Wach auf!

Nein, es geht bei meiner Aufforderung  nicht darum, den Zustand der körperlichen Ruhe zu unterbrechen (so die Definition von Schlaf) … brauche ich ja wohl auch nicht, denn du bist ja wach und liest diesen Artikel … sondern um die Abkehr von alten Glaubensmustern, die uns täglich eingetrichtert werden, die aber bei genauer Betrachtung in einem völlig anderem Lichte zu sehen sind. Wir heute glaubt, dass sein „Geld“ auf der Bank sicher sei, der sollte sich vielleicht tiefgreifender mit der Frage beschäftigen: Was ist das eigentlich, was da von meiner Bank verwaltet wird? Es ist ja heute nicht mehr so, dass – wie es zu früheren Zeiten gehandhabt wurde – ich für eine Ware oder Dienstleistung (Sagen wir mal ich wäre Bauer und verkaufe auf dem Markt Getreide oder ich bin Scherenschleifer und schleife den Leuten frei Haus die Messer und Scheren) richtiges Hartgeld aus Wertmetall (Gold oder Silber) in die Hand bekomme und es in einem Beutel sammle und ich dieses klimpernde Transportgefäß irgendwann zur Bank bringe. Nein heute wandert mein Gehalt „in elektronischer Form“ (digitale Nullen und Einsen) auf mein Konto bei meiner Bank. Wo also vorher eine Betrag X stand, steht dann nach der Transaktion ein Betrag Y, der höher liegt als X. Das nur in digitaler Form existente „Geld“ wird also wertgestellt. Wenn ich jetzt also für mein schön verbuchtes „Geld“ etwas erwerben will, sagen wir mal Brot, Eier, Butter und Wurst, dann gehe ich in den Supermarkt und kann dort mit einer Karte (meiner EC-Karte) über eine Buchung beim Supermarkt meine Bank anweisen, der Handelskette, welcher der Supermarkt gehört, den Gegenwert des Einkaufes in digitaler Form zu überweisen. Mein „Guthaben“ (ein Guthaben ist nichts anderes als eine Forderung gegenüber der Bank auf meine Order mir mein „Geld“ in „Wertscheinen“ = Zahlungsmittel auszuzahlen oder einen Betrag X an einen von mir benannten Dritten zu überweisen) wird also um den Betrag des Einkaufs verringert. Okay, alternativ könnte ich auch zum „Geldautomaten“ gehen und mir ein paar Euroscheine ziehen und diese zum Kauf der Ware im Supermarkt oder dergleichen einsetzen, aber diese Art der Zahlung ist mehr und mehr auf dem Rückmarsch … denn das Zahlen mit den Plastikkarten ist doch so schön bequem. Was passiert aber, wenn das ganze Finanzsystem zusammenbricht? Sagen wir mal, meine Bank geht pleite. Kein Problem, da gibt es doch den Einlagensicherungsfonds. Nun das beruhigt einen doch … oder? Nun lese ich aber zu dieser Annahme bei Wikipedia folgendes:

„Auf die Leistungen eines freiwilligen Einlagensicherungsfonds gibt es für den Kunden keinen unmittelbaren Rechtsanspruch gegen den Fonds seines Geldinstituts. Der Fonds dient der Stabilisierung der ihm jeweils angeschlossenen Institute im Krisenfall. Bei einer allumfassenden Bankenkrise ist eine ausreichende Leistung nicht garantiert.“

Ups! Mein „Geld“ ist dann futsch und es gibt keine Garantie, dass ich es jemals wiedersehe? Aber die Politiker haben da doch etwas anderes erzählt und dem Bürger ihr milliardenschweres Rettungspaket für die angeschlagenen Banken mit der Begründung verkauft, dass durch diese Transaktionen sichergestellt werden soll, dass das Geld der Anleger nicht verloren geht. Wenn man das Zitat oben richtig liest, soll dann also nur die Existenz der Bank in Krisensituationen sichergestellt werden! Wie kommt es eigentlich zu solchen Krisen im Finanzsystem? Wer hat sich das System der gedruckten Wertpapiere (heute Papiergeld als Zahlungsmittel ohne echten Wert) ausgedacht? Tiefgreifende Antworten auf diese Fragen gibt der umfangreiche Vortrag von Andreas Clauss, der bei Youtube veröffentlicht wurde und den ich nachfolgend verlinkt habe. Andrea Clauss versteht es in  seinem zweistündigen Vortrag vortrefflich, dem Zuschauer die Zusammenhänge des globalen Finanzsystems und der sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Zusammenhänge zu erklären. Ironisch, bisweilen mit trockenem Humor präsentiert er seine Sichtweise, welche einem die Augen aufgehen lässt. Schon nach kurzer Zeit sagt man: So habe ich das bisher noch gar nicht gesehen! Ja so ist es! Wusstest du beispielsweise, dass der Dollar seit dem Jahre 1913 nicht mehr vom US-Staat, sondern einem privaten Bankenkonsortium herausgegeben wird? Oder das ein US Präsident im den 1960er Jahren versucht hatte, die Herausgabe des Dollars wieder in die Hand des Staates zu bekommen und das dieses Vorhaben „abgeblasen“ wurde, nachdem der Präsident gestorben war? Wusstest du das dieser Präsident John F. Kennedy hieß? Ich möchte dem interessanten Vortrag aber nicht allzu sehr vorgreifen … hier mag sich jeder sein eigenes Urteil bilden!

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