Die wahre Freiheit

24. Februar 2017
3D Collage "New Moon"

3D Collage „New Moon“

Die nachfolgenden Zeilen eines Rundbriefes der keltisch-druidischen Glaubensgemeinschaft treffen den von mir reflektierten Nerv der Zeit. Wir alle merken doch irgendwie, dass da „etwas im Busch“ ist und sehen so nach und nach unsere „Felle davonschwimmen“!  Die Medien tragen ihren Teil dazu bei. Tief in unserem Inneren merken wir, dass sich etwas ändert. Die Unsicherheit liegt darin begründet, dass wir nicht wissen was kommen wird. Die Frage steht: Müssen wir das überhaupt wissen? Sind wir nicht jeder zu einem gewissen Teil Gestalter unserer (auch eigenen) Zukunft? Ich halte es in der heutigen Zeit des allgemeinen Wandels für sehr wichtig, dass immer mehr Menschen mit offenem Bewusstsein durch das Leben gehen und sich ihre eigene Meinung bilden, die nicht nur den vorgekauten Medienbrei reflektiert. Hinter die Dinge zu schauen bedeutet natürlich auch, dass man im gewissen Sinne auch „gegen den Strom schwimmt“. Das mag aus der Sicht der Anderen, die ihre Paddel hochgenommen haben und das Dahintreiben genießen, verrückt und unnormal sein. Jedoch hat man als „Gegen-den-Strom-Schwimmer“ schon die höhere Perspektive erreicht, die einem zeigt, dass sich die vermeintlich bequeme Strömung auf einen Abgrund zubewegt. In gewisser Weise ist das Erkennen der eigenen inneren Kraft durch die Befreiung von Zwängen und Ängsten auch eine Methode für einen Perspektivwechsel, der dich befähigen kann, das rettende Ufer zu erreichen, bevor die Strömung dir keine Wahl mehr lässt. Nun aber zu dem Rundbrief, dessen Ausführungen ich mich anschließe, entspricht dies doch dem Kontext meiner Artikel der letzten Zeit:

„Die meisten Menschen suchen ihre Freiheit und Sicherheit im Außen, weil wir es so gewohnt sind. Freiheit erlangen wir, so glauben wir, durch Geld, durch Auswandern in andere Länder, durch Kauf von irgendwelchen Versicherungen, Ausweisen, Mitgliedschaften usw.
Sicherheit bietet angeblich der Staat, das Geld, die Vereinigung, die Gesellschaft, das Rechtssystem. Man hat uns das so beigebracht und das natürlich mit Absicht. Es soll vom Ort der wahren Freiheit und Sicherheit ablenken. Wir erkennen nun aber, dass das nur vorgespielte Freiheiten und Sicherheiten sind, weil immer mehr die Wahrheit zum Vorschein kommt und das System die Maske fallen lässt.

Wahre Freiheit erlangt man aber nur im Inneren. Die Sicherheit erlangt man nur, wenn wir gelernt haben in uns zu ruhen. Alles das was wir uns wünschen, kann nur aus unserem Inneren kommen. Dies ist auch den „Eliten“ bekannt, daher lenken sie uns immer wieder auf das Außen.

Als Lichtwesen kommen wir von einer Ebene, in der Sicherheit und Freiheit für uns ganz normal ist. Hier in dieser 3D Ebene ist dies aber nicht mehr der Fall. Wir benutzen dann meist zur Suche nur die Werkzeuge, die man uns seit unserer Geburt in dieser Ebene beigebracht hat. Man hat uns nie beigebracht, dass alles in uns selber steckt. Alle Antworten, die wir brauchen, alle Freiheit, die wir uns wünschen, ist in uns selber. Wir können unsere eigene Realität erschaffen. Wir brauchen dazu nur uns selber. Mit diesem Wissen und der Unterstützung unserer geistigen Helfer können wir alles erreichen, wenn wir es nur wollen!

Wir können kein politisches neues System aufbauen mit den alten Einstellungen und der Suche im Außen. Wir ersetzen dann nur wieder einen Käfig, durch den nächsten Käfig. Vielleicht ist der dann etwas größer oder goldener, aber es bleibt ein Käfig.
Wer sagt uns denn, dass das neue System besser ist? Wer regiert dann wieder? Wer macht die neuen Gesetze? Wer bestimmt, dass die Gesetze gut und richtig für alle Menschen sind? Wer entscheidet, was mit denen passiert, die sich nicht an die „neuen Gesetze“ halten? Was machen wir da? Wieso wollen wir unser Macht wieder an andere abgeben?

Wir sollten lernen, die Sicherheit und die Freiheit in uns selber zu suchen, indem wir die Manipulationen an uns und um uns erkennen und unserem wahren Wesen auf die Spur kommen. Kein Geld der Welt und kein Staat dieser Welt hilft uns dabei, diese innere Freiheit zu erlangen, wenn wir sie nicht selber in uns kreieren. Wir sollten es im Inneren entwickeln und es damit ins Außen tragen. Das ist der Weg in ein neues Sein. Dies erkennen dann auch unsere Mitmenschen und können so ebenfalls lernen, ihren Blick nach Innen zu richten.

Dazu müssen wir auch wissen, wer wir eigentlich sind. Wo sind unsere Stärken? Was kann ich gut? Wer bin ich eigentlich? Liebe ich mich eigentlich selbst? Wenn nicht, warum nicht? Was kann ich ändern? Das ist die Suche, auf die wir uns begeben sollten. Nicht auf die Suche nach den Antworten für den „gelben Schein“, GEZ, nach neuen Systemen oder Geld. Diese Fragen stellen sich dann nicht mehr. Wir können keine Freiheit und Sicherheit im Außen erlangen. Diesen Zahn können wir uns ziehen.

Unser Erfolg ist nur von uns selber abhängig und von keinem Anderen. Wir können noch so viel Geld haben, es gibt uns nicht die Freiheit, wenn wir sie nicht im Inneren entwickelt haben. Kein Staat oder Land der Welt wird uns die Sicherheit geben, die wir suchen, wenn wir nicht das Vertrauen in uns selber entwickelt haben. Niemand von Außen wird uns dabei helfen, wenn wir unser Leben nicht selber in die Hand nehmen und anfangen selbstbestimmt zu leben. Wir sind unseres Glückes eigener Schmied.

Entwickeln wir unsere Freiheit und die Sicherheit in uns selber und beginnen damit auch die Sicherheit und Freiheit für alle die es wollen, zu kreieren! Wir sind die Erschaffer unseres Seins, wir erschaffen das neue Sein. Nur wir selber und das ist gut so.“
Quelle: Rundbrief keltisch-druidisch.de vom 04.10.2016

 

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Wirkungen der (Un)Bewusstheit – Wie auf Erden so im Himmel

30. Dezember 2016

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Neulich fragte ein User bei Facebook, was die größte Geißel der Menschheit wäre. Ich antwortete: Die Unbewusstheit. Andere gaben Antworten wie: Aids, Krieg, Krankheiten, Hunger, Terror und ernteten hierfür sehr viele Likes. Ich bekam nur ein Like und zwar vom User der die Frage gestellt hatte. Offenbar hatte er meine Antwort verstanden. Mancher wird sich jetzt fragen, was ich mit dieser kryptischen Antwort aussagen will. Okay, da muss ich wohl weiter ausholen, um das mal zu erläutern. Die Überschrift des Artikel trifft ja eine weitere Aussage: „Wie auf Erden so im Himmel!“, welche man im übertragenen Sinne durchaus wörtlich nehmen sollte. Denn so wie wir uns im Diesseits geben, wie wir denken und handeln, wie wir agieren, wie wir entscheiden so wird unsere Fortexistens im Jenseits aussehen. „Moment mal! Jenseits?! Was für Quatsch!“, wirst du jetzt vielleicht denken. Das Jenseits existiert für dich nicht! „Wenn ein Mensch stirbt, dann ist alles aus!“ „Der Schalter wird umgelegt, alles wird schwarz. Das Bewusstsein ist weg!“ „Jeder aufgeklärte Mensch weiß das doch!“

