Intuition versus Ego

21. Dezember 2007

Viele haben dieses Gefühl schon einmal gehabt: Der eigene Verstand gibt einem vor, was zu tun sei aber das sogenannte Bauchgefühl sagt dazu, dass man genau das nicht tun sollte (das kann natürlich auch genau anders herum sein). Dieses Bauchgefühl nennt man auch Intuition. James Van Praagh schreibt hierzu in seinem Buch Die Weite zwischen Himmel und Erde“: „Intuition ist das Gefühl, etwas zu wissen, und zwar von innen heraus. Dieses Wissen entsteht spontan, ohne Beteiligung des analytischen Denkens …. Intuition lässt sich nicht willentlich erzwingen, sie geschieht einfach.“
Wir nennen die Intuition auch „den sechsten Sinn“ oder unsere „innere Stimme“. Sie ist eine Art übersinnliches Bewusstsein, welches aber von den meisten Menschen nicht genutzt wird. All jenen, welche nur ihrem Verstand – ihrem Ego – trauen und nur glauben, was sie mit ihren fünf Sinnen (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) wahrnehmen können, ist die Intuition abhanden gekommen. Dieses eingeschränkte Denken könnte aber in entscheidenden Momenten dazu führen, dass man versagt oder zu Schaden kommt, weil man einfach nicht darauf vertraut, dass das Bauchgefühl Recht haben könnte. Wenn meine Intuition mir sagt, ich möge einen bestimmten Weg jetzt nicht gehen, so sollte ich nicht darüber nachdenken, ob es wahrscheinlich sein könnte, ob mir auf diesem Weg etwas passiert oder nicht. Mein Ego würde mir sicher mitteilen, dass ich mich nicht so haben soll und ich diesen Weg tausenmal gegangen bin, ohne das etwas passiert sei. Wenn man so denkt, dann hat das Ego die Oberhand gewonnen. Es ist jetzt so schön „vernünftig“ auf nur auf den Verstand zu vertrauen. Ich muss mich aber dann nicht wundern, dass mir dann tatsächlich etwas passiert, ich von betrunkenen Halbstarken angegriffen, ich von einem Radfahrer angefahren oder von einem herabfallenden Ziegel getroffen werde (nur um mal einige Beispiel zu nennen). Jetzt wird der eine oder andere Kritiker sagen: Alles fiktive Beispiele! OK …. komme ich mit reellen Erlebnissen. Mir selbst passiert und da das eine Mal mein Ego und das andere Mal meine Intuition das Sagen hatten, auch ganz anschaulich.

Wenn ich in Magdeburg von einem relativ häufig besuchten Einkaufscenter nach Burg zurückfahre, dann habe ich an einer Kreuzung zum einen die Möglichkeit nach links zu fahren um über die Stadtschnellstraße und die Autobahn A2 an mein Ziel zu gelangen (schnellere Strecke). Zum anderen kann ich auch nach rechts fahren um über die Bundestraße B1 nach Burg zu kommen (kürzere aber langsamere Strecke). Im Frühjahr war da wieder so ein Samstag, welchen ich nutzte, um im Einkaufscenter zu shoppen. Auf dem Rückweg fahre ich an die Kreuzung heran und meine innere Stimme meldet sich und rät mir nach rechts auf die B1 zu fahren. Mein Verstand schaltet sich sofort ein und meint ganz altklug: „Warum die B1? Fahr wie immer über die Schnellstraße und die Autobahn, dann bist du schneller … du willst doch pünktlich bei dem geplanten Besuch ankommen.“ Da ich auf meinen Verstand hörte, fuhr ich über die Schnellstraße und musste ziemlich schnell feststellen, dass das ziemlich dämlich war, weil ich in einen satten Stau geriet. So kam ich dann natürlich zu spät in Burg an. Mein Ego hatte mir also nicht geholfen.

Etwa ein halbes Jahr später fuhr ich wieder auf besagte Kreuzung zu und meine Intuition gab mir ein: „Fahr nach rechts und über die B1 nach Burg!“ Mein Ego begann sofort zu argumentieren: „Du bist doch schon nach Magdeburg hin über die B1 gefahren und hast dort an einer Baustelle warten müssen. Das wird jetzt stadtauswärts noch schlimmer. Fahr über die Schnellstraße!“ Diesmal hörte ich aber auf mein Bauchgefühl und fuhr stadtauswärts die B1. Es gab – entgegen den Unkenrufen meines Verstandes – keinen Stau auf der B1 und ich kam zügig nach Burg. Kurz bevor ich mein Ziel erreichte, meldete der Verkehrsfunk, dass es auf der Autobahn in der Richtung, in der ich sonst immer fahre,  zu einem schweren Verkehrsunfall und einer Vollsperrung der A2 gekommen sei. Der Unfall ereignete sich etwa zu dem Zeitpunkt, als ich die Stelle des Unfalles auf der A2 bei der Heimfahrt passiert hätte, wenn ich auf mein Ego gehört hätte und über die Autobahn nach Hause gefahren wäre.

Die Moral von der Geschicht … wenn sich deine Intuition meldet, dann höre auf dein Ego nicht. 

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Denk Positiv!

