Rollenspiele

30. November 2008

rollenspiele-2501Die Menschen spielen in ihrem Leben verschiedene Rollen und glauben, sie seien diese Rolle, die sie verkörpern.

 

Warum spielen sie überhaupt solche Rollen?

 

Ich will dies beantworten. Zunächst bitte ich dich aber, meinen früheren Blogeintrag zu lesen. Ich hatte dort schon etwas zu Reinkarnation und Trennung von Körper und Geist erläutert. Hast du es gelesen oder weist du bereits, was Wiedergeburt bedeutet, dann kann ich zurück zur Antwort:

 

Zu Beginn deines Lebens weist du noch ganz genau, wer du bist. Jetzt wird der schlaue Kritiker sagen: „Hey als Baby habe ich ja wohl nicht den Entwicklungsstand, um zu wissen, dass ich wer bin oder wer ich bin!“ OK … wenn du so denkst, dann lese am besten nicht weiter.

 

Also, zu Beginn deines physischen Lebens bist du die Seele, die gerade eben in den kleinen Menschenkörper reinkarniert ist. Du weist also noch ganz genau, wer du bist. Mit Beginn des Menschseins ist der Zeitpunkt gemeint, zu dem der Geist den neuen physischen Körper in Besitz nimmt. Das muss nicht notwendigerweise die Geburt sein. Es geht um den Beginn des physischen Lebens. Dieser Beginn liegt irgendwo zwischen Zeugung und Geburt. Der Beginn ist individuell, dass heißt der Geist inkarniert zu dem Zeitpunkt, wenn es ihm am nützlichsten ist. Dies hängt sehr stark von deinem Lebensziel ab, das du in diesem Leben verfolgen willst. Bevor du ein physisches Wesen wirst, hast du bereits deine Lebensmatrix programmiert, dein Ziel bestimmt, welches du erreichen möchtest. Du musst allerdings beim Übergang ins physische Leben das Tor der Unbewusstheit passieren. Das bedeutet, dass du nach der Verschmelzung mit deinem physischen Körper dich nicht mehr erinnern kannst, was du eigentlich wolltest. Zu deinem persönlichen Ziel kommt noch eines hinzu, dem alle Menschen folgen …. Sobald du deinen physischen Körper in Besitz nimmst, beginnst du, das Weltbild deiner Eltern anzunehmen. Das bedeutet, du lernst die Denkweise deiner Eltern kennen und machst’s sie zu deiner eigenen. Je intensiverer du dich mit ihnen identifizieren willst, desto früher gehst du in den Körper. Warum tust du das? Dafür gibt es zwei Gründe, zum einen hast du durch diese Maßnahmen die Möglichkeit, auf ganz bestimmte Schwierigkeiten im Leben zu stoßen, welche durch die besagte Denkweise deiner Eltern sehr wahrscheinlich auftreten werden (tolle „Aussicht“, jetzt stellt sich bei dir sicher die Frage, wieso will ich auf Schwierigkeiten stoßen? Siehe aber meinen Blogeintrag hier ). Zum anderen bist du an deine Eltern gebunden, denn du wächst als hilfloses Kind in dieser Welt auf, in der du nicht allein ohne deine Eltern lebensfähig wärest. Du bist also zunächst ganz von ihnen abhängig, und das merkst du auch sehr schnell. Sie haben ihr Denken, durch welches sie dich prägen. Es ist das Denken einer Gruppe – deiner Familie. Durch die gleiche Denkweise in einer Gruppe kommt es zu einem stärkeren Zusammenhalt, der das Überleben des einzelnen zu allen Zeiten sicherer macht. Und mehr noch: Denk einmal an die Zeit, in der du schon ein paar Jahre älter bist. Um mit einer Familie ohne große Probleme leben zu können, musst du dich so verhalten, dass es von den anderen akzeptiert wird. Wolltest du dir das alles merken, was du tun kannst und was nicht, wärst du zwar dadurch für die Standardsituationen handlungsfähig, aber wärst nie in der Lage, eine noch nie da gewesene Situation entsprechend dem Familiengeist zu meistern. Verstehst du? Durch diese akzeptierte Denkweise wirst du auch in solchen Situationen vermeintlich richtig handeln. Geht dir jetzt ein Licht auf? Du nimmst deshalb eine Rolle in seinem Leben an, weil du nur dadurch zur Familie gehören kannst. Du merkst als Kind auch sehr schnell, dass du geliebt wirst, wenn du dich an die Rolle hältst, und dass du bestraft wirst, wenn nicht. Man nennt diesen Vorgang Erziehung. Du spielst also zunächst die Rolle, die dir deine Familie zugedacht hat. Das ist der erste Abschnitt deines Lebens, der sich in deiner Familie abspielt. Danach kommt der Kindergarten, die Schule, der Verein, der Beruf, die eigene Familie und so weiter. Du spielst also viele verschiedene Rollen. Du bist scheinbar immer jemand anders, wenn du mit anderen Menschen zusammenkommst. Es kommen die gleichen Mechanismen zum Tragen, wie in der Familie. Wenn du die gleiche Denkweise akzeptierest, wirst du anerkannt, und wenn nicht, gemieden.