Nun ja, wenn ich solche Aussagen vernehme, dann muss ich leider schlussfolgern, dass derjenige, der eine solche trifft, eben nicht aufgeklärt ist. Er lebt in der Unbewusstheit und hat sich wohl noch nie so richtig mit der Frage auseinandergesetzt: „Was passiert, wenn ein Mensch stirbt?“ Er erwägt nicht einmal die Möglichkeit, dass es nach dem Tod weitergehen könnte. Das hat fatale Folgen! Wüsste man nämlich um die Tatsache, dass der Tod des physischen Körpers nur ein Übergang des Ich-Bewusstseins vom Diesseits ins Jenseits ist und sein irdisches Denken und Handeln Auswirkungen auf sein Dasein im Jenseits hat, würde der Betroffene zu Lebzeiten sicher anders agieren, bewusst(er) leben, andere Prioritäten setzen. Nun, du wirst jetzt vielleicht denken, dass ich mit meiner Aussage: „Der Tod ist nicht das Ende!“ auch nur eine These aufstelle, für deren Wahrheit ich den Beweis schuldig geblieben bin. Ja, den Einwand kann ich nachvollziehen, daher muss ich wohl etwas tiefer in die Materie einsteigen.

Was passiert, wenn ich sterbe? Wenn du über diese Frage nachdenkst, wird es dir vielleicht unbehaglich zumute, denn der Tod ist ein Thema, mit dem du dich nicht gerne befassen magst. Du hast für dich bereits den Schluss gezogen, dass du nur dieses eine Leben hast? Wenn es vorbei ist, ist es vorbei! Die Medien sagen es, die Wissenschaftler sagen es, deine Eltern sagen es, alle sagen es. Du hast ein Erlebnis auf dem Friedhof vor Augen; ein Begräbnis, bei dem einer deiner Lieben in einem Sarg in die Grube herabgelassen wurde. Daher magst du über das Thema Tod nicht gerne nachdenken. Wer kann schon wissen, dass es ein Leben nach dem Tode gibt? Niemand!, wirst du jetzt vielleicht sagen. Bisweilen hört man auch den Spruch: Zurückgekommen ist noch keiner!

Jedoch gibt es sie; Menschen, die wissen, dass der Tod im eigentlichen Sinne nicht existiert. Es sind Menschen, die die Schwelle vom Leben zum Tode überschritten; jedoch aus Gründen, die manche Ärzte als „Wunder“ bezeichnen würden, wieder ins Leben zurückkehrten. Die Betroffenen waren dem Tode nahe, so dass die Erlebnisse, die sie während der Todesnähe erfuhren, Nahtoderlebnisse genannt werden. Menschen, die ein Nahtoderlebnis hatten, schildern, dass sich ihr Bewusstsein im Moment eines extremen Vorfalles, der sie an den Rand des Todes führte, vom Körper löste und sie die Situation wie ein unbeteiligter Dritter von oben beobachteten. Dieses Phänomen nennt man Außerkörperlichkeit. So dann wurden sie von einem Licht angezogen, das sie durch ein tunnelförmiges Gebilde anstrahlte. Der sogenannte Tunnelflug ist eines der wesentlichen Merkmale eines Nahtoderlebnisses, das neben der Außerkörperlichkeit von vielen Betroffenen übereinstimmend geschildert wird. Danach teilen sich die Schilderungen. Manche berichten von einer Begegnung mit einem Lichtwesen, welches eine Lebensrückschau initiiert, anlässlich derer das ganze Leben in kürzester „Zeit“ noch einmal mit allen Einzelheiten abläuft. vor-dem-licht500Andere erzählen nach ihrer Rückkehr ins Leben von ihrer Begegnung mit verstorbenen Freunden und Verwandten. Schlussendlich werden alle Betroffenen wieder ins Leben zurückgeschickt und dies geschieht in den meisten Fällen sogar gegen ihren Willen. Dies deshalb, weil sie in den Momenten ihres Jenseitserlebnisses eine allumfassende Liebe spüren, aller Lasten und Schmerzen des irdischen Lebens ledig geworden sind und im Jenseits ihre eigentliche Heimat sehen, von der sie einst durch Inkarnation in einen menschlichen Körper ins Diesseits wechselten. Ihre Rückkehr ist ernüchternd und schmerzhaft, jedoch werden sie das Erlebte niemals vergessen. Für sie ist der Tod nicht mehr existent.

Mittlerweile wurden im Internet zahlreiche Dokumentationen und Berichte über Nahtoderlebnisse veröffentlicht. Da ich selbst schon mit Zeugen von Nahtoderlebnissen gesprochen habe, weiß ich, dass es den Betroffenen schwerfällt, darüber zu sprechen, weil ihnen regelmäßig nicht geglaubt wird. Umso wichtiger erscheint es, dass es Menschen gibt, die vor die Kamera treten und sich nicht scheuen, über ihr Nahtoderlebnis zu berichten. Ich empfehle, dir selbst ein Bild von diesen Menschen zu machen. Hierzu brauchst du in einer Suchmaschine deiner Wahl nur die Begriffe Nahtoderlebnis und Video einzugeben. Eine sehr eindrucksvolle Zusammenstellung von Nahtodberichten im deutschsprachigen Raum nahm Prof. Dr. Johannes Michels mit dem Buch: Berichte von der Jenseitsschwelle – Authentische Fälle von Nahtoderfahrungen vor. Dies ist insoweit bemerkenswert, als über Nahtoderfahrungen in Deutschland erst in der jüngeren Zeit offener gesprochen wird und hierüber nunmehr auch Dokumentationen vorgenommen werden. Soweit also zum Phänomen Nahtoderlebnis. Wenn du tiefer in diese Materie einsteigen willst, so kannst du hierzu das Kapitel 2 meines Buches: Vision Blue – Befreie dein Denken! lesen. Dort erläutere ich näher, weshalb Nahtoderlebnisse keine „Hirngespinnste“ oder bloße „Restwahrnehmungen“ sind.

Nun, da ich bei dir vielleicht zumindest Überlegungen zur Möglichkeit des „Lebens nach dem Tode“geweckt habe komme ich zu der Antwort auf die Frage: Wieso beeinflusst mein irdisches Leben meine Fortexistenz im Jenseits?