1. April 2007

Neulich prägte mein jüngerer Bruder bei einem Telefonat die Formel: „Erwartung = Frust!“. Es ist ein kurzer prägnanter Satz, der grundsätzlich zutreffen soll. Wenn ich eine gewisse Erwartungshaltung im Hinblick auf eine bestimmte Lebenssituation habe, werde ich regelmäßig Schiffbruch erleiden, weil es nicht so kommen soll, wie ich es erwarte. Am besten man hat also eine negative Einstellung zu allen möglichen Möglichkeiten des Ereignishorizontes, dann kann alles nur besser werden. Anders gesprochen … wenn ich nichts Erwarte, dann kann alles nur besser werden als nichts. Wenn man sich diese logisch klingende „Weisheit“ so weit verinnerlicht, dass sie sich ins Unterbewusstsein einprägt, dann hat man sich auf eine grundsätzlich negative Lebenseinstellung eingeschossen. Man muss sich dann nicht wundern, dass im eigenen Leben wirklich nicht viel gelingt.

Zuerst dachte ich, er hat völlig Recht. Gott sei Dank fielen mir bei einem Einkaufsbummel  in Magdeburg – welchen ich wieder einmal aus einer Intuition heraus unternahm – zwei Audio-CDs in die Hände. Die Aussagen der Autoren dieser CD’s führen den Denkansatz „Erwartung = Frust“ völlig ins Absurde. Dies war zum einen die CD „Erfolgreich Wünschen“ von Pierre Franckh mit Michaela Merten und zum anderen die CD „Die Macht Ihres Unterbewusstseins“ von Dr. Joseph Murphy. Zuerst war ich etwas skeptisch wenn auch nicht unaufgeschlossen. Bei Franckh handelt es sich um vier geleitete Meditationen, welche ungemein entspannend und erholsam sind. Die Grundaussage der zweiten Meditation ist, dass man seine Zweifel und Ängste hinter sich lassen soll um das Ufer des Landes zu erreichen, in welchem die schönsten eigenen Träume wirklich werden. Man soll sich dies fest vorstellen. Damit war für mich der erste Ansatz für das positive Denken gegeben. Noch deutlicher wird Dr. Murphy in seinem Hauptwerk, die „Macht des Unterbewusstseins“. In der umfangreichen Einleitung der CD wird erläutert, wie der Mensch die unermessliche Kraft seines Unterbewusstseins schöpferisch nutzen kann und wie sich Wünsche kraft des Glaubens in Realität umsetzen lassen.
Nach Murphy umgibt den Menschen ein unermesslicher Reichtum, wenn er das Auge des Geistes nach innen richtet und tief in seinem Selbst eine unerschöpfliche Schatzkammer entdeckt. Die richtige Erkenntnis dieser Macht des Unterbewusstseins und der damit verbundenen schöpferischen Kräfte bezeichnet Murphy als sichersten und schnellsten Weg, allem inneren und äußeren Mangel ein Ende zu setzen und für den Rest des Lebens in Wohlstand zu leben. Die Kernaussage ist, dass man positiv Denken soll. Man soll sein Unterbewusstsein mit diesem positiven Denken dazu bringen, das Leben zu verbessern um letztlich seine wahre Erfüllung zu finden.

Ausgehend von dieser Einführung habe ich mir Dr. Murphy verinnerlicht und seine Kernaussagen immer und immer wieder angehört. Vor dem Einschlafen im Zustand zwischen Wachsein und Schlaf, dem Zeitpunkt, wo das zweifelnde Bewusstsein allmählich die Kontrolle verliert, habe ich mir die positive Denkweise angeeignet; sie meinem Unterbewusstsein aufgegeben. Es ist die erste Stufe zu einem neuen Leben. Es ist keine Droge, kein Alkohol, keine Tablette, welche alle nur dazu bestimmt sind, dein Denkvermögen zu vernebeln und dein Bewusstsein bei der Ausführung der aus dem Unterbewusstsein entspringenden Intensionen zu behindern. Es ist die wahre Quelle aller Besserungen. Man muss aufhören an sich selbst zu zweifeln und vielleicht sogar andere für seine eigene Lebenssituation verantwortlich zu machen. Man ist für alles selbst verantwortlich; man kann alles verändern! Die alte Weisheit: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“ drückt genau dies aus. Indem du selbst deine positiven Wünsche und Vorstellungen in dein Unterbewusstsein einbrennst und dabei keinen Zweifel an deinem Erfolg aufkommen lässt, wird sich deine Umwelt ausgehend von deiner eigenen Veränderung verändern. Du hast es selbst in der Hand. Vermeide es, ausgehend von negativen Erfahrungen, von Kritik und Ungerechtigkeiten der Vergangenheit, diejenigen Personen gedanklich mit negativen Wünschen zu verfolgen, welche dich irgendwie emotional negativ beeinflusst haben. Dieses destruktive negative Denken wird dich nicht weiterbringen; im Gegenteil; es wird alle Ansätze positiven Denkens zerstören. Wünsche diesen Personen welche dich vormals gekränkt oder verletzt haben – auch wenn es schwerfällt – von Herzen alles Gute.

Alles in allem kommt es hierbei auf die innere Einstellung an. Hierbei darfst du nicht mit dem Denkansatz herangehen, dass das positive Denken mal eben schnell deinen Geist und dein Unterbewusstsein erfasst, indem du den Wunsch vor dich hermurmelst als sei es der Zauberspruch eines Bühnenmagier. Du musst die Einstellung verinnerlichen, sonst bleibt der Glauben an das positive Denken nur eine Luftblase und es wird sich in deinem Leben nichts ändern. Glaube daran, dass sich alles positiv auswirken wird, was du vorher frei von Vorurteilen, Zweifeln und Opferstellungen gedanklich erbeten und in dein Unterbewusstsein aufgenommen hast.

Bei mir haben sich seit einigen Tagen äußerst positive Ergebnisse eingestellt. Über Einzelheiten werde ich zu gegebener Zeit berichten.