13. März 2007
Sie ist bekannt, die Katze mit den Kopfhörern. Das Markenlogo und Maskottchen von Napster. Früher heiß begehrt, war die damalige MP3 Tauschbörse der Musikindustrie ein Dorn im Auge. Zeitweise dicht gemacht und nun seit einiger Zeit als Bezahlseite für Musikfiles reanimiert. Napster bietet sie, die Musikflatrate ab 9,95 € im Monat. Man kann dann WMA-Files auf bis zu 3 Rechner runterladen, bis die Festplatte Kieloberkante voll ist. Dort auf dem PC kan man sie dann so oft anhören wie man will. Ca. 3 Millionen Titel sind laut Napster momentan verfügbar. Fein, fein … die Sache hat einen Haken, bei dem eingfleischte Filesharinguser nur die Nase rümpfen. Bei der Basis-Flatrate ist es zum Beispiel nichts mit dem Übertragen auf einen MP3-Player. Da muss man schon die teurere To Go – Flatrate ordern, für 14,95 € pro Monat. Die Files sind dann aber auch nicht auf alle Player übertragbar sondern nur auf die bei Napster aufgelisteten. Der gute alte I-Pod ist hier nicht dabei … also Fehlanzeige. Will man die Musickstücke auf CD brennen, muss man in jedem Falle bezahlen: 0,99 € pro Track oder ab 9,95 € pro Album. Ein Freund und Kollege, kommentierte meine News, dass ich jetzt bei Napster registriert bin und 9,95 € im Monat löhne mit dem Satz: „Napster … mach das um Gottes willen nicht, wenn die wieder dicht machen, kannst deine ganzen Files entsorgen. Das sind geschützte WMA Dateien. Kannst du nicht viel mit anfangen.“ Ich antwortete: „Ich weiß … das Problem habe ich schon gelöst und zwar völlig legal!“ Wie geht das, wird der geneigte Leser jetzt fragen.
Die Lösung heißt Tunebite. Das Programm wird in auch Deutschland verkauft und ist (somit)keine Software, die den Kopierschutz – illegal – umgeht. Das Tool kostet in der Basis-Variante 19,90 € und wandelt kopiergeschützte WMA und M4P Dateien in nicht kopiergeschützte MP3 um. Das Prinzip ist ganz einfach erklärt. Viele kennen vielleicht noch das Kopieren von Kassetten. Genauso funktioniert das mit Tunebite. Man lädt die umzuwandelnden geschützten Musikfiles in die Software, stellt vorher die Zahl der Aufnahme-Slots und die aufzunehmende Geschwindigkeit ein und klickt auf den Button „Go“. Dann spielt das Programm die Files (bei mir bis zu vier gleichzeitig) ab und nimmt sie gleich wieder als MP3-Files auf. Das geht selbst bei einfacher Echtzeitgeschwindigkeit (kein alternativ je nach Prozessor möglicher 2x, 3x oder 4x Dubbingspeed) recht flott und die Qualität der aufgenommenen MP3-Files ist sehr gut (Je höher das Dubbing um so schlechter kann die Quali sein). Das Beste ist, die File-Tags werden automatisch übernommen. Die MP3 Files sind fix und fertig korrekt geschnitten und mit Tags versehen. Der Clou, das ist als Privatkopie völlig legal, weil der Kopierschutz ja nicht geknackt wurde. Ich selbst habe seit 3 Tagen schon ca. 50 Alben bei Napster in WMA gesaugt und mit Tunebite in MP3 umgewandelt. Der Softwareanbieter weist jedoch darauf hin, dass die so hergestellten Files auschließlich beim Verwender der Software zu verbleiben haben. Ich habe damit kein Problem. Die Napster-Lizenz für 3 Rechner reichen für mich und meinen Sohn und so kann ich die umgewandelten MP3-Teile jetzt auf CD brennen, im Auto hören und auch auf meinen MP3-Player übertragen. Napster und Tunebite zusammen bilden ein tolles Team.
Hinweis:
Napster und Tunebite sind eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Rechteinhaber. Die vorstehend abgebildeten Logos dienen lediglich der Berichterstattung und nicht der Verwertung im Sinne des Marken- und Urheberrechtes.
