Die Menschen spielen in ihrem Leben verschiedene Rollen und glauben, sie seien diese Rolle, die sie verkörpern.
Warum spielen sie überhaupt solche Rollen?
Ich will dies beantworten. Zunächst bitte ich dich aber, meinen früheren Blogeintrag zu lesen. Ich hatte dort schon etwas zu Reinkarnation und Trennung von Körper und Geist erläutert. Hast du es gelesen oder weist du bereits, was Wiedergeburt bedeutet, dann kann ich zurück zur Antwort:
Zu Beginn deines Lebens weist du noch ganz genau, wer du bist. Jetzt wird der schlaue Kritiker sagen: „Hey als Baby habe ich ja wohl nicht den Entwicklungsstand, um zu wissen, dass ich wer bin oder wer ich bin!“ OK … wenn du so denkst, dann lese am besten nicht weiter.
Also, zu Beginn deines physischen Lebens bist du die Seele, die gerade eben in den kleinen Menschenkörper reinkarniert ist. Du weist also noch ganz genau, wer du bist. Mit Beginn des Menschseins ist der Zeitpunkt gemeint, zu dem der Geist den neuen physischen Körper in Besitz nimmt. Das muss nicht notwendigerweise die Geburt sein. Es geht um den Beginn des physischen Lebens. Dieser Beginn liegt irgendwo zwischen Zeugung und Geburt. Der Beginn ist individuell, dass heißt der Geist inkarniert zu dem Zeitpunkt, wenn es ihm am nützlichsten ist. Dies hängt sehr stark von deinem Lebensziel ab, das du in diesem Leben verfolgen willst. Bevor du ein physisches Wesen wirst, hast du bereits deine Lebensmatrix programmiert, dein Ziel bestimmt, welches du erreichen möchtest. Du musst allerdings beim Übergang ins physische Leben das Tor der Unbewusstheit passieren. Das bedeutet, dass du nach der Verschmelzung mit deinem physischen Körper dich nicht mehr erinnern kannst, was du eigentlich wolltest. Zu deinem persönlichen Ziel kommt noch eines hinzu, dem alle Menschen folgen …. Sobald du deinen physischen Körper in Besitz nimmst, beginnst du, das Weltbild deiner Eltern anzunehmen. Das bedeutet, du lernst die Denkweise deiner Eltern kennen und machst’s sie zu deiner eigenen. Je intensiverer du dich mit ihnen identifizieren willst, desto früher gehst du in den Körper. Warum tust du das? Dafür gibt es zwei Gründe, zum einen hast du durch diese Maßnahmen die Möglichkeit, auf ganz bestimmte Schwierigkeiten im Leben zu stoßen, welche durch die besagte Denkweise deiner Eltern sehr wahrscheinlich auftreten werden (tolle „Aussicht“, jetzt stellt sich bei dir sicher die Frage, wieso will ich auf Schwierigkeiten stoßen? Siehe aber meinen Blogeintrag hier ). Zum anderen bist du an deine Eltern gebunden, denn du wächst als hilfloses Kind in dieser Welt auf, in der du nicht allein ohne deine Eltern lebensfähig wärest. Du bist also zunächst ganz von ihnen abhängig, und das merkst du auch sehr schnell. Sie haben ihr Denken, durch welches sie dich prägen. Es ist das Denken einer Gruppe – deiner Familie. Durch die gleiche Denkweise in einer Gruppe kommt es zu einem stärkeren Zusammenhalt, der das Überleben des einzelnen zu allen Zeiten sicherer macht. Und mehr noch: Denk einmal an die Zeit, in der du schon ein paar Jahre älter bist. Um mit einer Familie ohne große Probleme leben zu können, musst du dich so verhalten, dass es von den anderen akzeptiert wird. Wolltest du dir das alles merken, was du tun kannst und was nicht, wärst du zwar dadurch für die Standardsituationen handlungsfähig, aber wärst nie in der Lage, eine noch nie da gewesene Situation entsprechend dem Familiengeist zu meistern. Verstehst du? Durch diese akzeptierte Denkweise wirst du auch in solchen Situationen vermeintlich richtig handeln. Geht dir jetzt ein Licht auf? Du nimmst deshalb eine Rolle in seinem Leben an, weil du nur dadurch zur Familie gehören kannst. Du merkst als Kind auch sehr schnell, dass du geliebt wirst, wenn du dich an die Rolle hältst, und dass du bestraft wirst, wenn nicht. Man nennt diesen Vorgang Erziehung. Du spielst also zunächst die Rolle, die dir deine Familie zugedacht hat. Das ist der erste Abschnitt deines Lebens, der sich in deiner Familie abspielt. Danach kommt der Kindergarten, die Schule, der Verein, der Beruf, die eigene Familie und so weiter. Du spielst also viele verschiedene Rollen. Du bist scheinbar immer jemand anders, wenn du mit anderen Menschen zusammenkommst. Es kommen die gleichen Mechanismen zum Tragen, wie in der Familie. Wenn du die gleiche Denkweise akzeptierest, wirst du anerkannt, und wenn nicht, gemieden.