Wenn ich noch mal auf den zweiten Teil der Überschrift zu diesem Artikel zurückkomme, muss ich die Aussage „Wie auf Erden, so im Himmel!“ ein wenig revidieren, denn für manche Menschen ist der Übergang ins Jenseits nicht der Übergang in den sprichwörtlichen Himmel, welche regelmäßig durch das Licht am Ende des Tunnels in Erscheinung tritt, sondern ein Übergang in eine Sphäre, die Einsamkeit, Begrenztheit, Monotonie, Isolation und Leere bedeutet. Diese Sphäre ist wohl eher mit dem Wort „Hölle“ oder dem sprichwörtlichen „Fegefeuer“ zu umschreiben. Mithin kann das Jenseits Himmel oder Hölle sein. Das sog. Jenseits hat viele Sphären, welche in einer von der materiellen Welt zu unterscheidenden Schwingungsebene liegen. Hierbei gibt es die niederen Schwingungsebenen, die mittleren (quasi) neutralen Schwingungsebenen und die höheren Schwingungsebenen. Je nach dem Grad unserer Bewusstheit über die universellen Gesetze und der Ausrichtung unseres Lebens danach, gehen wir nach dem Tode des physischen Körpers in die eine oder andere Ebene ein. Die sogenannten Unbewussten, also die Menschen, welche nicht einmal an die Fortexistenz  des Ich-Bewusstseins nach dem Tode glauben, bleiben zumeist in den erdnahen Sphären hängen und bemerken in der Regel nicht einmal, dass sie gestorben sind. Sie halten sich in der zu Lebzeiten gewohnten Umgebung auf, durchstreifen die Räume, Häuser, Straßen, Plätze, welche ihnen vertraut sind und unterliegen dabei dem Irrtum, dass sie noch einen leiblichen Körper hätten. Sie sind dabei mit einer geistigen Blindheit geschlagen, welche sie zudem noch dazu verleitet, ihren zu Lebzeiten gepflegten Süchten, welche sie nach dem Tode tausendfach verstärkt verspüren, durch die Beeinflussung der Lebenden und Inbesitznahme derer Körper nachzugehen. Besetzung-kleinDas „Klebenbleiben“ in den niederen, erdnahen Sphären hatte ich bereits in meinem Artikel „Besetzungen“ umfangreich erläutert. Hinsichtlich tiefer gehender Erläuterungen möchte ich daher auf diesen Artikel verweisen. Das Festhängen in den niederen Ebenen ist ein Zustand, der keine hinübergegangene Seele zufriedenstellen kann, denn die Bewussten leben nach ihrem Übergang ins Jenseits in höheren Sphären, die Ihnen alle Möglichkeiten des geistigen Fortkommens eröffnen. Dies gilt jedoch nicht für die Geister , die zu Lebzeiten mit einem Charakter versehen waren, welcher Grausamkeit, Gier, Egoismus usw., also niederes Denken und Handeln hervorgebracht hat. Jene Seelen haben damit ihr „Schicksal“ im Jenseits zunächst selbst festgelegt. Sie sind dazu verdammt in merkwürdigen, diffusen, lichtarmen und ärmlichen Sphären zu verweilen und über ihre Taten aus ihren Lebzeiten so lange nachzudenken, bis sie aus ehrlicher Reue zu einer Läuterung gelangen, die einen Aufstieg in die nächst höhere Sphäre ermöglicht. Hierbei stehen diesen „Verdammten“ jeweils höhere Geistwesen zur Seite, die diese Seelen auf ihrem Weg der Erkenntnis begleiten.

Nun habe ich mir diese Kurzdarstellung zu Ursachen des diesseitigen Lebens auf Wirkungen im jenseitigen Leben nicht ausgedacht, sondern möchte diesbezüglich auf ein hervorragendes Buch des Schweizer Autors Dr. Beat Imhof verweisen. Dieser beschreibt in seinem Werk: „Wie auf Erden so im Himmel – Wie das Leben als Mensch das Leben im Jenseits bestimmt“ auf 453 Seiten unter Verweis auf einen Literaturquellenfundus zum Thema Jenseits, dessen Zusammenstellung seines Gleichen sucht, sehr ausführlich, wie es nach dem Tode weitergeht, welche Sphären im Jenseits existieren, was die Hinübergegangenen dort erwartet und warum unser Tun im Diesseits Auswirkungen auf unser Sein im Jenseits hat. Der Klappentext ist hierbei schon sehr vielversprechend:
„Die Vorstellungen der meisten Menschen über den Himmel sind seltsam kindlich. Zahllose Umfragen in großen Tages- oder Wochenzeitungen belegen, dass zwar immer noch mehr als die Hälfte der Menschen an den Himmel glaubt , aber sich davon nur sehr verschwommene Bilder macht, die eher an ein Schlaraffenland als an eine geistige Welt erinnern. Dr. Beat Imhof legt mit dieser Studie das zukünftige Schlüsselwerk zur Jenseitsforschung vor! Er hat in jahrzehntelangem Studium alle greifbaren Quellen der Mystik, der Weltreligionen und der spirituellen Forschung ausgewertet, um zu einer umfassenden Beschreibung der jenseitigen Welten zu kommen. Er schildert die Ankunftssphären, die eine rückkehrende Seele unmittelbar nach dem Ableben ihrer physischen Hülle erwarten, und skizziert ihren Weg durch die Geistigen Welten. Dabei wird deutlich, wie unbestechlich das Gesetz der Anziehung auch in den jenseitigen Reichen gilt. Der Verstorbene wird zu jenen Sphären gezogen, die seiner geistigen Reife entsprechen. Imhof beschreibt in seinem Meisterwerk auch die jenseitigen Tierreiche, die Kinderparadiese und die dunklen Sphären, die eine schmerzhafte Läuterung bewirken können. Er behandelt ausführlich die Frage des Fortbestandes von Beziehungen über den Tod hinaus und auch die Schulung in den Tempeln der Weisheit . Das umfassende Panorama jenseitiger Welten, das sich aus diesem großen Werk erschließt, zeigt einerseits auf, dass die unmittelbar nach dem Ablegen des Körpers folgenden Jenseitswelten durchaus noch Ähnlichkeit mit dem Erdenleben aufweisen, während andererseits die höheren himmlischen Reiche weit jenseits des normalen menschlichen Denkens liegen. Ein Meilenstein der spirituellen Forschung, der die himmlischen Welten einem tieferen Verständnis nahebringt und eine unglaublich vielfältige und wunderbare Geistige Wirklichkeit aufzeigt!“ 

Dem kann ich nach dem Lesen des Buches nicht mehr viel hinzufügen außer dem geneigten Leser die dringende Empfehlung zu geben, dieses Buch zu lesen, denn es ist sehr gut geeignet deine etwaige Unbewusstheit zu beenden.

 