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Verfasst von visionblue
25. November 2006
Wenn einem diese Frage gestellt wird, denkt man sofort an einen Hund mit einem massigen Kopf, stabilem wuchtigen Körperbau, recht hässlich, von vornherein gefährlich aussehend, eben so was wie ein Pittbull oder Bullterrier. Ganz klar, diesen Viechtern sollte man aus dem Wege gehen. Die Frage ist nur, liege ich mit diesem Bild überhaupt richtig? Was ist mit Dobermannhunden, Rottweilern und Doggen um nur einige weitere zu nennen, welche nicht nur gefährlich aussehen sondern auch sein können? Was ist darüber hinaus mit des Deutschen liebsten Hund, dem Deutschen Schäferhund oder gar diesen friedlich aussehenden Golden Retrievern? Hatte ich da nicht auch schon gehört, dass es hier Beißvorfälle mit schlimmen Folgen gab? Ich denke das Bild was sich uns auf Grund des Begriffes „Kampfhund“ vermittelt, hängt etwas schief. Das Problem ist nicht das Tier, sondern der Mensch. Er kann jeden Hund zur Waffe machen, einfach durch falschen Umgang, absichtlich oder aus Unwissenheit. Manche halten sich einen sogenannten Kampfhund als Status- und Machtsymbol. Sie wollen, dass der Hund aggressiv wird und hetzen “Hektor“ oder „Flash“ mal eben zur Probe auf leere Kinderschaukeln, welche den zermalmenden Bisskräften kaum standhalten können. Wie gut, dass da keine Kinderbeine runterbaumelten, beim nächsten mal ist es vielleicht so weit; dann ist es zu spät. Wenn ich halbwüchige Mädels mit einem Pittbull oder Bullterrier an der Kette sehe, bin ich mir ziemlich sicher, dass die nicht wissen, wie sie ihren Hund im Zaume halten, wenn bei dem eine Birne durchbrennt. Was hier fehlt sind einfach Kenntnisse beim Umgang mit Hunden und vor allem das Wissen zur Erziehung des Tieres.
Gestern war ich auf Grund meiner beruflichen Funktion zu einer Vollversammlung eines Hundesportvereines eingeladen. Thema des Diskussionsabends war eine Ankündigung des Innenministers von Sachsen-Anhalt, eine Gesetz und eine Verordnung gegen gefährliche Hunde zu erlassen. Hierbei muss erwähnt werden, dass vom Minister geplant ist, eine sogenannte Rasseliste in die Rechtsvorschrift aufzunehmen, welche die nach Meinung der Politik eindeutig als gefährlich einzustufenden Rassen aufführt. Da stehen selbstverständlich unter anderem Pittbull und Bullterrier in ihren verschiedenen Rassevarianten und einige andere Exoten drauf. Der guten Deutschen Hunde wie Schäferhund, Rottweiler und Dobermann usw. fehlen bei der Auflistung. Die Hundesportfreunde sprachen sich bei der Diskussion für eine Gesetz gegen gefährliche Hunde aber gegen eine Rasseliste aus. Die Argumente sind nachvollziehbar. Die Rasseliste bedingt, dass alle Hundehalter, welche einen der aufgeführten Rassen halten, automatisch über einen Kamm geschert werden. Da spielen die Bemühungen der Sportfreundin, welche ihren Kaukasischen Schäferhund von klein auf unter Anleitung des Vereins erzogen hatte, welche eine „Hundeführerschein“ ablegte und deren Tier aufs Wort hört, gar keine Rolle; da diese Rasse jetzt auf der Liste steht. Ein angehender Zuhälter, der seinen Rottweiler „scharf gemacht“ hat, dürfte sich hingegen freuen, weil diese Rasse nicht auf der Liste steht. Es fehlt also an einem wirksamen Regularium, welches klärt, dass nicht die Tiere nach Rassen als gut und böse, schwarz oder weiß, hell oder dunkel stigmatisiert werden, sondern die Arten von Menschen, welche ein Tier „verziehen“ wollen, daran gehindert werden, ihr Vorhaben umzusetzen. Eine in das Gesetz aufzunehmende Pflicht für jedermann, sich vor dem Kauf eines Hundes sachkundig zu machen und für die sach- und fachgerechte Haltung eine Prüfung abzulegen, wäre wohl der erste Schritt in die richtige Richtung. Letzteres ist übrigends für die Mitglieder des Hundesportvereins gar keine Hürde, denn dort ist es Usus, dass alle Teilnehmer solche Kenntnisse erwerben und hierfür Prüfungen ablegen.