 

Bedeutet das, dass du überall wo du hingehst, dein Fähnchen nach dem Winde hängst und du keine eigene Meinung hast? Ganz so kannst du das nicht sehen. Sehr wohl gibt es Meinungsverschiedenheiten und Konfrontationen, ohne dass du dafür bestraft oder abgelehnt würdest, aber immer nur dann, wenn der andere Mensch es, genau wie du, für richtig hält, dass man sich gegenseitig kritisiert oder Meinungsverschiedenheiten diskutiert. Ihr denkt in einem solchen Fall also nicht einfach das gleiche, sondern ihr habt die gleichen Werte im Leben. Menschen verstehen sich dann, wenn sie die gleichen Charaktereigenschaften für richtig und wichtig halten. Ist das nicht der Fall fehlt die gemeinsame Verständigungsbasis. Und was passiert mit deinen Charaktereigenschaften, wenn du längere Zeit in einer bestimmten Menschengruppe bist? Du passt dich ihr an, um dazuzugehören. Das geschieht natürlich nur, wenn ihr in eurer Sichtweise nicht so weit auseinander liegt. Wenn es keine gemeinsame Basis gibt, wirst du nicht zu der Gruppe gehören wollen, oder wenn du aus beruflichen Gründen dazu gezwungen bist, wirst du ein Außenseiter bleiben, wer von den anderen gemieden wird. Verstehst du nun, was mit den Rollen gemeint ist und wie sie entstehen?

 

Da du jetzt vielleicht erkannt hast, dass du eine oder viele Rollen spielst, ist ein erster Schritt getan, um sich selbst zu erkennen. Überlege, ob du die Rolle so noch spielen kannst und dies möchtest, wenn du dich selbst nun mit anderen Augen siehst. Das Bewusstwerden der Rollenspiele versetzt dich in die Lage, dein Leben anders und vor allem bewusster zu leben. Sieh dein Lebensumfeld mit anderen Augen; du wirst erstaunt sein oder dich vielleicht sogar amüsieren, wie andere Menschen denken und handeln (müssen). Wenn du so weit im Denken bist, dann hast du die Fäden, an denen du wie eine Marionette hängst, erfolgreich zerschnitten.

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Hinweis:

Dieser Artikel basiert auf Aussagen, welche dem Buch „Die 7 Botschaften der Seele“ von Ella Kensington (Wilhelm Goldmann Verlag, 1. Ausgabe im Taschenbuch) entnommen wurden. Der Verfasser hat die Aussagen in einem anderen Kontext und unter Hinzusetzung eigener Inhalte zusammengefasst und vorliegend  veröffentlicht.