Beseelung

29. November 2016
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Der beseelte Mensch kurz nach der Geburt

Ich verschiedenen Artikeln hatte ich mich bereits mit der Frage befasst: Was passiert, wenn der physische Körper stirbt? Meine Sicht der Dinge ergibt sich aus dem Lesen der vielen Bücher, die sich mit dem Phänomen Nahtod befassen und aus den Berichten von Bekannten und Freunden, welche bereits eines Nahtoderlebnis hatten. Viele Menschen mit einer derartigen Erfahrunge kommen über den Zustand der Außerkörperlichkeit hinaus. Die Außerkörperlichkeit  betrifft – wie es der Name schon sagt – das zeitweilige Verweilen des Ich-Bewusstseins außerhalb des physischen Körpers. Sie kann auch ohne eine Todesnäheerfahrung erreicht werden (das ist eine sogenannte Außerkörperliche Erfahrung). Bei der Nahtoderfahrung jedoch schwebt das Ich-Bewusstsein meist nicht nur über dem Körper, sondern wird mit nahezu magischer Kraft in einen Tunnel gezogen, an dessem Ende ein Licht leuchtet, das eine unwiderstehliche Anziehung auf den Betroffenen ausübt. Menschen mit einem solchen Tunnelerlebnis beschreiben selbiges mit signifikant ähnlichen Details. Allen gemein ist, dass das Licht am Ende des Tunnels eine allumfassende – mit Worten nicht beschreibbare Liebe – ausstrahlt, die es dem Betroffenen nahezu unmöglich macht, sich der hieraus entstehenden Anziehung bewusst zu verweigern. Viele schildern hierbei ein Gefühl des Erkennens und der Rückkehr in ein Gefilde, dass man als seine „Heimat“ wiedererkennt. So dann folgt ein kurzer Einblick in die „Heimat“ bisweilen das Gespräch mit vorverstorbenen Verwandten oder der Lebensrückblick vor einem Lichtwesen, während dessen das bisherige Leben vor dem Ich-Bewusstsein in wenigen Augenblicken „vorbeifliegt“. Zum Ende dieser Kontakte, wird dem Betroffenen eröffnet, dass er nicht verweilen darf, sondern ins Irdische zurückkehren muss, da noch eine Aufgabe zu erledigen ist. Die Betroffenen kehren in der Regel mit dem Gefühl zurück, dass sie im Diesseits nur eine zeitlich befristete Rolle zu spielen. Allen gemein ist die Sehnsucht nach der Heimat im Jenseits.
Soweit so gut. Aus diesen Erkenntnissen heraus ergibt sich jedoch die Frage: Was passiert eigentlich vor der Geburt eines Menschen? Wenn die Seele (das Ich-Bewusstsein) nach dem Tod des physischen Körpers in die Heimat zurückkehrt, dann muss es einst bei der Beseelung des kleinen Körpers im Mutterleib von dort gekommen sein. Warum aber kann man sich nicht an sein vorheriges Dasein im Jenseits erinnern? Weshalb ist man als Säugling im Zustand der Unbewusstheit? Um auf dieses Fragen zu antworten, habe ich mir eine fiktive Geschichte ausgedacht, welche hinsichtlich der wesentlichen Beschreibungen des Jenseits auf die Darstellungen des zwischenzeitlich verstorbenen Mediums Sylvia Brown zurückgehen. So könnte es im Jenseits aussehen. Viel Spaß beim Lesen …

Beseelung

Sie war bereit, ihre Heimat zu verlassen. Sie wartete am Ende des Wandelgangs, hoch oben auf dem Plateau der breiten Pyramidentreppe vor der hohen, goldenen Pforte, die das Innere der riesigen Gerechtigkeitshalle von den weiten Außenanlagen trennte. Sie betrachtete ihr Spiegelbild, das vom polierten Metall der hohen Tür reflektiert wurde. Ihr war bewusst, dass es nur die Illusion einer Reflexion war, da jeder Stein, jeder Baum, jeder Halm und jedes noch so kleine Ding in der Heimat aus purer Energie bestand und sich somit Farben, Formen und Dichtigkeiten jederzeit wandeln konnten. Sie selbst hatte sich für den feierlichen Anlass ein knielanges, indigoblaues Kleid aus hauchdünner Seide kreiert, dass ihre grazile, schlanke Figur gut zur Geltung brachte, ihre festen Brüste in leicht durchscheinenden Andeutungen offenbarte und perfekt zu ihren gleichfarbigen, leuchtenden Augen passte. Ihr hüftlanges, hellblondes Haar trug sie im klassischen Stile hochgesteckt, mit einem einfrisierten goldenen Diadem, das von zahlreichen Lapislazuli geziert wurde. Alles in allem war sie mit ihrem Aussehen sehr zufrieden, bis auf ihre Nase, die ihr in diesem Augenblick einmal wieder ein wenig zu stupsig erschien.

Nicht mehr lange, und sie wäre an der Reihe und würde die Gelegenheit haben, ihren Plan vor dem Hohen Rat zu verteidigen. Sie hatte ihren Entschluss gefasst, die nächste Reise anzutreten und keiner konnte sie mehr umstimmen. Zweifellos, ihre Heimat war so wunderschön und erfüllte sie unablässig mit dieser Allglückseligkeit, die man mit Worten nicht beschreiben konnte; dennoch war ihre Entscheidung endgültig. Es würde ihr schwerfallen, von hier fortzugehen, denn dieser Ort war unvergleichlich und vollkommen. Sein denkwürdigstes und schönstes Kennzeichen waren seine endlosen, sich weithin erstreckenden prachtvollen Gärten, die sie so sehr liebte. Sie waren zwischen den langen Wandelgängen angelegt, die die gewaltigen Gebäudekomplexe der Gerechtigkeitshalle, der Weisheitshalle und der Archivhalle miteinander verbanden. Soweit das Auge reichte, entfaltete sich dort in jeder Himmelsrichtung eine anmutige Fülle aus leuchtenden Blumen, plätschernden Bächen und rauschenden Wasserfällen, hohen Bäumen mit breiten Kronen, Moosteppichen und Farnen zwischen gepflasterten Wegen und hölzernen Brücken, ausgedehnten Wiesen und steinernen Obelisken, hinter denen sich die lichtumfluteten Kuppeln der majestätischen Triade hervortaten.

Noch heute morgen war sie in den Parks spazieren gegangen, hatte sich auf einer der kühlen, weißen Marmorbänke vor einem der schönen Springbrunnen mit den goldenen Wasserspeiern von Meerjungfrauen niedergelassen und den Augenblick in sich eingesogen. Vielleicht würde sie sich auf ihrer Reise an die Pracht und Lieblichkeit ihrer Heimat erinnern, vielleicht auch nicht. Sie hoffte jedenfalls, dass ihr ein Fünkchen Erinnerung blieb. Dieser Ort, der ihre Heimat war und es auch immer bleiben würde, war ein jedes Mal der Ausgangspunkt und das Ziel ihrer Reisen gewesen, von denen sie bereits die notwendige Anzahl hinter sich gebracht hatte, um den höchsten Grad der Weisheit zu erlangen. Sie müsste also gar nicht mehr fort von hier. Niemand könnte sie wegschicken, niemand ihr diesbezüglich Weisung erteilen. Die Gestandenen ihres neunten Hauses, die denselben hohen Grad wie sie innehatten, hatten mit Erstaunen reagiert, als sie ihnen von ihrer Absicht berichtete, dass sie nun eine weitere Reise unternehmen wollte. Wie kann man nur die Heimat verlassen und sich Unbewusstheit und Körperlichkeit freiwillig antun?

Vermutlich würden sie es nie verstehen, aber das rührte sie nicht. Es kam nur darauf an, dass der Hohe Rat ihren Entschluss und einen ihrer Reisepläne billigte. Vor sechs Mondzyklen hatte sie ihrer Seelenpartnerin ihre Absichten offenbart. Auch sie stammte aus dem neunten Haus. Sie kannten sich schon sehr lange, wenn man die Dauer dieser Bekanntschaft überhaupt in Zeiteinheiten messen konnte, denn so etwas wie Zeit existierte hier nicht. Sie ähnelten sich wie ein Ei dem Anderen und das nicht nur äußerlich sondern auch in ihren Neigungen und bei ihren Interessen. Nun, nach einer halben Ewigkeit gemeinsamer Zyklen würden sie für eine Weile durch die Existenz in unterschiedlichen Dimensionen getrennt sein. Nicht vollständig, denn ihre Seelenpartnerin würde ihr während eines Abschnittes ihrer Reise beistehen, die Verbindung zu ihr halten, ihr helfen und sie beraten. So war es vorgesehen. Ihre treue Freundin hatte ihre Entscheidung respektiert und sich auf ihre Bitte bereit erklärt, ihre Geistführerin zu sein. Jedoch mussten die geistigen Berater wechseln, weil auch die Lebensabschnitte mit ihren unterschiedlichen Anforderungen wechselten. Und so kam es, dass sie sich noch acht weitere geistige Berater erwählte, die alle aus ihrem Hause stammten.