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Verfasst von visionblue
12. Oktober 2006
Seit dem im Jahre 2003 durch eine Änderung im Urheberrechtsgesetz das Verbot des Umgehens des Kopierschutzes bei Trägern digitaler Daten (CD’s und DVD’s) eingeführt wurde, ist es illegal, Tracks von einer legal gekauften CD als MP3 Dateien auszulesen. Dies bedeutet, dass ich die Musik der neu gekauften Robbie Williams CD nicht einfach auf meinen MP3-Player übertragen darf, obwohl die CD nicht eben gerade wenig gekostet hat. Wenn mir also der Musikverlag, der die CD produziert und vertreibt, kein Recht dazu einräumt, müsste ich de facto die Robbie Williams Titel noch einmal als MP3-Dateien bei I-Tunes oder Musicload noch mal kaufen um sie auf meinem Player anhören zu können. Das Ganze ist höchst paradox. Die hochgelobte CD verkommt so zum multimedialen Fossil. Sie sieht schön aus, man kann damit aber nicht viel anfangen. Ein weiterer Punkt der Irrungennund Wirrungen der CD’s mit Kopierschutz ist der, dass die mit einem Kopierschutz versehenen CD’s nicht mehr dem von der Firma Phillips entwickelten CD-Standard entsprechen. Wer mal auf eine neue Musik-CD genau draufschaut, wird feststellen, dass das CD-Logo nicht mehr verwendet wird. Fehlt das CD-Logo, ist davon auszugehen, dass die CD nicht dem CD-Standard entspricht und einen Kopierschutz enthält. Meist ist das aber auch schon auf dem Cover der CD zu lesen. Die Dinger funktionieren auch nicht überall, was ich bei meinem Audi Autoradio mit CD-Player leider schon persönlich erfahren musste. Die Kritiker des Kopierschutzes streiten über das legale Umgehen eines solchen zum Beispiel durch das Aufnehmen der über den im PC-CD-Player abgespielten Tracks in Echtzeit mittels einer hierfür entwickelten Software. Hier sind sich die Juristen aber uneins, ob das nicht auch ein Umgehen des Kopierschutzes der diesbezüglich geschützten CD darstellt.
Wer dieses ganze Geplänkel mit den sich hieraus ergebenden Wagnissen umgehen will, greift einfach auf die gute alte Vinylplatte zurück. Kenner sagen, dass die Klangbreite der Rillenscheibe ohnehin besser ist, als bei einer digital kastrierten CD. Auch einige aktuelle Bestsellertracks werden zwischenzeitlich wieder als Vinylplatte angeboten. Der Vorteil der Vinylplatte gegenüber der CD liegt einfach darin, dass sich auf der Plastikrillenscheibe keine Kopierschutzmechanismen einbauen lassen. Die Vinylplatte wird mechanisch abgespielt, was deshalb jeglichen Kopierschutz ausschließt. Hat man also so eine Vinylplatte kann man diese getrost über den Plattenspieler mittels Line-In-Kabel in den PC einlesen. Hierfür gibt es auch leistungsfähige Software wie zum Beispiel Clean von Steinberg. So habe ich also vor einigen Tagen meine Lieblingsplatte von ELO „Time“, welche fast 20 Jahre auf dem Buckel hat, eingelesen und auf CD gebannt. Das Ergebnis der Aktion, welche hier bei Hifi-Regler.de sehr genau beschrieben wird, war sehr erstaunlich. Man ist höchst motiviert, weil man seine alte Vinylscheibe endlich im Auto anhören kann und dabei weiß, dass man nichts Illegales tut. Und so hat die gute alte und schon totgesagte Vinylplatte wieder einen Sinn bekommen. Wie schön, dass das Vinyl gegen einen Kopierschutz völlig immun ist.
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Verfasst von visionblue