Nachfolgend beschriebenen Klartraum möchte ich als einen meiner Besten bezeichnen. Das Markanteste war mit Abstand das Flugerlebnis ohne Flügel und Flughilfen. In einem Klartraum ist es ohne Weiteres möglich mittels „Schwimmbewegungen“ zu fliegen und dabei sein eigenes Ich so klar und realistisch im Schwebezustand - abgehoben vom festen Boden – zu erleben, dass das „süchtig“ machen kann (da hier aber keinerlei Drogen im Spiel sind, wird man natürlich nicht süchtig). Alle 3D-Computerspiele sind dagegen kalter Kaffee. Wer mir das nicht glauben mag, sollte es mal selbst versuchen.
Zunächst hatte ich einen „normalen Traum“. Soweit ich mich erinnern kann, feierte ich mit anderen Leuten (ich fühlte mich einem Verein zugehörig) und wir aßen von einem Buffet. Ich erinnere mich an Hähnchenkeulen. Dann beschloss die Versammlung nach Hause zu gehen und ich setzte an nach Hause zu fliegen. Zu fliegen?!! Moment mal. Ich machte einen Realitätstest (RT) und kam zu dem Schluss, dass ich träumen müsste. Ich war gerade im Aufsteigen begriffen und es wurde alles klar. Der Horizont weitete sich, der Tunnelblick verschwand und ich sah deutlich eine Landschaft unter mir. Die Häuser, Strommasten, Bäume und Straßen wurden langsam kleiner. Unter mir sah ich blaue fliegende Fische. Blaue fliegende Fische gehören nicht hierher, dachte ich … weg damit!!! Und die Fische verschwanden. Ich dachte an die Schilderung eines Klarträumers bei Tholey, welcher beschlossen hatte, höher und höher zu steigen. Ich wollte dies auch, ich wollte ganz nach oben. Die Dinge unter mir wurden immer kleiner und verschmolzen zu einer Ebene mit vielen Farbflecken. Der Horizont, die Wolken und das Blaue des Himmels …. es war der Wahnsinn. Als ich ziemlich hoch gestiegen war – ich war mittlerweile hoch über die Atmosphäre unserer Erde hinaus gekommen und konnte den blauen Planeten unter mir sehen - beschloss ich, nunmehr nicht mehr weiter nach oben steigen zu wollen. Vielmehr wollte ich wieder irgendwo landen. Ich dachte, landen kann man doch auf einem Flughafen. Ich wünschte mir, einen Flughafen zu sehen und prompt sah ich einen Tower und große Abfertigungsterminals mitten in einem Wald. Ich landete hinter einem großen Stahlgittertor, welches zusammen mit einem weitläufigen stacheldrahtbewehrten Stahlgitterzaun ein Gelände des Flughafens von dem Außenbereich abgrenzte. Ich sah hinter dem Tor und Zaun eine betonbefestigte großräumige Piste. Ich wollte dahinein und begann daher über den Zaun zu klettern. Irgendwie kam ich da rüber, was mir … wegen des Stacheldrahtes einige Mühe bereitete. Ich hatte in diesem Moment das Gefühl, dass ich etwas Verbotenes tue. Ich stehe auf der anderen Seite und höre jemanden kommen. Ich ducke mich ab. An mir geht ein Uniformierter vorbei. Er hat eine Ein-Strich-Kein-Strich-Uniform an, ein Kappy auf und trägt am Gürtel eine verschlossene Pistolentasche. Er geht an mir vorbei. Ich denke: „Ha … hat mich nicht gesehen.“ Und freue mich. Meine Freude währt nicht lange, als ich bemerke, dass er zu einem Flachbau mit großen Glasfenstern geht. Aus diesem Gebäude werde ich genau beobachtet, was ich sofort bemerke. „Scheiße“ denke ich und versuche wegzulaufen. Doch zu spät … zwei uniformierte Typen kommen auf mich zugerannt und nehmen mich in die Mangel. Sie traktieren mich in ein Flughafengebäude. Ich befinde mich jetzt in einer Art Großraumbüro mit Tresen und Schaltern (diese liegen hinter einer Glasscheibe mit einem jeweils am Tresen ausgeschnittenen Oval). Dort lässt man mich komischerweise aus den Augen, man will plötzlich nichts von mir. Ich stehe also an so einem Abfertigungsschalter und sehe auf der anderen Seite einige asiatisch aussehende Männer kommen. Sie sagen etwas. Mir kommt in den Sinn „Das ist koreanisch“. Ich antworte etwas in dieser Sprache ohne zu wissen, was ich antworte. Ich bin erstaunt, dass ich das sprechen kann. Noch erstaunter bin ich darüber, dass die Koreaner zu verstehen scheinen und sich über meine Worte freuen. Sie zeigen mir ihre Pässe. Ein Koreaner holt ein paar Fotos raus und zeigt sie mir. Sie sind quadratisch und haben ein relativ kleines Format. Trotzdem kann man auf den Fotos einen Teil der Koreanergruppe gut erkennen. Sie lächeln in Richtung des Fotografen. Ich sage wieder etwas auf koreanisch ohne es zu verstehen. Muss so was gewesen sein wie: „Sehr schöne Fotos“. Danach fällt mir ein, dass ich keine Lust mehr habe, in dem Flughafengebäude zu bleiben und ich gehe nach draußen. Ich befinde mich jetzt auf einer riesigen Betonfläche aus welcher an einigen Stellen größere Bäume wachsen. Ich bemerke, wie hinter mir wieder so ein uniformierter Typ herrennt. Ich beschließe, mich vom Boden abzustoßen und fliege mit rudernden Schwimmbewegungen höher und höher … aber nicht allzu hoch. Der Typ am Boden sagt, „Na das geht doch gar nicht!“. Ich antworte ihm „Womit bewiesen wäre, dass man auch ohne Flügel und ohne Flugzeug fliegen kann.“ Als ich einige Kilometer vom Flughafen weggeflogen war, bemerkte ich anhand ziemlich dunkler, bedrohlich wirkender, Wolken eine Art Unwetter herankommen. Ich beschließe, ein Hotel anzufliegen und wünsche mir ein solches herbei. Vor mir taucht ein hochgeschossiges Gebäude auf. Ich erkenne darin ein Hotel und freue mich. Danach falle ich in den normalen Traum, welchen ich vergessen habe.
Verfasst von visionblue 

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