Danach hatte sie sich für das Aufstellen ihres Reiseplanes neun Orientierungshelfer ausgesucht, wobei ein jeder dieser Helfer aus einem anderen Haus stammte, so dass in ihrer Planungsgruppe alle Häuser vertreten waren. So gab es das erste Haus der Anführer, das zweite Haus der Vermittler, das dritte Haus der Sprecher, das vierte Haus der Lehrer, das fünfte Haus der Abenteurer, das sechste Haus der Ernährer, das siebte Haus der Glaubenssucher, das achte Haus der Organisatoren und schließlich ihr eigenes: das neunte Haus der Menschenfreunde. Alle Orientierungshelfer waren Experten auf ihrem Gebiet und hatten bereits zahlreiche Reisen in die niederen Dimensionen hinter sich gebracht. In schier endlosen Zyklen diskutierten sie in einem kleinen Saal in der Gerechtigkeitshalle, umgeben von weißen Marmortischen und –bänken, unter Zuhilfename der verschiedensten visuellen Hilfsmittel, von Karten und zahllosen Büchern über den einen oder anderen Aspekt der jeweiligen Eigenschaft und Begabung, der in den Reiseplan aufzunehmen wäre. Jede Einzelheit war abzuwägen. Auf das Hauptthema ihrer Reise hatte sie sich schnell festgelegt. Da gab es für sie gar auch keinen Zweifel, war es doch der eigentliche Grund, warum sie die Reise in die niederen Dimensionen antreten wollte. Sie wollte die anspruchsvolle Schule des Lebens durchlaufen und dabei anderen Reisenden helfen, ihre eigenen Lebensprüfungen zu bestehen. So wurden für ihre Lebensreise auch die Täter und die Opfer ausgesucht, was nur durch Sichtung von unzähligen Bereitschaftserklärungen anderer Seelen erfolgen konnte, um diejenigen zu finden, die dem jeweiligen Zweck eines Lernprozesses am besten dienen konnten. Ihr war bewusst, dass die Freiwilligen, die sich als Täter zur Verfügung stellten, damit große Opfer brachten. Sie würden grausam sein, ihr physischen und psychischen Schmerz zufügen und sich damit selbst belasten. Sie würde durch die Grausamkeiten der Anderen mit der ganzen Härte des Lebens konfrontiert werden. Jedoch musste sie diese Unannehmlichkeiten, Gemeinheiten und Tragödien erleben, damit sie aus diesen Situationen lernen und durch die Art ihrer Bewältigung gestärkt aus ihnen hervor gehen könnte. All diese Erlebnisse würden ihr kostbare Erkenntnisse einbringen, die sie während ihres Daseins in der Heimat niemals gewinnen konnte. Natürlich würde es auch angenehme Abschnitte geben und ihr würden andere Reisende beistehen und ihr helfen, dieses harte Trainingslager des Lebens zu überstehen. Auch sie würde in mancher Hinsicht Täterin sein müssen, denn auch andere Reisende sollten durch ihre Handlungen lernen können. All das wurde vom Orientierungsteam abgewogen und diskutiert. Ihr Reiseplan musste überdies mit den Reiseplänen der Täter- und Opferseelen synchronisiert werden. Alle Lebensbegegnungen wurden akribisch genau geplant. Als es daran ging, die schwersten Schicksalsschläge zu bestimmen, traf sie auf den Widerstand ihrer Berater, denn in deren Augen schickte sie sich an, sich in einzelnen Etappen ihrer körperlichen Existenz zu viele Schwierigkeiten aufzubürden. So stritt sie mit ihnen auf ihre unvergleichlich galante Art und warf ihre Erfahrungen aus ihren früheren Reisen in die Waagschale. Zum Schluss gab es zwei Varianten ihres Reiseplanes. Als sie schließlich den blauen Kristallspeicher in den Händen hielt, der die kompletten Pläne enthielt, war sie erleichtert und stolz zugleich.

Das plötzliche Ächzen des schweren Metalls der hohen Pforte riss sie aus ihren Gedanken, als sich die Torflügel öffneten. Sogleich drang eine laute Aufforderung in ihr Bewusstsein. Es war der Herold des Hohen Rates, dessen Aufruf ihren Geist erreichte: Tritt ein, der Hohe Rat erwartet dich!

Der Aufforderung folgend, schritt sie zügig durch den hohen Eingang und vernahm, wie sich das goldene Tor mit einem lauten, metallischen Donnern hinter ihr schloss. Vor sich erblickte sie die hoch aufragende Statue der Muttergottheit Azna, welche aus purem Gold bestand. Die Bekleidung der Göttin war als Chiton ausgeführt, das an den Schultern und um die Knöchel als reich gefältelter dünner Stoff erschien, der so eng an ihrem Körper lag, dass ihre anmutigen Hüften und ihre vollen Brüste sich unter dem gerafften Stoff deutlich abzeichneten. In der Hand des nach oben angewinkelten rechten Arms hielt sie das Heft eines kunstvoll geschmiedeten Schwertes, dessen lange, nach links unten geneigte Klinge sie mit der Hand ihres abgewinkelten linken Arms vorsichtig umschloss. Lange, wallende Haare umschmeichelten ihr lächelndes Gesicht. Ihre Augen bestanden aus weißem Perlmutt, die darauf angebrachten Iriden aus grünen Smaragden, in deren Mitte Onyxe als Pupillen eingearbeitet waren. Die Göttin blickte sie mit solch durchdringender Intensität an, dass es ihr gerade so schien, als würde sie in ihr Innerstes schauen können. Sie passierte die riesige Skulptur, wobei es ihr klein wenig so vorkam, als würden deren Augen ihr folgen. Im Rücken der Statue tat sich die gewaltige Rotunde auf, über der eine riesige Kuppel thronte, durch deren weite Lichtöffnung das goldene Licht des Tages einfiel. Sie betrachtete die mächtigen weißen Marmorsäulen, die das eherne, gigantische Bauwerk in seinem Inneren stützten und betrat das Herzstück der Halle, eine gewaltige, geradezu heilig anrührende Arena. Auf den umlaufenden Rängen, die mit stuckverzierten, steinernen Brüstungen abgegrenzt waren und sich in vielen Stockwerken über ihr erhoben, hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden, um ihrer ehrwürdigen Bekundung beizuwohnen. Sie schritt auf einen schimmernden, u-förmigen Tisch zu, der aus edlem, weißen Marmor bestand.

An ihm saßen die Mitglieder des Hohen Rates auf großen Stühlen, die wegen ihrer prächtigen Schnitzereien und breiten Lehnen fast wie Throne wirkten. Hinter ihnen standen drei Dutzend goldbeflügelte Fürstentümer, deren erhabene Gesichter völlig regungslose Mienen zeigten.