Bedeutet das, dass du überall wo du hingehst, dein Fähnchen nach dem Winde hängst und du keine eigene Meinung hast? Ganz so kannst du das nicht sehen. Sehr wohl gibt es Meinungsverschiedenheiten und Konfrontationen, ohne dass du dafür bestraft oder abgelehnt würdest, aber immer nur dann, wenn der andere Mensch es, genau wie du, für richtig hält, dass man sich gegenseitig kritisiert oder Meinungsverschiedenheiten diskutiert. Ihr denkt in einem solchen Fall also nicht einfach das gleiche, sondern ihr habt die gleichen Werte im Leben. Menschen verstehen sich dann, wenn sie die gleichen Charaktereigenschaften für richtig und wichtig halten. Ist das nicht der Fall fehlt die gemeinsame Verständigungsbasis. Und was passiert mit deinen Charaktereigenschaften, wenn du längere Zeit in einer bestimmten Menschengruppe bist? Du passt dich ihr an, um dazuzugehören. Das geschieht natürlich nur, wenn ihr in eurer Sichtweise nicht so weit auseinander liegt. Wenn es keine gemeinsame Basis gibt, wirst du nicht zu der Gruppe gehören wollen, oder wenn du aus beruflichen Gründen dazu gezwungen bist, wirst du ein Außenseiter bleiben, wer von den anderen gemieden wird. Verstehst du nun, was mit den Rollen gemeint ist und wie sie entstehen?
Da du jetzt vielleicht erkannt hast, dass du eine oder viele Rollen spielst, ist ein erster Schritt getan, um sich selbst zu erkennen. Überlege, ob du die Rolle so noch spielen kannst und dies möchtest, wenn du dich selbst nun mit anderen Augen siehst. Das Bewusstwerden der Rollenspiele versetzt dich in die Lage, dein Leben anders und vor allem bewusster zu leben. Sieh dein Lebensumfeld mit anderen Augen; du wirst erstaunt sein oder dich vielleicht sogar amüsieren, wie andere Menschen denken und handeln (müssen). Wenn du so weit im Denken bist, dann hast du die Fäden, an denen du wie eine Marionette hängst, erfolgreich zerschnitten.
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Hinweis:
Dieser Artikel basiert auf Aussagen, welche dem Buch “Die 7 Botschaften der Seele” von Ella Kensington (Wilhelm Goldmann Verlag, 1. Ausgabe im Taschenbuch) entnommen wurden. Der Verfasser hat die Aussagen in einem anderen Kontext und unter Hinzusetzung eigener Inhalte zusammengefasst und vorliegend veröffentlicht.
Verfasst von visionblue 
![Innere Blockaden lösen mit schamanischen Ritualen und Energiearbeit – Xylia [BU Xylia Chepi Tamaya SU] – Schamanin und Reiki Meisterin Energiearbeit](http://visionblue.files.wordpress.com/2012/11/energiearbeit.jpg)