Der Lebensplan und die Gegensätzlichkeit

19. Oktober 2007

Man kennt das Gefühl; man will etwas Bestimmtes, ganz intensiv, ganz fest, ganz verkrampft. Man ist darauf fixiert und wiederholt gedanklich seine Intension, immer und immer wieder. Es wird zu einer Zeitschleife, die wiederholt abläuft. Das ersehnte Ziel ist aber nicht erreichbar. Es ist wie verhext. Wenn ich jetzt sage, dass es so nicht funktionieren kann, weil es nicht in der Lebensplanung steht, dann wird der Eine oder Andere vielleicht sagen …. Lebensplanung? Was ist das denn für ein Schwachsinn! Nun gut … diese Einstellung kann ich verstehen. Ich war früher auch nicht anders. Nun kam mir ein Buch von Sylvia Browne in die Hände, welches den Titel „Einsichten“ trägt. In diesem Buch erläutert die Autorin die Sichtweise ihres spirituellen Weltbildes und ihrer im Laufe ihrer Praxis als Medium gemachten Erfahrungen. Sie fügt ihren Erläuterungen etliche Briefe ihrer Klienten bei, welche ihr nach einer Beratung, einem sogenannten Reading, erstaunliche Dinge berichteten, die sich so ereigneten, wie sie ihnen angekündigt worden waren. Viele hatten ihre Zweifel, dass die Ankündigung von Sylvia Browne tatsächlich eintreten würde. Es gab hier natürlich immer ein gewisses Zeitfenster zwischen dem Reading und dem eintretenden Ereignis. Letztlich trat das Ereignis aber zur Verblüffung der Klienten fast wortgenau ein. Völlig überraschend, weil sie nicht mehr daran dachten, aber trotzdem kam es so sicher wie das Amen in der Kirche.

Was hat es nun mit der Lebensplanung auf sich? Hier ist ein kurzer Diskurs zum Thema „Reinkarnation“ und „Weltbild“ nötig. Beim rein materialistíschen Weltbild wird davon ausgegangen, dass der Mensch geboren wird, sein Leben lebt und stirbt. Es gibt danach keine Trennung zwischen Körper und Geist. Mit dem Körper stirbt auch das Bewusstsein. Die spirituelle Sichtweise der Religionen geht hingegen davon aus, dass Körper und Geist (bzw. die Seele) getrennt zu sehen sind, d.h. mit dem Tod keine Einheit im Diesseits mehr bilden und die unsterbliche Seele in die andere Dimension (ins Jenseits) übergeht. Der Geist (die Seele) das ist unser Ich-Bewusstsein, welches mit dem Tode des physischen Körpers nicht einfach aufhört zu existieren. Es geht weiter, denn das „Ich“ hört nicht auf, wahrzunehmen. Dies ist auch meine persönliche Überzeugung. Tausende von Nahtodberichten, welche dokumentiert sind, haben dies bewiesen. Ich verweise hierzu auf meinen Blogeintrag „Der Tod ist nicht das Ende“. Dass die Reinkarnation der Glaube an die Wiedergeburt ist, brauche ich wohl nicht näher erläutern. Dieser Glaube wird nicht von allen Religionen reflektiert. Die Reinkarnation wurde durch sogenannte Rückführungsmeditationen nachvollzogen, bei denen der Klient mittels Hypnose in ein altes Bewusstsein eines früheren Lebens gebracht wird. Einzelheiten aus den früheren Leben konnten in vielen Fällen durch alte Chroniken, Taufregister und Personanstandsbücher verifiziert werden. Über einzelne Fälle wurde in den Medien berichtet.

Wenn man nun den Versuch unternimmt, den Erläuterungen von Sylvia Browne zu folgen, so sollte man zunächst als gegeben  unterstellen, dass a) Körper und Geist (Seele) keine dauerhafte Einheit bilden und b) die Seele – von Zeit zu Zeit – in einem neuen Körper wiedergeboren wird. Sylvia Browne erläutert nun, dass unser eigentliches Zuhause auf der jenseitigen Ebene liegt. Was wir auf dieser Seite, in unserem Körper und in dieser Welt absolvieren, sei nur so etwas wie ein „Ausbildungslager“ um uns fortzuentwickeln. Unsere eigene Seele hat hierbei vor der Reinkarnation das „Drehbuch“, den Lebensplan, für dieses Leben geschrieben. Natürlich sind wir uns dessen nicht bewusst. Angesichts dessen, dass da so negative und teilweise schlimme Schicksalsschläge im eigenen Leben passierten, mag es unglaublich sein, dass man diese Dinge in seinen Lebensplan geschrieben hat. Als rationell denkender Mensch müsste man meinen, dass man doch, wenn man es selbst in der Hand hat, sich nur Harmonie, Glück und Liebe in den eigenen Lebensplan schreiben würde. Sylvia Browne argumentiert hier aber, wie ich meine nachvollziehbar, dass man dann doch gleich in der jenseitigen Ebene bleiben könnte, weil  es da irdische Probleme gar nicht gäbe, denn die Seele lebt dort in Harmonie, Glück und Liebe. Insoweit erscheint es überzeugend, dass die Seele im irdischen reinkanierten Leben nur „wachsen“ kann, wenn sie in ihren Lebensplan ein Lernpotential hineingeschrieben hat.

