Dezember


Tiefes weißes Sonnenlicht,
scheint herein und ein Staubkorn spricht
mit mir im Morgenflimmern.
Nebelschwaden zart und fein,
etwas Rauhreif stimmt mit ein,
auf der Wiese mit ’nem Schimmern.
Fühl die Kälte, fühl die Zeit,
Frage mich, bin ich bereit,
mit dem Jahre abzuschließen.
TV bringt’s, der Blick geht rück,
hatte wieder einmal Glück,
nicht die Ander’n, leider nicht.
Seh die Körper, seh das Blut,
ist es ein Mensch der sowas tut,
kann’s nicht glauben, blanke Wut.
Es ist abstrakt und weit, weit weg,
mancher ist noch nicht verschreckt,
von dem Elend und der Not.
Sitze hier und in mir drin,
wird es warm, weil ich nicht bin,
wie manch anderer, in dieser Welt.
Sonne jetzt schon höher steht,
wie sie kommt, so es vergeht,
diese Zeit wie dieses Jahr.
Dezember schließt die Türe ab,
und lässt herab das Jahr ins Grab,
an Silvester ist’s vorbei.

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