Die Magister und Magisterinnen lächelten ihr aufmunternd zu, als sie sich vor ihnen platzierte. Aus reifen, aber völlig faltenlosen Gesichtern blickten sie achtzehn Augenpaare freundlich an. Die Frauen hatten lange, glatte, silberweiße Haare, die ihre unvergleichliche Anmut und Schönheit unterstrichen. Die Männer trugen ihr weißes Haar schulterlang und ihre silberweißen, langen Vollbärte erschienen wie Rangabzeichen ihrer Würde und Weisheit. Alle Ratsmitglieder waren in fließende, bodenlange, weise Gewänder gekleidet, welche von goldenen Rändern gesäumt wurden. Obwohl sie hinsichtlich der Kleidung und der Frisuren uniform wirkten, lagen in ihren Gesichtern sehr unterschiedliche Züge. Wie sie wusste, waren im Rat alle neun Häuser vertreten. Dies konnte sie auch daran erkennen, dass auf den hohen Rückenlehnen, die über ihre Köpfe hinausragten, die Zahlen der Häuser eingeschnitzt waren. An den äußeren Enden des u-förmigen Tisches saßen sich die zwei Ratsmitglieder aus dem ersten Haus gegenüber. Jeweils neben ihnen saßen die des Zweiten, dann die des Dritten und so weiter. So setzte sich die Sitzordnung bis zur Mitte des Tisches fort, wo schließlich der Magister und die Magisterin aus dem neunten Haus nebeneinander saßen.

Der neunte Magister schaute sie mit seinen warmen braunen Augen an und seine Stimme klang feierlich, als er sagte: „Kind Gottes, sag, was ist dein Begehr?“

Normalerweise war es nicht üblich, zu sprechen, denn man kommunizierte telepathisch, doch in Vorbereitung auf die Körperlichkeit gehörte es zur Zeremonie, dass man die astralen Stimmbänder benutzte.

Noch etwas unsicher, aber doch mit fester Stimme begann sie zu sprechen: „Hoher Rat, ich ersuche um die Genehmigung, in die körperliche Zelle zu transformieren und meine dreiundneunzigste Lebensreise anzutreten. Hier ist mein Reiseplan!“

Sie hob den rechten Arm und öffnete die Hand auf der der blaue Kristall lag. Der Magister nickte. Sogleich verschwand der Stein auf ihrer Hand und erschien einen Wimpernschlag später auf seiner. Er nahm ihn zwischen Daumen und Zeigefinger, hielt ihn prüfend vor die Augen und steckte ihn in eine Aussparung auf der Spitze einer goldenen Pyramide, die über einem marmornen Podest schwebte, das unmittelbar vor dem Tisch des Rates stand.

Der Visualisierer, dachte sie.

In die Seitenflächen der sich langsam drehenden Pyramide waren verschiedene Zeichen eingraviert. Sie erfasste einen stilisierten Baum, einen Sonnenkopf, einen Vollmond, der durch einen zunehmenden und einen abnehmenden Mond flankiert wurde, ein Pentagramm, ein Hexagramm, ein Auge, das über einem Dreieck stand und noch viele andere Insignien. Zwischen ihnen waren die verschiedensten Edelsteine eingelassen. Sie erkannte Obsidiane, Amethyste, Rubine, Tigeraugen, Türkise, Karneole, Citrine und Aventurine.

Jäh begann der Kristall zu leuchten. Ein gleißendes, helles Licht überflutete die Arena. Einen kurzen Moment war sie geblendet. Dann jedoch begann das Leuchten zu pulsieren und der Kristall warf Strahlen in den Raum, die holografische Visionen erzeugten. Gebannt starrten die Ratsmitglieder in die Flut der projizierten Bilder, welche mit so schneller Folge wechselten, dass die unzähligen Tages- und Nachtszenen der wiedergegebenen Lebensepisoden in ihren Augen ein permanentes Flackern widerspiegelten. Es dauerte nicht lange, da erlosch der Kristall wieder. Die Blicke der Ratsmitglieder richteten sich erneut auf sie und sie spürte, dass sie eindringlich gemustert wurde. Während auf einigen Gesichtern ungläubiges Staunen lag, zeigten andere ein verständnisvolles Lächeln.

Die Magisterin aus dem ersten Haus warf ihr einen vieldeutigen Blick zu und ergriff als Erste das Wort: „Sag, weshalb willst du dich freiwillig in die Begrenztheit der menschlichen Zelle transformieren lassen? Du musst das nicht tun, denn du hast bereits den höchsten Grad!“

Sie hatte schon geahnt, dass diese Frage gestellt würde und so hatte sie sich bereits eine Antwort zurechtgelegt. „Vielleicht wirst du es nicht verstehen, aber ich möchte wieder einmal das Gefühl erleben, mit echten Füßen über eine Wiese zu laufen. Ich sehne mich nach einer direkten Verbindung zu Gaia, einer Empfindung die ich auf meinen früheren Reisen so sehr genossen habe. Und …“, sie hielt kurz inne, „ … dann ist da noch das unbändige Verlangen nach körperlichen Umarmungen.“

Die Magisterin zog eine Augenbraue hoch. „Körperliche Umarmungen? Aber sind es nicht die energetischen Verschmelzungen, die dir in jeder Hinsicht Erfüllung bringen? Du hast doch bestimmt einen Seelenpartner, mit dem du dich schon einmal vereinigt hast?“

„Oh ja, die Verschmelzungen mit meiner Seelenpartnerin waren immer wundervoll und unvergleichlich, aber mit einem richtigen Körper einen anderen Menschen zu spüren, das ist doch etwas ganz anderes. Eine körperliche Umarmung war für mich immer ein fantastischer Moment. In ihm vereinigen sich die Freude, wenn man sich begrüßt, der Schmerz, wenn man sich trennt und die Liebe, wenn man sich begehrt.“

Der Magister aus dem siebten Haus nickte bestätigend. „Weise gesprochen! Das kann ich sehr gut nachvollziehen! Von mir aus sei es dir gewährt, in den von dir erwählten Körper zu gehen. Erklär mir aber, warum hast du uns zwei Lebenspläne vorgelegt?“

Sie stieß einen leisen Seufzer aus. „Nun, ich hätte es gerne vermieden, euch zwei Pläne vorzulegen, aber meine Berater meinten, dass mein erster Plan nicht umsetzbar sei. Er bürge die Gefahr in sich, dass ich in den niederen Dimensionen Schaden nehmen könnte, weil mein Körper die Prüfungen, die ich mir selbst stellen will, nicht überstehen würde. Daher ward ein zweiter Plan aufgestellt, den ich allerdings nicht bevorzuge.“

Die Magisterin aus dem sechsten Haus ergriff das Wort. „Mir scheint, als wären beide Pläne eine Spur zu ehrgeizig. Der Erste ist ganz und gar nicht akzeptabel. Dein Körper wird an den Entbehrungen, die du dir darin auferlegen möchtest, zerbrechen, mögen sie auch zu tiefgreifenden Erfahrungen führen. Es nützt dir nichts, wenn dein Geist in den niederen Dimensionen hängenbleibt, weil du deinen Körper wegen der selbst auferlegten Pein vorzeitig zerstören wirst. Dir ist doch bewusst, was passiert, wenn du dich selbst richten würdest?“

Als sie die Worte der Magisterin vernahm, legte sie die Stirn in Falten. „Nun ja, das schon, hohe Magisterin! Aber ich würde doch niemals Hand an meinen selbst erwählten Körper legen! Nicht jedenfalls so, dass ich ihm damit sämtliche Lebensenergie entziehe. Ich denke, der Plan ist trotz all der schwierig erscheinenden Lebensprüfungen durchführbar! Mein Lohn wären unvergleichliche Erfahrungen!“

Die Magisterin schüttelte den Kopf. „Deine Absichten mögen ehrenhaft sein, aber wenn du erst einmal das Tor der Unbewusstheit passiert hast, wirst du dich an deine Worte nicht mehr erinnern können!“

Nun ergriff der Magister aus dem dritten Haus das Wort. „Hohe Schwester, ich kann deine Bedenken durchaus verstehen, aber entspricht es nicht dem ewigen Gesetz allen Seins, dass sich ein Jeder sein Schicksal selbst wählen kann?“

Während auf diese Worte einige Ratsmitglieder zustimmend nickten, schüttelten andere stirnrunzelnd die Köpfe. Jeder schien nun etwas sagen zu wollen.