Sylvia Browne ist nun als Medium in der Lage in den Lebensplänen ihrer Klienten „zu lesen“ und diesen bestimmte Einzelheiten aus ihrem jeweiligen Lebensplan mitzuteilen. Da sind Ereignisse zu Partnerschaft, Beruf und Familie, welche sie ihren Klienten mitteilt, die da eintreten werden, weil sie so geschrieben wurden. Viele Klienten der Sylvia Browne konnten es nicht glauben, weil sie so von ihrer gegenwärtigen Situation überzeugt waren, dass sie da nur die für sie wahrnehmbare Perspektive sahen. Es ist wohl das Beste, wenn ich hier einfach mal aus dem Buch von Sylvia Browne zitiere:

1. Zu Partnerschaft und Liebe:
„Ich fragte Sylvia, ob sie sah, dass ich meinen Freund, mit dem ich damals zusammen war, heiraten würde. Ich war enttäuscht, als sie mir dringend riet, diesen „Stubenhocker“ loszuwerden. Dann fragte sie mich, ob ich einen großen, kräftigen Kerl mit Haselnussaugen und dunkelbraunem, lockigen Haar kennen würde, denn das sei der Mann, den ich irgendwann im Frühjahr heiraten würde (mein Reading fand im November statt).
Ich hätte Ihnen meine Bestätigung schon früher geschickt, aber ich komme gerade aus demn Flitterwochen zurück, die ich mit einem großen, kräftigen Kerl mit Haselnussaugen und dunkelbraunem, lockigen Haar verbracht habe, den ich während der Winterferien kennenlernte, kurz nachdem ich dem „Stubenhocker“ den Laufpass gegeben hatte …. (von Lilly)“

2. Zu Beruf
„Liebe Frau Browne, ….. ich war am Flughafen von San Josè Ihr Gepäckträger am Terminal der American Airlines und ich fragte Sie, ob ich meinen Beruf wechseln würde. Sie sagten mir, dass ich mein Talent vergeudete und es an der Zeit sei, all meine Energie in meine Musikkarierre zu stecken. Ich habe Ihren Rat befolgt …. ich bin inzwischen ein erfolgreicher Musikproduzent mit Namen wie Maria Carey und T.L.C. auf meiner Referenzliste …. (von Keith)“

Das waren bloß zwei Beispiele, die ich gekürzt wiedergegeben habe. In dem Buch von Sylvia Browne werden etliche andere, teilweise sehr verblüffende Beispiele für genannte Lebensveränderungen, wiedergegeben. Etliche Angaben sind sogar eidesstattlich versichert worden.

In Punkto Liebe und Partnerschaft, welche meines Erachtens immer die größten Potentiale menschlicher Entwicklung und Tragödien wiederspiegeln, gibt Sylvia Browne dem Leser – der vielleicht schon lange auf der Suche nach dem idealen Partner ist – einen verblüffenden Rat: „Je zufriedener Sie damit sind, frei und unabhängig zu sein, und je weniger sie eine Beziehung brauchen, desto größer sind Ihre Chancen, den Richtigen / die Richtige zu finden. Dies ist eine Tatsache und gleichzeitig ein Versprechen.“ 

Das ist das Gesetz der Gegensätzlichkeit!