichtweise, welche uns helfen wird, unser Leben besser zu meistern. Ich denke, dass James Redfield genau dies bezweckte, als er sein Buch schrieb. Es ist nicht nur ein Roman sondern eine Vision, welche nicht unerreichbar ist. Den Schlüssel zum neuen Denken findet jeder in sich selbst.

 

Bei mir bedurfte es nicht dieses Buches, um zu der neuen Denk- und Sichtweise zu gelangen; jedoch haben sich meine Ansichten in erstaunlicher Weise bestätigt. Einmal mehr kann ich sagen …. „Alles fügt sich! Nichts geschieht durch Zufall!“