Die Magisterin aus dem achten Haus rief: „Das Seelenheil eines Reisenden steht über seiner Freiheit, sich sein Schicksal selbst auszuwählen!“

Der Magister aus dem vierten Haus erwiderte kopfschüttelnd: „Zum Seelenheil gehören zweifellos die Einsichten, welche während einer Lebensreise gewonnen werden und es ist uns grundsätzlich entzogen, die Kinder Gottes von solchen Erfahrungen fernzuhalten!“

Als sich nun ein Raunen unter den Besuchern auf den Rängen erhob, stand der Magister des neunten Hauses auf und hob beschwichtigend die Hände. „Brüder, Schwestern, so kommen wir nicht weiter. Ich schlage vor, dass wir uns eine Weile in die Archivhalle zurückziehen, um dort nach vergleichbaren Fällen zu suchen und unter Betrachtung dieser Recherchen, über die vorgelegten Lebenspläne zu beraten.“

Mit einem einhelligen Nicken bekundeten die Ratsmitglieder ihre Zustimmung.

Mit einem freundlichen Lächeln wandte er sich nun zu ihr um: „Wir werden dich rufen lassen, wenn wir zu einer Entscheidung gekommen sind.“

***

Die Dämmerung war angebrochen und die Sonne gab dem hohen Berghorizont hinter der Schattensilhouette der mächtigen Kuppeltriade ein purpurnes Rendezvous, als sie den vereinbarten Treffpunkt im Park neben dem Springbrunnen der Meerjungfrauen erreichte.

Ihre Seelenpartnerin wartete bereits und winkte ihr, da sie wusste, dass der Hohe Rat eine Entscheidung getroffen hatte, aufgeregt zu. Ein Schwall von Worten drang in ihr Bewusstsein. Da bist du ja endlich! Das hat aber gedauert! Wie war es? Wann geht es los?

Sie lächelte vieldeutig und hob ihre flachen Hände vor die Brust. Ihre liebe Freundin verstand sofort, und legte ihre Hände an. Umgehend verloren ihre astralen Leiber den Schein von Körperlichkeit, wurden durchsichtig und leuchteten wie Nebelschleier im Mondlicht. Die eben noch präsenten Konturen ihrer Körperformen transformierten zu zwei strahlenden Lichtbällen aus purer Energie, die miteinander verschmolzen und Eins wurden. Eine Weile fühlten sie sich zeitlos treibend als untrennbareres Ganzes, in welchem ihre verbundenen Seelen vor lauter Glückseligkeit frenetisch tanzten. Nur wenige Augenblicke, und die gleißende Kugel teilte sich wieder in zwei Lichtbälle, die zusehends die alten Konturen annahmen, in welche sofort die Farben und Formen ihrer astralen Körperlichkeit zurückkehrten. Als wäre nichts geschehen, standen sie sich wieder gegenüber und schauten sich mit leuchtenden Augen an.

Ihrer Seelenpartnerin stand die Überraschung deutlich ins Gesicht geschrieben. Grundgütiger, sie stellen dir tatsächlich jemanden zur Seite, der dir hilft, deine schweren Schicksalsprüfungen zu bestehen?

Gleichwohl es mehr eine Feststellung als eine Frage war, antwortete sie: Ja! Er wird mir beistehen und mich von meiner Unbewusstheit befreien. Sein Plan wurde an meinen angepasst. Das ist eine akzeptable Konstellation. Die Hauptsache ist doch, dass mein erster Plan bestätigt wurde.

Naja, ein paar Änderungen haben sie ja doch vorgenommen!, erwiderte ihre Freundin.

Nun gut, damit bin ich einverstanden, denn der Plan bleibt sehr anspruchsvoll und ich werde auf der Reise viele neue tiefgreifende Erkenntnisse gewinnen.

Ihre Seelenpartnerin warf ihr einen gedankenvollen Blick zu. Was ich da während unserer Vereinigung gesehen habe, war sehr ergreifend und teilweise sogar erschreckend? Willst du das wirklich?

Fast unmerklich zuckte sie mit den Schultern, dann erwiderte sie: Wie heißt es in einer alten Weisheit so schön: Die süßesten Früchte hängen ganz oben am Baum!

 

***

 

Die Türme waren zwei riesige, monolithisch wirkende Bauwerke, deren Pracht manche Bewohner der Heimat gar über die Vollkommenheit der Hallen der Triade stellten. Die massiven Fassaden der Türme bestanden aus blauem Glas, über welche unaufhörlich Wasser rieselte. Es legte einen so feinen Sprühnebel über dem angrenzenden Jasminwald ab, dass die starke Lichtbrechung einen leuchtenden Regenbogen schuf, der dem Besucher beständig den Weg zu den ehernen Toren wies.

Das Bild dieses ekstatischen Lichtspiels noch vor Augen, lag sie nun in einer gläsernen Transformationsröhre in einem der Abreiseräume im Inneren der Türme. Als sie der zurückliegenden Momente gedachte, fühlte sie einen gewissen Zwiespalt. Dieses Gefühl, es war eine merkwürdige Mischung aus Zuversicht und Wehmut. Ihr Abschied von ihren lieben Freunden schnitt tiefer als ein Messer. Ihre letzte Vereinigung mit ihrer Seelenfreundin war so wundervoll und voller Glückseligkeit, was es ihr nur noch schwerer gemacht hatte, sich von ihr zu trennen. Auch die Gewissheit, dass sie sich wiedersehen würden, hatte sie dabei kaum trösten können. Gleichwohl ihr bewusst war, dass ihre Reise, gemessen an der Ewigkeit, nur ein kurzer Ausflug in die niederen Dimensionen war, fiel das Loslassen ihrer Heimat unsagbar schwer.

Unvermittelt wurde sie aus ihren Gedanken gerissen, als der Takter zu pendeln begann. Wie sie wusste, synchronisierte das Ding die Energiekanäle der verschiedenen Dimensionen und schuf im richtigen Augenblick den Tunnel, der sie in die irdische Matrix brachte. Gleich würde der Abstieg in den Schoß jener Mutter beginnen, die sie sich auserwählt hatte und ihr Geist würde das Tor der Unbewusstheit durchschreiten. Während sie den Taktschlägen lauschte, liefen vor ihrem geistigen Auge noch einmal Bilder ihrer Heimat vorbei. In ihrer Erinnerung sah sie die schönen Gärten und Parks, die prachtvollen Tempel und Hallen, die belebten Straßen und Plätze, sah deren glückliche Bewohner und die Allmacht Gottes. Wie lange noch würde sie sich dieser Vollkommenheit bewusst sein? Würde sie sich während ihrer Reise überhaupt jemals daran erinnern?

Einstweilen schlug das Pendel des Takters immer weiter aus und erhöhte zusehends seine Geschwindigkeit. Schneller und schneller wurde das Ding, sein Schlagen immer lauter.

Tack. Tack. Tack. Tack. Tack. Tack. Tack. Tack.

Dann blieb es plötzlich stehen. Unvermittelt begann die gläserne Transformationsröhre zu erstrahlen. Sogleich verschwand die Umgebung der Kammer hinter dem gleißenden Licht. Zu ihren Füßen tat sich ein Tunnel auf, in dessen Inneres nun das Licht der Röhre strahlte, jedoch nicht weit genug um an sein fernes Ende zu gelangen. Dort gähnte nur ein kleines schwarzes Loch. Noch ehe sie darüber nachdenken konnte, wurde sie in den Tunnel gezogen. In rasendem Tempo bewegte sie sich auf das schwarze Loch zu. Schnell kam es näher, viel zu schnell. Je näher es kam, umso stärker schwanden ihre Sinne. Dann verschluckte es sie und mit ihrem letzten Funken Bewusstheit spürte sie, dass sie in die Enge eines kleinen Körpers fuhr. Als die wohlige Wärme in der Dunkelheit sie schließlich einlullte, war sie fortan eine Gefangene der Zeit.

Collage: Jens Vogler


Besetzungen

30. August 2015

Besetzung
Hast du schon einmal erlebt, dass du eine Person, die du schon Jahre lang kanntest, plötzlich nicht mehr wiedererkennst? Diese Person, ein Verwandter, ein Freund, ein Bekannter oder ein Arbeitskollege gibt sich von einem Tag auf den anderen völlig verändert. Dir kommt angesichts bestimmter abstruser Situationen, die sich in aggressivem Auftreten, extremen Ticks oder unlogischen verbalen Äußerungen zeigen und aus dem Verhalten des Betroffenen entspringen, der Satz: „Was ist denn in dich gefahren?!“, über die Lippen. Das ist eine Aussage die, wie sich weiter unten noch zeigen wird, den Nagel ziemlich auf den Kopf trifft, jedoch dein Verhältnis zu dem Bekannten oder Freund nicht gerade vereinfacht. Denn er findet sein abrupt geändertes Verhalten sogar völlig normal. Vielleicht hast du ja auch einen Menschen kennengelernt, der sich zunächst von der besten Seite zeigt, du ihm daraufhin dann näherkommst und der Andere dann plötzlich ein Verhalten an den Tag legt, was ihn dir gegenüber nicht wiedererkennen lässt. Du stellst fest, dass diese Person zwei völlig konträre Gesichter hat. Eine ständige Achterbahnfahrt der Gefühle beginnt und irgendwann hältst du es nicht mehr aus, gibst frustriert auf und brichst jeglichen Kontakt ab. Sehr oft beschäftigen sich erfahrene Psychologen und Psychiater mit diesen Verhaltensweisen und verordnen den Betroffenen verschiedene Therapien, verschreiben Psychopharmaka oder weisen sie schlimmstenfalls in die Psychiatrie ein. In vielen Fällen ist den Betroffenen nicht zu helfen und sie gelten sogar als nicht therapierbar.

Wenn ich dir jetzt sage, dass in den meisten solcher Fälle keinerlei organische Ursachen vorliegen (auch nicht neuronale Veränderungen im Gehirn – gemeint sind vorliegend keine Demenz- und/oder Alzheimerkranken von denen man weiß, dass Zellveränderungen im Gehirn die Erkrankung verursachen) kannst du mir das glauben? Über das in meinem Artikel „Vor dem Licht“ erwähnte Buch Rudolf Passian “Der verhängnisvollste Irrtum unserer Zeit”, Amadeus Verlag 2012  fand ich zu einem äußerst bemerkenswerten weiteren Buch, welches in vielerlei Hinsicht die Augen öffnet. Dieses Buch erschien in der amerikanischen Erstauflage im Jahre 1924 und stammt von dem Arzt Dr. med. Carl Wickland. Sein Titel ist: „Dreißig Jahre unter den Toten“. Dieser Titel kommt nicht von ungefähr wie sich nachfolgend zeigt:

Anhand von zahlreichen Beispielen aus seiner jahrzehntelangen Praxis wies der amerikanische Irrenarzt Dr. Carl Wickland in diesem Buch nach, dass es sich bei den meisten Fällen geistiger Verwirrung nicht etwa um Bewusstseinspaltung, oder dergleichen handelt, sondern um Besessenheit durch Fremdwesen, die von dem Patienten Besitz ergriffen haben und ihm ihren Willen aufzwingen. Diese Verstorbenen (= Geister/Spirits) wurden in jahrzehntelanger Praxis durch Carl Wicklands Frau – einem Medium – zum Reden gebracht nachdem sie über eine Behandlung mittels Stromschlägen (für den Patienten völlig ungefährlich) aus dem Energiekörper des jeweiligen Patienten vertrieben worden waren. Diese körperlosen Besetzer gaben sich anlässlich der jeweiligen Sitzung als Verstorbene kund, die sich über ihre veränderte Seinsweise nach dem Ablegen ihres irdischen Körpers noch gar nicht klar geworden waren und sich einbildeten, nach wie vor in ihrer gewohnten Umgebung zu leben. Die Gespräche, die Dr. Wickland mittels seiner Frau als Medium mit diesen Geistern führte und Wort für Wort wiedergibt, zeigen den verhängnisvollen Einfluss der Verstorbenen auf Lebende, wenn sie sich in deren Aura festsetzen und sie zu Werkzeugen ihrer Süchte machen. Dass sie Persönlichkeiten mit ausgesprochenem Ichbewusstsein, d.h. tatsächlich Verstorbene sind, geht auch daraus hervor, dass sie sich nach Ausdrucksweise, Herkunft und Bildung als völlig unverwechselbare Individuen darstellen — ja, sie nennen sich sogar mit Namen, und die Angaben über ihre irdische Existenz bestätigen sich bei jeder Nachprüfung nachträglich als richtig. Dies ist ein Fakt der Dr. Carl Wickland und seine Frau von jedem etwaigen Vorwurf der Scharlatanerie freihält, denn sie kannten die Patienten vor der Behandlung nicht. Mithin kannten sie schon gar nicht die Lebensdaten der Geister, welche sich in den Auren der Lebenden verfingen. Erst nachdem die Geister über ihren neuen Zustand und die Aufgaben, die sie im Jenseits haben, Belehrung annahmen, fanden sie sich jeweils bereit, von ihrem Opfer zu lassen. Dieses wurde damit wieder Herr seiner selbst, mit anderen Worten, wieder völlig normal. „Keine Phantasie kann die Vielzahl der Gestalten hervorbringen, die da aus allen Lebensbereichen an uns vorüberziehen und mit wenigen Stichworten ihre Schicksale aufzeigen. Erstaunlich ist es, mit welcher Treffsicherheit das meist harmlos beginnende Gespräch auf den wunden Punkt hinsteuert und die Ursache des Versagens im Leben ohne Schonung bloßlegt. Umgetrieben in ihrem eigenen engen Vorstellungskreis wird der Seele solange der Spiegel vorgehalten, bis sie sich zu Selbsterkenntnis durchringt. Nicht eher darf sie zu höheren Stufen aufsteigen, als bis sie alles begangene Unrecht wieder gutgemacht hat. So erweist sich die Unwissenheit über den Sinn des Daseins und das Leben nach dem Tode als das schlimmste Hindernis für die Entwicklung des Menschen im Diesseits und im Jenseits, und nichts sollte ihm dabei wichtiger sein, als bei Lebzeiten Wahrheit über die geistige Welt, in die er eintreten wird, zu erlangen.“ entnommen aus Dr. Carl Wickland „Dreißig Jahre unter den Toten“, Reichl Verlag 2000. Download des Buches als PDF

Angesichts dieser äußerst bemerkenswerten Erkenntnisse bekommen Hollywoodstreifen wie „Ghost – Nachricht von Sam“ oder „The Sixth Sense“ sogar einen gewissen fundierten Hintergrund, welchen der Eine oder Andere vielleicht niemals für möglich gehalten hat.